ChatGPT kann auch dazu genutzt werden komplexere Protokolle, Fragmente oder Firewall-Logs auf verdächtige Aktionen zu durchsuchen. Dadurch lassen sich auch unübersichtliche, komplexe oder unvollständige Daten zur Informationsgewinnung nutzen.
ChatGPT kann nicht nur nette Texte schreiben, das KI-Tool kann sogar Admins dabei helfen, komplexe Protokolldateien und Firewall-Logs zu analysieren und sogar Phishing-E-Mails erkennen.
(Bild: Supatman - stock.adobe.com)
ChatGPT verfügt durchaus über Wissen, mit dem erfahrene Sicherheitskräfte, aber auch unerfahrene Admins Protokolldateien auf verdächtige Aktionen hin untersuchen lassen können. Dadurch können durchaus wertvolle Informationen gewonnen werden. Wir zeigen in diesem Beitrag einige Beispiele, die auch mit der kostenlosen Version von ChatGPT genutzt werden können. Besser geeignet ist ChatGPT Plus, da hier durch den Einsatz von GPT-4, dem Internetzugang von ChatGPT und auch den verfügbaren Plugins sehr viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Allerdings muss bei der Verwendung von ChatGPT darauf geachtet werden, dass der KI-Bot die eingegebenen Daten für das Training des eigenen Modells verwendet. Unternehmen, die ChatGPT Enterprise buchen, haben dieses „Risiko“ nicht, da hier die Daten nicht für das Training zum Einsatz kommen.
Einfaches Beispiel für die Analyse einer Firewall-Protokolldatei
Durch das Einfache Kopieren des Teiles einer Protokolldatei in die Zwischenablage und das Erstellen eines Promptes nach der Art „Analyse dieses Firewall-Protokoll: Liegt deiner Meinung nach ein Angriff vor?“ beginnt ChatGPT auch komplexere Protokolle zu analysieren und das Ergebnis auszugeben. Hier fasst ChatGPT auch die TCP-Verbindungen zusammen, erkennt blockierte Verbindungen und zeigt interne und externe IP-Adressen auf, die Verbindungen initiieren.
Gibt ChatGPT nicht ohnehin bereits Empfehlungen, ist es möglich mit einem weiteren Prompt die KI zu bitten, welche Verbesserungen es an der Firewall geben könnte. Es schadet in diesem Zusammenhang auch nicht den Typ der Firewall anzugeben, da die KI hier noch spezifischer agieren kann. Es ist an dieser Stell auch möglich allgemeingefasstere Informationen zu erhalten, zum Beispiel durch Eingabe von „Analysiere diese Protokolleinträge. Im Nachgang erstellt ChatGPT eine genaue Analyse und gibt auch Handlungsempfehlungen zum Umgang mit den Einträgen.
ChatGPT unterstützt auch nach Cyberattacken
Tritt eine Cyberattacke auf, gibt es nicht in allen Unternehmen sofort kompetente Berater, die schnell die richtigen Tipps an die Hand geben. Hier kann ChatGPT dabei helfen eine strukturierte Vorgehensweise zu etablieren. Wurde zum Beispiel durch einen Cyberangriff Ransomware im Netzwerk installiert, können Admins ChatGPT nach der jetzt besten Vorgehensweise fragen. Gerade bei solchen Vorfällen ist eine strukturierte Vorgehensweise enorm wichtig und das Prompt „In unserem Netzwerk wurde Ransomware entdeckt. Was sollen wir jetzt am besten tun, welche Vorgehensweise empfiehlst du?“ gibt es erste Hilfen an die Hand.
Große Protokolldateien überprüfen: Ask your PDF
Größere Protokolldateien können nicht einfach in das Chatfenster von ChatGPT kopiert werden. Das würde den Umfang sprengen. Es gibt allerdings beim Einsatz von ChatGPT Plus oder Enterprise die Möglichkeit mit Plug-Ins zu arbeiten. Eines dieser Plugins ist „Ask your PDF“. Dieses können ChatGPT-Kunden einfach im Plugin-Store installieren. Danach kann es im Chatfenster ausgewählt werden. Der Vorteil dieses Plugins ist, dass sich damit auch sehr große Protokolldateien analysieren und durchsuchen lassen. Alles was dazu notwendig ist, das ist das Speichern der Protokolle als einfache PDF-Datei. Ist Ask your PDF als Plugin im Fenster von ChatGPT geladen, erfolgt zunächst die Eingabe von „upload a pdf“.
Danach kann in ChatGPT der Upload der PDF-Datei erfolgen, welche die Protokolldateien umfasst. Die PDF kann dabei auch sehr groß werden. Wenn die Datei hochgeladen ist, analysiert sie ChatGPT. Im Anschluss erscheint eine Dokument-ID für die hochgeladene PDF. Im ChatGPT-Fenster kann danach mit „Analysiere die Datei mit der ID“ und die Angabe der ID diese Datei durchsucht und durch die KI analysiert werden. Das geht zum Beispiel auch mit Protokolldateien aus Active Directory oder anderen Diensten.
Nach der ersten Analyse des kompletten Dokumentes können auch gezielte Fragen gestellt werden. Beispiele dafür sind „Zeige mir potenzielle Schwachstellen der Firewall“ oder im Fall von AD-Protokollen: „Gibt es Probleme in der AD-Struktur?“, oder „Was sind die Inhaber der FSMO-Rollen?“. Es gibt viele weitere Beispiele. Sobald ChatGPT die Protokolldateien eingelesen hat, lässt sie sich für die weitere Analyse nutzen. So kann zum Beispiel mit „Findest du Fehler in der Umgebung, die auf einen Cyberangriff hindeuten können“ überprüft werden, ob die KI Inkonsistenzen entdeckt, die genauer analysiert werden sollten. In vielen Fällen gibt ChatGPT in diesem Fall noch weitere Hinweise, wie PowerShell-CMdlets zur Analyse von Windows-Servern.
Stand: 08.12.2025
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Phishing mit ChatGPT erkennen
Neben Prototkolldateien ist es mit ChatGPT auch möglich Phishing-E-Mails zu erkennen. Das können auch Anwender selbst erledigen, da das auch mit der kostenlosen Version von ChatGPT funktioniert. Alles was dazu notwendig ist, ist das Kopieren des E-Mail-Textes in das Fenster und das Prompt: „Handelt es sich bei dieser E-Mail um Phishing“. Die Chance ist groß, dass ChatGPT zumindest Hinweise geben kann, ob es sich bei einer E-Mail um Phishing handelt.