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Google Drive for Desktop bringt den Cloud-Speicher in den Explorer Google Drive effektiv in Windows und macOS einbinden

Von Thomas Joos 4 min Lesedauer

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Mit Google Drive for Desktop kombiniert Google seine bisherigen Apps und stellt ein zentrales Tool zur Verfügung, mit dem Dateien aus Google Drive direkt in Windows zur Verfügung stehen und aus Windows oder macOS direkt in Google Drive gespeichert werden können.

Mit Google Drive for Desktop lässt sich der Google-Filehosting-Dienst in die Windows-Welt einbinden.(Bild:  ©D3Damon, Getty Images Signature via Canva.com)
Mit Google Drive for Desktop lässt sich der Google-Filehosting-Dienst in die Windows-Welt einbinden.
(Bild: ©D3Damon, Getty Images Signature via Canva.com)

Anwender, die Google Drive als Cloud-Speicher nutzen, sollten sich Google Drive for Desktop anschauen, wenn sie mit Windows arbeiten. Mit dem Agenten verbindet Google die Windows-PCs und Macs direkt mit dem Cloud-Speicher, was die Arbeit mit Dokumenten aus Google Drive wesentlich vereinfacht. Bei der Anbindung synchronisiert die Software auch nicht alle Dateien, sondern zeigt sie lediglich an. Erst beim Öffnen erfolgt eine Synchronisierung. Das spart Platz und ermöglicht die schnelle Verwendung von Google Drive for Desktop, weil nicht erst alle Dateien synchronisiert werden müssen.

Google Drive for Desktop ersetzt Google Drive File Stream und Google Backup & Sync

Das neue Tool ersetzt das bisherige Profi-Tool „Google Drive File Stream“ sowie die bisherige Desktop-Variante von Google Drive für Endanwender „Google Backup & Sync“. Die Installation ist nach wenigen Sekunden abgeschlossen. Danach erfolgt die Anmeldung mit einem Google-Konto. Nach der erfolgreichen Anmeldung kann ausgewählt werden, welche lokalen Verzeichnisse des PCs oder Macs mit Google Drive synchronisiert werden sollen. Im Fenster lassen sich mehrere Ordner hinzufügen.

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Zum Abschluss des Assistenten bindet dieser Google Drive noch in den Windows-Explorer ein. Dazu wird Google Drive als Laufwerk eingebunden. Das heißt, der Zugriff auf die Dateien in der Cloud lässt sich direkt über den Windows-Explorer durchführen. Dadurch können Anwender direkt Dateien in die Cloud sichern oder aus der Cloud heraus öffnen. Beim Öffnen der Dateien synchronisiert der Agent die entsprechende Datei. Parallel dazu bindet der Agent Google Drive auch in den Traybereich der Taskleiste mit ein. Hierüber sind die Synchronisierungsvorgänge zu sehen, und es ist an dieser Stelle möglich, Anpassungen bezüglich der Synchronisierung vorzunehmen.

Google Drive for Desktop in der Praxis

Nach der Installation von Google Drive for Desktop und der Anmeldung mit einem Google-Konto steht der Cloud-Speicher als Laufwerk im Explorer zur Verfügung. Lassen Anwender auf einem PC Verzeichnisse mit Google Drive synchronisieren, legt der Cloud-Dienst für jeden PC einen eigenen Ordner an. Dadurch können Benutzer von Google Drive auf allen angebundenen Computern auf die Daten des jeweiligen anderen Computers zugreifen. Google Drive for Desktop synchronisiert die Daten nicht, sondern zeigt diese nur an. Erst beim Öffnen einer Datei synchronisiert der Client diese Datei. Durch einen Klick auf das Icon im Traybereich ist zu sehen, ob alle Dateien auf dem neuesten Stand sind und ob im Explorer alle Dateien in Google Drive zu sehen sind.

Google Drive for Desktop anpassen: Ordner-Stream, Hotkeys und Proxy

In den Einstellungen von Google Drive for Desktop, die über das Icon im Traybereich zu finden sind, kann eingestellt werden, welchen Laufwerksbuchstaben das virtuelle Laufwerk für Google Drive in Windows erhält. Hier lassen sich auch generell die Anzeige eines Laufwerks unterbinden und stattdessen die Dateien in einen Ordner synchronisieren. In den Optionen kann darüber hinauf festgelegt werden, dass Google Drive für Desktop mit Windows startet oder Nutzer die Lösung manuell starten müssen.

In den Einstellungen ist es darüber hinaus auch möglich, die Bandbreite für die Synchronisierung zu begrenzen, einen Proxy-Server zu konfigurieren oder einen Hot-Key, mit dem die Suche in diesem Laufwerk startet, festzulegen. Beim Verbinden neuer Laufwerke fordert Google Drive for Desktop Benutzer dazu auf, das Gerät an Google Drive anzubinden. Diese Anzeige lässt sich in den Einstellungen aber deaktivieren.

Daten in Google Drive sichern

Über das Icon im Traybereich sind weitere Funktionen von Google Drive zu sehen. Hier kann nach dem Start auch eine Datensicherung einzelner Ordner erfolgen. Dazu wird die Option „Mein Computer -> Ordner hinzufügen“ ausgewählt. Hier lassen sich beliebige Ordner auswählen. Sobald die Sicherung eingerichtet ist, synchronisiert der Agent alle Daten mit Google Drive. Die Sicherung erfolgt im bereits erwähnten Unterordner, der die Bezeichnung des PCs oder Macs erhält.

Dateien mit Google Drive streamen und offline verfügbar machen

Über den Menüpunkt „Google Drive“ in den Einstellungen von Google Drive for Desktop stehen die Streaming-Funktionen von Google Drive zur Verfügung. Hier kann über die Option „Dateien streamen“ festgelegt werden, dass der Agent nicht alle Dateien auf den Rechner spiegelt, sondern nur so anzeigt, dass Benutzer diese öffnen können. Erst beim Öffnen der Dateien spiegelt Google Drive die Datei oder das Verzeichnis. Das Streamen spart natürlich deutlich Speicherplatz auf dem PC, da nur die Dateien und Ordner lokal gespeichert sind, die Anwender auch tatsächlich benötigen oder zuvor als offline verfügbar deklarieren.

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Es gibt über das Kontextmenü des Windows-Explorers für Ordner im Google-Drive-Laufwerk verschiedene Optionen, mit denen sich zum Beispiel die Offline-Verfügbarkeit steuern lässt. Durch die Auswahl von „Offlinezugriff -> Offline verfügbar“ spiegelt Google Drive das Verzeichnis oder die Datei mit dem Rechner. Dadurch sind diese Daten auch dann verfügbar, wenn der Rechner über eine Internetverbindung verfügt. Über das Kontextmenü von Dateien und Ordnern ist es auch möglich, diese direkt in Windows über Google Drive freizugeben und die entsprechenden Rechte zu steuern.

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