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Die (R)Evolution der Rechenzentren; Teil 39

FC-BB_E im Detail – Die Auswirkungen auf Unternehmensnetze

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Fazit

Der FC-BB-5-Standard ist der wichtigste Beitrag für die im Rahmen der Virtualisierung und allgemeinen Fortentwicklung des RZs notwendige I/O-Konsolidierung. In diesem Kapitel wurde sein Beitrag zur Lösung der Problematik der Fernübertragung von FC-Daten nur kurz dargestellt, aber nicht hinreichend gewürdigt und diskutiert. Hier ist jeweils nochmals genau so viel Potential enthalten wie in dem Bereich FC-BB_E, der sicher die meisten Leser am dringendsten interessiert.

Die Schöpfer des FC-BB_E-Standards haben gesehen, dass der Markt sozusagen nach einer anständigen Lösung lechzt, denn dummerweise kann man mit verschiedenen Aspekten der Virtualisierung nur dann wirklich sinnvoll umgehen, wenn für die I/O-Konsolidierung eine sichere Lösung bereitsteht. Also haben sie das einzig Vernünftige getan: sie haben ein System geschaffen, welches zwar nominell auf Lossless Ethernet aufsetzt (wohl hauptsächlich, damit niemand auf den verwegenen Gedanken kommt, es doch einfach mal mit normalem Ethernet zu versuchen), aber mit Unsicherheiten im „Lossless“ Ethernet gut umgehen kann. Die wesentlichen Charakteristika der Entkopplung sind:

  • Beschränkung von FCoE-Verbindungen auf virtuelle Punkt-zu-Punkt-Links. Dies senkt das statistische Risiko ganz erheblich.
  • Einführung von engmaschigen Kontroll- und Wartungsfunktionen. Diese verbrauchen zwar für ihre Kommunikation dank spezieller Paketformate nur einen verschwindend geringen Anteil der Gesamt-Bandbreite, sorgen aber dafür, dass Fehler auf der Ethernet-Ebene ohne wirkliche Konsequenzen für FC-Verbindungen sind – wenn man einmal davon absieht, dass Verbindungen kurzzeitig stehenbleiben können, was dem FC an sich aber nichts ausmacht.

Der Standard ist so ausgesprochen gut gelungen, weil sich die zwei größten Player im jeweiligen Markt, Cisco Systems für die Ethernet-Seite und Brocade für die FC-Seite, wirklich zusammengesetzt und nach einer tragfähigen Lösung gesucht haben. Qlogic hat schließlich dafür gesorgt, dass nicht die gesamte Verantwortung bei den HBAs landet. Niemand der Beteiligten hat sich von den aktuellen Marktdiskussionen verunsichern lassen. Sie haben einfach sauber gearbeitet. Dafür müssen wir ihnen danken.

Abgesehen davon, dass der Standard an und für sich extrem gut gelungen ist, darf man auch seine Integrationskraft nicht unterschätzen. Brocade beliefert HP und IBM, die z.B. zusammen einen Marktanteil von ca. 80 Prozent bei Blade-Servern mit FC-Komponenten haben. Diese Hersteller werden also schon mal sofort auf FC-BB-5 einschwenken.

FCoE ist mit FC-BB-5 endlich eine realistische Alternative für die Gestaltung der I/O-Konsolidierung geworden, wenn auch auf einer anderen Basis, als das viele gedacht haben.

weiter mit: Die Konsequenzen für die Unternehmensnetze

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