Mobile-Menu

Grundlagen moderner Netzwerktechnologien im Überblick – Teil 66

Die OFDM-Varianten der WLAN-Standards IEEE 802.11 a, g und h

Seite: 2/5

Anbieter zum Thema

Neue Datenraten erfordern neue Parameter

Wegen der neuen Datenraten gibt es eine Reihe neuer Parameter. Die Architektur der IEEE 802.11 MAC-Teilschicht ist unabhängig von Aufbau und effektiver Leistung einer PHY. Manche PHY-Implementierungen benötigen jedoch abstrakte Automaten für die Durchführung bestimmter Aufgaben, die in der MAC ablaufen.

Diese von der PHY abhängigen abstrakten Kontrollautomaten sind in der Management-Arbeitseinheit MLME der MAC-Teilschicht beheimatet. Bei manchen PHY-Implementierungen kann es nötig sein, dass die MLME mit der PLME als Teil der normalen Ausführung der PHY Service Access Point Primitive zusammenarbeitet. Diese Interaktionen werden in Zusammenhang mit der PLME-Parameterliste, die in den PHY-Dienstprimitiven als TXVECTOR und RXVECTOR niedergelegt ist, definiert. Die Liste dieser Parameter und die Werte, die sie repräsentieren, sind in den jeweils passenden PHY-Spezifikationen für jede PMD niedergelegt.

Für die 5GHz-PMD braucht man folgende neue bzw. erweiterte Parameter. Beginnen wir mit dem TXVECTOR.

Das Längenfeld kann Werte zwischen 1 und 4.095 annehmen und zeigt die Anzahl von Oktetten in der MPDU an, die aktuell zur Übertragung ansteht. Der Wert wird von der PHY dazu benutzt, die Anzahl von Oktett-Transfers zu bestimmen, die auftreten werden, wenn die MAC die PHY zur Sendung auffordert.

Die Datenrate kann die Werte 6, 9, 12, 18, 24, 36, 48 und 54 annehmen. Das Service-Feld besteht aus sieben Nullbits für die Initialisierung des Scramblers und neun Nullbits, die für spätere Zwecke reserviert sind. Die erlaubten Werte für den Powerlevel bewegen sich zwischen eins und acht.

Im RXVECTOR gibt es auch wieder das Längenfeld mit dem gleichen Wertebereich, das RSSI-Feld (Receive Signal Strength Indicator) mit Werten von Null bis zu einem RSSI-Maximum. Der Wert dient der PHY-Teilschicht für die Bestimmung des Energieniveaus beim Empfang der aktuellen Sendung und sollte während der Präambel gemessen werden. Weiterhin gibt es das Feld für die Datenrate mit den schon genannten möglichen Werten und das Service-Feld mit dem Wert Null.

Für die OFDM-PLCP-Schicht muss hauptsächlich definiert werden, wie PSDUs in PPDUs verwandelt werden und vice versa. Für die Übertragung muss die PSDU eine PLCP-Präambel und einen Header bekommen, damit aus ihr eine PPDU wird. Am Empfänger müssen PLCP-Präambel und Header bearbeitet werden, um die PSDU richtig zu demodulieren und abzuliefern.

Der PPDU-Codierungsprozess ist beliebig kompliziert, allerdings versteht man den Rest des Standards überhaupt nicht mehr, wenn man sich das nicht ansieht. In Folge 56 wurden die Grundzüge der OFDM-Übertragung schon einmal grob vorgestellt. Wir wollen den Prozess für IEEE 802.11a-WLANs zunächst einmal in seinen wesentlichen Zügen zusammenfassen.

weiter mit: IEEE 802.11a-WLANs im Detail

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2042977)