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Erweiterte Standardausstattung erleichtert die Systemkonsolidierung Congatec integriert Hypervisor auf x86-Computer-on-Modules

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Bislang bot Congatec für seine x86-basierte Computer-on-Modules (COMs) den Hypervisor als Ergänzung an. Jetzt wird er in die Firmware implementiert und gehört damit zur Standardausstattung, was die Einstiegsbarriere in die Systemkonsolidierung automatisch verringert.

Congatec vereinfacht die Systemkonsolidierung mit direkter Integration des Hypervisors auf x86-COMs.(Bild:  Congatec)
Congatec vereinfacht die Systemkonsolidierung mit direkter Integration des Hypervisors auf x86-COMs.
(Bild: Congatec)

Congatec integriert den Hypervisor ab sofort in alle neuen x86-COMs. Die dadurch vereinfachte Echtzeitvirtualisierung helfe Kunden, mit der Systemkonsolidierung Kosten zu senken, die Systemanzahl zu reduzieren sowie Systemgröße, Gewicht und Stromverbrauch (SWaP; Size, Weight and Power) zu verringern.

„Die Konsolidierung wird durch die direkte Einbindung des Hypervisors deutlich einfacher. Die Möglichkeit, mehrere Betriebssysteme, einschließlich Echtzeitbetriebssysteme, parallel und mit maximaler Effizienz laufen zu lassen, wird ein entscheidender Mehrwert für unsere Kunden sein“, sagt Andreas Bergbauer, Manager Solution Management bei Congatec. „Unsere Module sind damit applikationsfertiger als jede andere Lösung des Wettbewerbs. OEM reduzieren ihren NRE-Aufwand und kommen schneller auf den Markt. Noch nie war es so einfach, die Vorteile der Systemkonsolidierung zu nutzen, wie mit unserem Hypervisor-on-Module.“

Durch die optimale Zuweisung von Betriebssystemen (und Anwendungen) auf mehrere Prozessorkerne könne das Funktionsangebot erweitert und auf ein einziges System konsolidiert werden. Auch würden sich die Ressourcen von Multicore-Systemen dadurch vollständig ausschöpfen lassen. Die Folgen seien höhere Effizienz und geringerer Energieverbrauch, wodurch OEM mehr Funktionen effizienter in einem einzigen konsolidierten System umsetzen könnten. Die Reduzierung der benötigten Hardware, Verkabelung sowie der Systemgröße, des Gewichts und des Stromverbrauchs (SwaP) ergebe Kostenvorteile. So könnten OEM sogar kritische Echtzeit- und Nicht-Echtzeitanwendungen parallel auf einem einzigen x86-COM konsolidieren.

Mit dem Hypervisor seien Entwickler in der Lage, mehrere Betriebssysteme gleichzeitig auf einem einzigen COM auszuführen. Jedem Betriebssystem werde ein eigener Kern oder eine eigene Gruppe von Kernen und E/As (wie PCIe, Ethernet, USB) zugewiesen, sodass jedes Betriebssystem völlig unabhängig von den anderen laufe. Das Booten oder der Ausfall eines Betriebssystems habe keinerlei Auswirkungen auf die anderen Betriebssysteme. Mit dem Hypervisor würden Kunden zudem von einem vorqualifizierten Software- und Hardwarepaket für ihre Echtzeitanwendungen profitieren, da das Echtzeitverhalten der Congatec-Module bereits verifiziert sei.

Als optionales Add-on unterstützt der Hypervisor auch Nested Virtualisierung, mit der es möglich sei, Container und weitere virtuelle Maschinen (VMs) innerhalb einer VM zu betreiben, anstatt auf der physischen Hardware. Dies biete eine hohe Virtualisierungsflexibilität. Einzelne Workloads könnten voneinander entkoppelt werden, beispielsweise um die Zuverlässigkeit zu erhöhen oder Container (oder andere Virtualisierungslösungen) innerhalb einer VM auszuführen.

Congatec zufolge unterstützt der Hypervisor folgende Betriebssysteme standardmäßig: Microsoft Windows 10 und 11, Debian, Ubuntu, VxWorks, Xenomai, TenAsys Intime distributed RTOS, QNX Neutrino, Echtzeit-Linux. Die Unterstützung weiterer Betriebssysteme sei auf Anfrage jederzeit möglich. Unterschiedliche Betriebssysteme könnten parallel in verschiedenen Ausführungsmodi laufen und jede Kombination von SMP und Single-CPU, 32-bit und 64-bit sei möglich.

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