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Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 5

Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Discovery und Clientinstallation

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Client-Installation nur für Windows

Sind die Clients erst einmal ermittelt, kann es an die Client-Installation gehen. Entsprechende Einstellungen können im Knoten „Client-Installations-Methoden“ eingegeben werden. Hierbei dreht sich alles um das Programm CCMSetup.exe, das auf dem Windows-Computer ausgeführt werden muss. CCMSetup.exe verwendet das Microsoft-Installer-Paket client.msi.

CCMSetup.exe verwendet folgende Syntax (Quelle: Microsoft Hilfetext):

  • CCMSetup.exe [Installations-Eigenschaften] [client.msi Installations-Eigenschaften]

Beispiel einer Installation vom Management Punkt SMSMP01 (Parameter /mp:) und einer Zuweisung zum Standort S01 sowie der Verwendung von SMSFP01 als Fallback Statuspunkt:

  • CCMSetup.exe /mp:SMSMP01 /logon SMSSITECODE=S01 FSP=SMSFSP01

Detaillierte Informationen liefert der dem SCCM beiliegende Hilfetext.

Die große Auswahl – Client-Installationsmethoden

Je nach Geschmack und Präferenz hat der Administrator die Wahl zwischen:

  • Client Push Installation – Ist die bevorzugte Methode (siehe Abbildung 4), auf ermittelte Computer automatisch SCCM-Clientsoftware unter Angabe von Installations-Eigenschaften zu installieren. Zur Installation wird ein Installations-Konto benötigt, das auf den Zielcomputern administrative Berechtigungen hat.
  • Software Update Punkt basierende Installation – Hier können keine Installations-Eigenschaften verwendet werden.
  • Installation über eine SCCM-Softwareverteilung und einer Sammlung – Hier können keine Installations-Eigenschaften verwendet werden.
  • Installation über eine Active Directory-Gruppenrichtlinie „auf“ Standorte, Domänen oder Organisationseinheiten ohne Angabe von Installations-Eigenschaften.
  • Manuelle Installation – Installation über Kommandozeile (siehe oben) oder Remotekonsole.
  • Ausführen von CCMSetup über ein Anmeldeskript, z. B. in einer Gruppenrichtlinie.

Sind keine Installationseigenschaften angegeben aber das Active Directory-Schema erweitert, verwendet CCMSetup automatisch die in Active Directory veröffentlichten Eigenschaften, wie beispielsweise den Standortcode zur Installation.

Fazit

Mit wenigen Einstellungen lassen sich in System Center Configuration Manager 2007 viele Windows basierende Computer erfassen und automatisch mit Clientsoftware installieren. Hierfür müssen zuerst die Grenzen, dann Ermittlungsmethoden und anschließend eine Clientinstallationsmethode ausgewählt werden. Die erfassten Computer werden in die SQL-Datenbank eingetragen und erscheinen in der Administratorkonsole im Knoten „Sammlungen“, können aber auch durch Abfragen aufgerufen werden. Der Ermittlungs-Installations-Mechanismus kann permanent im Intervallbetrieb eingestellt sein und garantiert, dass im laufenden Betrieb ohne zusätzlichen Aufwand automatisch neue Computergeräte erfasst werden.

weitere Beiträge unserer SCCM-Reihe im Überblick:

  • Microsoft SCCM, Teil 1: Mehr als zehn Jahre System-Management – ein Überblick
  • Microsoft SCCM, Teil 2: Technische Planung in der Vorprojektphase eines SCCM-Einsatzes
  • Microsoft SCCM, Teil 3: Einführung in die interne Verwaltungsstruktur
  • Microsoft SCCM, Teil 4: Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Standorteinstellungen und Sitemodus
  • Microsoft SCCM, Teil 5: Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Discovery und Clientinstallation
  • Microsoft SCCM, Teil 6: Agenten für die Verwaltung von stationären und mobilen Computern
  • Microsoft SCCM, Teil 7: WSUS 3.0 für Microsoft Updates verwenden
  • Microsoft SCCM, Teil 8: Softwareverteilung mit dem SCCM – grundlegende Server-Aufgaben
  • Microsoft SCCM, Teil 9: Softwareverteilung mit dem SCCM - Verteilung von Softwarepaketen und Kontrolle

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