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Trends und Vorhersagen von Juniper Networks Asynchronous Wide Area Network & Shortest Path Tree (SPT)

Ein Gastkommentar von Sally Bament und Karen Falcone 5 min Lesedauer

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Sally Bament ist Vice President Cloud & Service Provider Marketing bei Juniper Networks und nennt gemeinsam mit Ihrer Kollegin Karen Falcone, Senior Director of Product Marketing for AI-driven SD-WAN and Service Provider as a Channel, die aus Juniper-Sicht wichtigsten Trend des jungen Jahres.

Sally Bament und Karen Falconevon Juniper Networks verraten ihre Sicht darauf, wie sich das noch junge Jahr in Sachen IT entwickeln wird.(Bild:  © vectorfusionart - stock.adobe.com)
Sally Bament und Karen Falconevon Juniper Networks verraten ihre Sicht darauf, wie sich das noch junge Jahr in Sachen IT entwickeln wird.
(Bild: © vectorfusionart - stock.adobe.com)

Dual Vendor SASE

Das Jahr 2024 wird einen Paradigmenwechsel in der Netzwerkbranche einläuten. Zwar haben Sicherheits- und Netzwerkteams begonnen, die Kluft zwischen sich zu überbrücken, doch bleibt der Großteil weiterhin deutlich voneinander getrennt. Dennoch wird Dual Vendor SASE wird nicht nur Einzug halten, sondern die Branche dominieren, da Unternehmen sich um die Vereinbarkeit ihrer Anforderungen bemühen. Bei diesem Ansatz geht es nicht nur um Sicherheit, sondern er zeugt auch von der strategischen Intelligenz der Unternehmen beim Navigieren auf einem sich schnell entwickelnden technologischen Markt.

Intelligentes Routing

Angesichts steigender Netzwerkanforderungen werden Unternehmen auch auf intelligentere Routing-Technologien setzen. 2024 wird Bandbreite im Fokus stehen. Mit zunehmendem Fokus auf revolutionäre Anwendungen wie KI-gesteuerte Roboter, Asset-Tracking und digitale Engagements, geraten traditionelle Bandbreitenplanungen ins Wanken. Die Zukunft gehört der Routing-Technologie, die mit KI-Funktionen, Session Awareness und Kosteneffizienz ausgestattet ist. Jedes Unternehmen, das kein intelligentes Routing in Betracht zieht, wird im digitalen Wettlauf ins Hintertreffen geraten.

AIOps als Voraussetzung für SD-WAN

Im Jahr 2024 ist AIOps kein Luxus mehr, sondern eine absolute Notwendigkeit und ein Unterscheidungsmerkmal für Unternehmen. Da die Netzwerke immer komplexer werden, sind Teams ohne KI-Unterstützung überfordert und können mit der Nachfrage nicht Schritt halten. AIOps wird das Geschäft verändern, indem es reaktive Prozesse in proaktive Strategien verwandelt und bislang unerreichte Benutzererfahrungen gewährleistet. Teams werden sich bei der Behebung von Netzwerkproblemen auf AIOps verlassen und schließlich den gesamten Prozess von reaktiv auf proaktiv umstellen. Dies wirkt sich positiv auf die Erfahrung der Endbenutzer aus.

Einheitliche Verwaltungslösungen

Netzwerkumgebungen werden immer komplexer, ein Trend, der sich auch in diesem Jahr und darüber hinaus fortsetzen wird. Diese zunehmende Komplexität zwingt Unternehmen dazu, die Effizienz und Effektivität ihrer Betriebsstrategien zu verbessern und sich dabei besonders auf die Optimierung der Nutzer (Mitarbeiter) zu konzentrieren. Folglich sind Unternehmen gezwungen, einheitliche Managementlösungen einzuführen – diese Lösungen werden zu einem unverzichtbaren Tool. Sie ermöglichen eine End-to-End-Transparenz, sodass potenzielle Probleme über eine einzige Schnittstelle schnell erkannt und behoben werden können. Dadurch steigern sie nicht nur die betriebliche Effizienz, sondern sind auch von zentraler Bedeutung für ein besseres Nutzererlebnis. Sie etablieren sich im Jahr 2024 als die Quintessenz des Netzwerkmanagements.

Cloudbasierte Verwaltungslösungen

Da die Bandbreitenkosten in die Höhe schnellen und die Nachfrage nach verbesserter Netzwerkverfügbarkeit und -leistung rapide ansteigt, werden Unternehmen Lösungen bevorzugen, die den größten Nutzen für ihre Investitionen bieten. 2024 werden cloudbasierte Managementlösungen daher nicht mehr nur eine Option, sondern unverzichtbar sein. Ihre Vorteile – vom einfachen Zugriff und zentraler Transparenz bis hin zu schnellen Technologieimplementierungen und robuster Sicherheit – machen sie zum Standard in der Netzwerkverwaltung.

