Mobile-Menu

IT-Awards 2022 Die beliebtesten Unified-Endpoint-Management-Anbieter 2022

Von Martin Hensel 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Absicherung von Firmennetzwerken ist keine einfache Aufgabe. Wo sich früher fast ausschließlich Desktops, Server und Drucker fanden, tummeln sich nun unzählige vernetzte Geräte. Ein leistungsfähiges Unified Endpoint Management ist daher nahezu obligatorisch, um Sicherheit und Überblick in Echtzeit zu gewährleisten.

Unified Endpoint Management (UEM) ermöglicht eine einheitliche Verwaltung und Einrichtung aller IT-Endgeräte eines Unternehmens und vereint damit das Management stationärer Clients und das Enterprise Mobility Management (EMM) zu einem allumfassenden Geräteverwaltungskonzept.(Bild:  © magele-picture - stock.adobe.com)
Unified Endpoint Management (UEM) ermöglicht eine einheitliche Verwaltung und Einrichtung aller IT-Endgeräte eines Unternehmens und vereint damit das Management stationärer Clients und das Enterprise Mobility Management (EMM) zu einem allumfassenden Geräteverwaltungskonzept.
(Bild: © magele-picture - stock.adobe.com)

Die Corona-Pandemie hat zu einigen, teils drastischen Veränderungen in der modernen Arbeitswelt geführt. So hat sie unter anderem den Trend zum hybriden Arbeiten beschleunigt: Mitarbeiter wollen längst nicht mehr nur von ihrem stationären Rechner im Büro oder von Zuhause aus auf Firmendaten und -anwendungen zugreifen. Stattdessen sind Zugangsmöglichkeiten per Smartphone, Tablet oder anderen mobilen Geräten erwünscht.

Die Leser von IP-Insider haben abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei beliebtesten Anbieter der IP-Insider Awards 2022 aus dem Bereich Unified Endpoint Management:

Bildergalerie

In Kombination mit dem ohnehin starken Trend zu immer mehr Geräten und Systemen im Firmennetzwerk – darunter etwa IoT-Lösungen („Internet of Things“) oder Edge-Anbindungen – stellt das die Netzwerkadministration vor Herausforderungen. Während einerseits der flexible Zugriff auf relevante Daten und Applikation möglich sein soll, muss andererseits für die nötige Sicherheit gesorgt werden. Angesichts unterschiedlichster Betriebssysteme und spezifischer Eigenheiten der einzelnen Endpunkte keine leichte Aufgabe.

Zentrale Kontrolle sorgt für Entlastung

An dieser Stelle setzen Unified-Endpoint-Management-Systeme (UEM) an. Administratoren können mit ihrer Hilfe alle Endgeräte in der IT-Umgebung verwalten und konfigurieren. UEM-Lösungen haben ihren Ursprung in Mobile-Device-Management- (MDM) und Enterprise-Mobility-Management-Systemen (EMM). Beide Vorgänger haben sich immer mehr in Richtung zentrales Management aller Endpoints im Unternehmen entwickelt, sodass der Sammelbegriff UEM angebrachter erscheint.

UEM-Lösungen sind entweder als On-Premises-System oder als Cloud-basierte Dienste verfügbar. In beiden Fällen stellen sie eine einheitliche Plattform zur Verwaltung aller Endgeräte im Firmennetzwerk bereit. Zum Funktionsumfang zählen zum Beispiel die Inventarisierung der vorhandenen Geräte und der installierten Software, Remote-Zugriff und -Support sowie automatisierte Softwareverteilung und das Durchführen von Updates für Firmwares, Betriebssysteme und Anwendungen. Zudem lassen sich die Endpunkte vor Sicherheitsbedrohungen schützen, darunter etwa der unbefugte Zugriff auf geschäftskritische Informationen. Monitoring, Logging sowie Backup und Recovery zählen ebenfalls zum Funktionsumfang. Je nach UEM-Lösung wird der Zugriff auf die betreffenden Endgeräte agentenbasiert oder agentenlos realisiert.

Der Einsatz derartiger Plattformen bringt für Administratoren eine Reihe an Vorteilen mit sich. So entlastet sie der zentrale Echtzeitüberblick über die Endpoints in Verbindung mit weitgehenden Automatisierungsmöglichkeiten deutlich von zeitintensiven und repetitiven Einzelprozessen. Sicherheitsvorgaben, gesetzliche Richtlinien und unternehmensspezifische Policies lassen sich ohne übermäßigen Aufwand für alle Endpunkte festlegen, aktualisieren und überprüfen. Kommen neue Endgeräte hinzu, können Administratoren diese schnell ins Firmennetzwerk einbinden und individuell für den jeweiligen Nutzer einrichten. Standardisierte Konfigurationen erleichtern dies zusätzlich und vereinfachen zudem die Behebung von Störungen oder anderen Problemen.

Cloud-basiertes UEM ist stark gefragt

Wie die Marktforscher von Gartner in ihrem „Magic Quadrant for UEM Tools 2022“ prognostizieren, werden bis zum Jahr 2025 rund 90 Prozent aller UEM-Plattformen aus Cloud-basierten Angeboten bestehen. Aktuell liegt dieser Anteil laut Gartner bei rund 50 Prozent. Die Marktforscher sehen mehrere Gründe für diese Entwicklung, darunter die zunehmende Akzeptanz hybrider und Remote-Arbeitsmodelle sowie die optimierte Integration in Endpoint-Analytics- und -Security-Tools. Zudem spielt die hohe Nachfrage der Unternehmen nach einer zentralen UEM-Plattform eine wichtige Rolle.

Trotzdem bleibt das Wachstum im UEM-Markt überschaubar und wird vor allem durch die Konsolidierung disparater und OS-zentrischer Tools sowie der Implementierung von Frontline-Worker-Technologien angetrieben. Gartner geht davon aus, dass UEM- und Digital-Employee-Experience-Tools bis 2027 konvergieren werden. Dies könnte den menschlichen Verwaltungsaufwand zusätzlich um bis zu 40 Prozent reduzieren.

(ID:48709708)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Netzwerktechnik, IP-Kommunikation und UCC

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung