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Netzwerkmanagement – Basis für leistungsfähiges Networking

Herausforderung vernetzte Operationsführung der Streitkräfte

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Redundanzkonzept

Die Besonderheit beim Redundanzkonzept ist, dass es auch einen autarken Betrieb ermöglicht. Es ist hierarchisch aufgebaut und bildet sämtliche Katastrophenfallszenarien ab. Durch Redundanzen innerhalb jeder Hierarchie und ebenen-übergreifenden Redundanzen ist sichergestellt, dass der Betrieb in jedem Fall aufrecht erhalten bleibt. Fällt die Verbindung zum Network Operation Center aus, kann der NWM-Trupp weiterhin vollkommen eigenständig agieren.

Die speziellen Sicherheitsanforderungen der Bundeswehr erforderten, dass nicht nur ein Trupp in sich redundant aufgebaut wird, sondern die räumlich getrennten Trupps sich untereinander absichern. Dazu werden im Einsatzraum mehrere NWM-Trupps verteilt platziert. Diese übernehmen den Systembetrieb bei einem Netzausfall nach frei konfigurierbaren Prioritäten. Im Fehlerfall übernimmt dann der zuvor als Slave konfigurierte NWM-Trupp die Master-Funktion für seinen Bereich. Bis zu sechs NWM-Trupps werden in dieser Konfiguration unterstützt.

Network Operation Center

Das NOC befindet sich in Deutschland und führt den gesamten IT-Betrieb der internationalen Einsatzräume. Das Primärziel besteht in der optimalen Abstimmung zwischen militärischen Anforderungen und den IT-Services. Dazu müssen die Abhängigkeiten der Service- und Geschäftsprozesse von darunterliegenden IT-Services sowie Auswirkungen möglicher Störungen schnell und sicher erkannt werden.

Um eine schnelle und effektive Bearbeitung von Störungen sicher zu stellen, fließen alle vom NWM festgestellten Informationen in die Darstellung des integrierten Business Service und Business Process Managements ein. Damit werden deren Auswirkungen auf die zu leistenden Dienste sofort sichtbar und es ist eine priorisierte Störungsbearbeitung auf Basis standardisierter Service- und Supportprozesse möglich.

Hierfür ist im Netzwerk-Management ein Service-Desk integriert. Dieses Incident Management System ist auf Basis einer mehrsprachigen, web-basierenden Lösung realisiert. Es enthält alle wichtigen Funktionen zur Problembearbeitung und Eskalation sowie eine Wissensdatenbank und Webzugriff für Supporter und internationale Anwender. Der Supporter erhält dadurch auch Zugriff auf alle Funktionen des NWM. Oberstes Ziel ist es, mögliche Störungsquellen schon im Vorfeld zu lokalisieren, einwirkende Objekte zu identifizieren und mögliche Probleme somit proaktiv und dauerhaft zu vermeiden.

Die nächsten Schritte

Die Konsequenz in der strikten Ausrichtung auf ein Business-orientiertes IT Service Management ermöglicht im nächsten Schritt auch die transparente Anbindung an das Prozessmodell der Bundeswehr. Die Prozessbeschreibungen der Business-Services und -Prozesse werden dabei durch eine integrierte Schnittstelle in das NWM übernommen. Anschließend stehen alle Status- und Performancedaten zu Workflow-Prozessen aus beliebigen ERP-Systemen im Monitoring zur Verfügung und können mit den IT-Services in Beziehung gebracht werden. Ein weiteres Feld ergibt sich durch die Möglichkeit, Asset- und Inventardaten aller IT-Komponenten (Hard- und Software) zu verwalten und über ein Life Cycle Management eventuelle Veränderungen zu protokollieren.

Fazit

Mit dem neuen Mobilen Kommunikationssystem erhält die Bundeswehr die Fähigkeit, leistungsfähige Kernnetze aufzubauen, die einer kommerziellen Providerlösung in nichts nachstehen. Durch den Einsatz von handelsüblichen Standardkomponenten ist es möglich, an den technischen Innovationen zu partizipieren. Vor allem im IT-Managementbereich, wo hohe militärische Anforderungen Standard-Lösungen übersteigen, wurde dies berücksichtigt und erweitert. Realtech ist in diesem Umfeld der Partner der Bundeswehr und legt größten Wert darauf, dass die neuen Anforderungen direkt in zukünftige Produktentwicklungen einfließen und damit keine isolierten Sonderlösungen entstehen.

Über den Autor

Georg Kieferl ist Geschäftsführer von Realtech

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