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Ermittlung (Discovery)
Nach einer Erstinstallation steht in der SQL-Datenbank für den Standort lediglich der Standortserver. Um alle anderen Clients und Server zu sammeln ist eine sog. Ermittlung zwingend notwendig. Dementsprechend landen die Ressourcen dann in den Knoten „Sammlungen“ (Collections). Insgesamt 6 Ermittlungsmethoden können ausgewählt werden, wobei auch Methoden kombiniert werden dürfen.
Der Wirkungsbereich entspricht genau dem des Standorts. Alle Methoden haben die Gemeinsamkeit, dass eine Zeitsteuerung (Polling-Intervall) eingestellt werden kann, um Netzwerk- und Computerlast optimal zu verteilen. Die sechs Ermittlungsmethoden lauten:
- Active Directory Systemgruppen-Ermittlung
- Active Directory Sicherheitsgruppen-Ermittlung
- Active Directory System-Ermittlung
- Active Directory Benutzer-Ermittlung
- Netzwerk-Ermittlung (Network Discovery)
- Heartbeat Discovery
Insgesamt 4 Methoden fragen die Active Directory-Datenbank nach Gruppen oder Systemen ab. Eine Abfrage kann nach Containern, bis hin zu Domänen erfolgen. Eine Schema-Erweiterung ist hierbei nicht zwingend notwendig, liefert jedoch noch zusätzliche Informationen zum Client aus der Active-Directory-Datenbank. Befinden sich im Netzwerk auch Computer und SNMP-fähige Geräte, die nicht Mitglied der Domäne sind, kann eine Netzwerk-Ermittlung in benutzerdefinierten Zeitabständen durchgeführt werden.
Obwohl sich in diesem Knoten die Heartbeat-Discovery befindet, ist diese nur dann wirksam, wenn der Client bereits ermittelt und sich SCCM-Clientsoftware auf diesem befindet. Diese voreingestellte Methode hält die Ermittlung damit immer Up-to-date, wenn beispielsweise Server selten erfasst werden.
In der Praxis sollte gerade bei der Netzwerk-Ermittlung viel Geduld mitgebracht werden, denn die Erst-Ermittlung von einigen Tausend Clients kann viele Stunden dauern und manchmal wird auch ein Computer oder SNMP-Gerät nicht gefunden. Aber der SCCM ist ja generell nichts für eilige Gemüter, was auch damit zusammenhängt, dass alle Informationen erst in die SQL-Datenbank geschrieben werden müssen.
weiter mit: Client-Installation nur für Windows
weitere Beiträge unserer SCCM-Reihe im Überblick:
- Microsoft SCCM, Teil 1: Mehr als zehn Jahre System-Management – ein Überblick
- Microsoft SCCM, Teil 2: Technische Planung in der Vorprojektphase eines SCCM-Einsatzes
- Microsoft SCCM, Teil 3: Einführung in die interne Verwaltungsstruktur
- Microsoft SCCM, Teil 4: Grundlegende Verwaltungsaufgaben: Standorteinstellungen und Sitemodus
- Microsoft SCCM, Teil 6: Agenten für die Verwaltung von stationären und mobilen Computern
- Microsoft SCCM, Teil 7: WSUS 3.0 für Microsoft Updates verwenden
- Microsoft SCCM, Teil 8: Softwareverteilung mit dem SCCM – grundlegende Server-Aufgaben
- Microsoft SCCM, Teil 9: Softwareverteilung mit dem SCCM - Verteilung von Softwarepaketen und Kontrolle
Artikelfiles und Artikellinks
Link: Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 1
Link: Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 2
Link: Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 3
Link: Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 4
Link: Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 6
Link: Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 7
Link: Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 8
Link: Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Teil 9
Link: Feature-Update für den System Center Configuration Manager 2007
Link: Microsoft: System Center Configuration Manager 2007
Link: Microsoft Connect: System Center Configuration Manager 2007
Link: Microsoft TechNet: Operations Manager 2007 Service Pack 1
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