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Die Besonderheit: Split Multi-Link Trunking

Eine Besonderheit des Avaya-Portfolios ist die so genannte „Split Multi-Link Trunking“-Technik (SMLT). Diese Aggregationstechnik wurde von Avaya im Jahr 2001 eingeführt. Sie erweitert die Norm IEEE 802.3ad für das Multi-Link-Trunking-Protokoll (MLT).
SMLT lässt zwischen zwei Switches und deren Gegenstellen – Switches und Server beispielsweise – mehrere physikalische Verbindungen in einem Netz zu. Sie werden zu einer logischen Verbindung.
Das erlaubt, die Netzwerklast zwischen verfügbaren Verbindungen zu verteilen; der Netzwerkpfad bekommt eine größere Bandbreite. Allerdings ist die Link-Aggregation darauf beschränkt, alle physikalischen Netzwerkschnittstellen (Ports) auf einer Seite des Netzwerks an den gleichen Switch anzuschließen. Die von Nortel entworfenen Protokolle SMLT, DSMLT und RSMLT heben diese Restriktion auf. Sie erlauben die physikalischen Anschlüsse auf zwei Switches auf einer Netzwerkseite zu verteilen.
Die Technik für Mehrfachverbindungen bügelt somit die Einschränkungen des Spanning Tree Protokolls aus, erlaubt aber dennoch eine Verfügbarkeit von 99,999 Prozent. Der Switch VSP 9000, der für Switch-Cluster und lossless Unified Fabric konzipiert ist, unterstützt dieses Verfahren.
Vorzüge und Einschränkungen bei Avaya
Trotzdem kommen die Gartner-Analysten Singh und Real zu dem Schluss, dass Avaya noch einige Features fehlen, um im Markt für Datacenter-spezifische Ethernet-Switches für Furore zu sorgen. Zudem kommuniziert das Unternehmen nur unzureichend seine Rechenzentrum-Strategie; Kunden wie Verkäufer sind nicht informiert.
So habe die potenzielle Kundschaft Avaya schlichtweg nicht auf dem Radar, wenn es um Kaufentscheidungen geht. Es fehle eine verständliche Roadmap, die die wichtigsten Herausforderungen der Rechenzentren adressiere und verdeutliche, wie Avaya den Markt penetrieren wolle, so sie Studie.
Allerdings sei die Ausgangslage nicht schlecht. Die Nortel-Produkte sind verbreitet und bekannt für ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Zudem verbrauchen sie vergleichsweise wenig Strom und seien auch deshalb Rechenzentrums-tauglich. So könne Avaya seine Channel-Partnerschaften durchaus ausbauen.
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