Managed SD-WAN

MSPs werden im Jahr 2024 entscheidend für das SD-WAN-Wachstum sein und nicht mehr nur als Zulieferer fungieren. Ihr Know-how war die Grundlage für den Erfolg und die Expansion von SD-WAN-Implementierungen. Während sich ihre Rolle weiterentwickelt, werden sie auch weiterhin als Wegweiser für Unternehmen fungieren und sie fachkundig durch komplexe Bandbreitenerweiterung, Leistungssteigerung und Kostenoptimierung leiten. Unternehmen, die das umfangreiche Wissen und den strategischen Scharfsinn von MSPs nicht nutzen, laufen Gefahr, im Wettbewerb um die SD-WAN-Entwicklung den Anschluss zu verlieren.

800G-Netzwerke als „Heldentechnologie“

2024 werden datenintensive Anwendungen und Dienste weiter zunehmen. 800G-Netzwerke werden sich hier als „Heldentechnologie“ erweisen, da die globale Industrie gezwungen ist, den Bandbreitenbedarf und die steigenden Latenzzeiten zu bewältigen, die durch datenintensive Anwendungen verursacht werden. Cloud-Anbieter, Telekommunikationsanbieter und Betreiber von Rechenzentren werden diese Entwicklung anführen und die Kapazitäten zur effizienten Verarbeitung komplexer, umfangreicher Daten ohne Kompromisse ausbauen. Die Anwendungen von 800G umfassen Anwendungsfälle in den Bereichen Core, Peering, Data Center Interconnect (DCI), Data Center Edge, Edge Aggregation und AI Data Center Networking. Damit sind Betreiber in der Lage, ein nachhaltiges Wachstum zu bewältigen und gleichzeitig ein Gleichgewicht zwischen Kapazitätserweiterung, ökologischer Nachhaltigkeit und Kostenmanagement herzustellen.

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Nachhaltigkeit beeinflusst das Kaufverhalten

Zusätzlich zu den betrieblichen Auflagen verschärfen sich die behördlichen Auflagen für die Branche, insbesondere in Europa und den USA. Anbieter, die nicht nachweisen können, dass ihre Produkte nicht nur energieeffizient, sondern auch recycelbar und umweltfreundlich sind, werden bei Kaufentscheidungen deutlich im Nachteil sein. Gerade Energieeffizienz ist von entscheidender Bedeutung, weil Energiekosten steigen und leistungsintensive Technologien wie KI immer beliebter werden. Dementsprechend wird der Fokus der Industrie auf der Optimierung von Energie und Fläche liegen, um sicherzustellen, dass die verkauften und eingesetzten Produkte den Kundenanforderungen entsprechen. Die Kreislaufwirtschaft wird auch ein grundlegender Aspekt bei der Weiterentwicklung der Netzwerktechnologie sein. Die Reduzierung schädlicher Materialien sowie die Erhöhung des Recyclinganteils und der Produktlebensdauer werden in der Netzwerkbranche Einzug halten und die Beschaffungs- und Betriebspraktiken prägen. Der Begriff „green networking“ wird allgegenwärtig sein, und die Unternehmen und ihre Lieferkette werden sich an Maßstäben orientieren müssen, die mit wissenschaftlichen Erkenntnissen übereinstimmen und einen echten Beitrag zu den globalen Nachhaltigkeitsbemühungen leisten.

Standortbasierte Automatisierung mit cloudbasiertem AIOps

2024 besteht die Herausforderung für Netzbetreiber darin, ein optimales Gleichgewicht zwischen der Aufrechterhaltung von standortbasierten AIOps-Lösungen und der Integration von cloudbasierten AIOps-Praktiken zu finden – und gleichzeitig die Dynamik interner und externer Partnerschaften zu steuern. Die anfänglichen Automatisierungsbemühungen werden größtenteils vor Ort bleiben, wohingegen später die Erforschung und Übernahme von cloudbasierten AIOps-Lösungen zunehmen wird. Dieses neue Gleichgewicht wird durch – aber nicht nur – eine Vielzahl von Faktoren bestimmt, darunter Sicherheitsüberlegungen, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die Verwaltung von Daten. Auf der anderen Seite wächst das Interesse an den Vorteilen von cloudbasierten AIOps.

Sally Bament.(Bild:  Juniper Networks)
Sally Bament.
(Bild: Juniper Networks)

Karen Falcone.(Bild:  Juniper Networks)
Karen Falcone.
(Bild: Juniper Networks)

Unternehmen bewegen sich auf einem schmalen Grat und verfolgen einen sorgfältig ausgearbeiteten Ansatz, der nicht nur Probleme mit den Kunden verringert, sondern auch die Kundenbindung stärkt und damit mit den allgemeinen Unternehmenszielen übereinstimmt. Es ist zu erwarten, dass sich der Diskurs über Automatisierung deutlich verschieben wird, weg von einer primären Fokussierung auf Kostensenkungen hin zu einer verstärkten Ausrichtung auf die Effizienzsteigerung der Abläufe und der Verbesserung der Endbenutzererfahrung.

Über die Autorinnen

Sally Bament ist Vice President Cloud & Service Provider Marketing bei Juniper Networks.

Karen Falcone ist Senior Director of Product Marketing for AI-driven SD-WAN and Service Provider as a Channel und arbeitet ebenfalls für Juniper Networks.

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