Die Softwareentwicklung ist ein komplexes Feld voller möglicher Hürden und Fallstricke. Developer müssen nicht nur spezifische Vorgaben erfüllen und möglichst fehlerfrei arbeiten, sondern auch Funktionsfähigkeit und Performance ihres Projekts sicherstellen. Testing ist ein nützliches Hilfsmittel, um eine Anwendung auf Qualität, Leistung und bestmögliche Fehlerfreiheit zu überprüfen.
Wer die Software-Qualität sicherstellen möchte, kommt ums Testen und Scannen der Software-Komponenten nicht herum.
Testing (auch „Softwaretesting“) überprüft Software bereits während ihres Entwicklungsprozesses auf die Einhaltung verschiedener Anforderungen, wie zum Beispiel Funktion, Qualität oder Performance. Sinn derartiger Verfahren ist die möglichst reibungslose, pünktliche und fehlerfreie Inbetriebnahme neu entwickelter Software. Die spätere Fehlerbehebung ist nicht immer einfach und kann möglicherweise zu Problemen mit Kunden führen. Testing soll das Potenzial für derartige Schwierigkeiten bereits im Vorfeld minimieren. Es ist Teil des Qualitätsmanagements von Softwareprojekten.
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Variantenreich und unverzichtbar
Modernes Testing findet kontinuierlich statt und beginnt bereits in der Designphase einer Software. Es wird während der Entwicklung beibehalten und auch noch während des produktiven Einsatzes der Anwendung durchgeführt. Es gibt aber zahlreiche Test-Philosophien und Test-Strategien, die meist spezifische Ziele verfolgen und sich oftmals stark voneinander unterscheiden. Die Tests an sich werden entweder manuell von Testern durchgeführt oder automatisiert abgewickelt. Letzteres ist deutlich zuverlässiger, da menschliche Fehler ausgeschlossen sind und der Ablauf immer gleichbleibend, schnell und reproduzierbar ist. In beiden Fällen hängt die Qualität der Ergebnisse stark vom jeweiligen Testskript ab.
Grundsätzlich ist ein erfolgreicher Test keine Garantie für Fehlerfreiheit – er belegt lediglich, dass die geprüften Vorgaben erreicht wurden. Der bekannte niederländische Informatiker Edsger Wybe Dijkstra prägte dazu den Satz: „Durch Testen kann man stets nur die Anwesenheit, nie aber die Abwesenheit von Fehlern beweisen.“
Testing-Ablauf im Überblick
Bevor ein Softwaretest durchgeführt wird, sind zunächst einige vorbereitende Schritte nötig. Dazu zählt die Definition der Testumgebung, das Festlegen von Testfällen sowie das Verfassen der nötigen Skripte. Nach der Testdurchführung folgen die Analyse der Ergebnisse sowie deren Zusammenfassung in Form von Fehlerberichten. Für kleinere Projekte können manuelle Testverfahren ausreichend sein, bei umfangreicheren Projekten kommen aber meist Tools für automatisiertes Testing zum Einsatz. Letztere umfassen häufig die Systemebene, die Programmierschnittstelle („Application Programming Interface“, API) sowie die Benutzeroberfläche („User Interface“, UI).
Während manche Teams auf selbstentwickelte Testing-Tools setzen, gibt es auch zahlreiche Anbieter entsprechender Lösungen. Sie bieten einen umfangreichen Funktionsumfang, um die Anforderungen moderner Softwareentwicklung möglichst breit abzudecken. Ein Beispiel dafür ist eine effiziente Testautomatisierung, die bereits in den Bereitstellungsprozess integriert ist. Auf diese Weise werden Builds umgehend unter die Lupe genommen und in den zuvor definierten Testumgebungen validiert. Dies liefert bereits zu einem frühen Zeitpunkt realitätsnahe Ergebnisse und reduziert damit mögliche Risiken. Zum Funktionsumfang von Testing-Lösungen zählen auch der Einsatz virtueller Testumgebungen, eine zentrale Verwaltung sämtlicher Testressourcen, die Dokumentation und Nachverfolgung von Fehlern und deren Auswirkungen sowie Sicherheitsfunktionen, um Compliance-Anforderungen gerecht zu werden. Auch KI-getriebene Verfahren kommen in letzter Zeit verstärkt zum Einsatz.
Automatisierung nimmt zu
Der Markt für Testing-Lösungen entwickelt sich positiv und soll laut Zahlen der Marktforscher von Techavio bis 2027 ein Gesamtvolumen von rund 15,9 Milliarden US-Dollar erreichen. Die jährliche Wachstumsrate („Compund Annual Growth Rate“, CAGR) wird von den Experten auf 9,22 Prozent beziffert. Laut des „State of Testing Reports 2024“ von PractiTest sind automatisierte Tests stark auf dem Vormarsch. Nur 9 Prozent aller befragten Entwickler verzichten völlig auf derartige Testverfahren. Ein vollständiger Ersatz für manuelle Tests ist aber noch nicht absehbar: Lediglich 2 Prozent gaben an, dass Automatisierung ihre manuellen Verfahren vollständig ersetzt hat.
Wie Daten von Statista zeigen, wurden 2023 vor allem Unit Tests durchgeführt. Sie erfolgen nah am Quellcode und testen einzelne Methoden oder Funktionen der verwendeten Klassen, Komponenten oder Module. Auf dem zweiten Rang folgen nur knapp dahinter Funktionstests, die sich auf die Überprüfung der Erfüllung spezifischer Anforderungen konzentrieren. Integrationstests zur Sicherstellung des reibungslosen Zusammenspiels von beispielsweise Modulen oder Diensten folgen auf dem dritten Rang, während Perfomancetests auf dem vierten Rang ebenfalls häufig zum Einsatz kommen.
Die Award-Gewinner aller Kategorien aller Insider-Portale sowie die Impressionen unseres Gala-Abends zeigt unsere Bildergalerie:
Und wie immer gibt es von unserem Galaabend der Verleihung der IT-Awards 2024 natürlich auch ein stimmungsvolles Video:
Stand: 08.12.2025
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