Mobile-Menu

App Assure und Hardware-Kompatibilität Windows-10-Support läuft aus

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Version 22H2 von Windows 10 wird die letzte ihrer Art sein. Beim Ablauf des Supports dieser Version im Herbst 2025 sollte ein Umstieg auf Windows 11 bereits erfolgt sein. Microsoft-Managerin Franziska Divis erläutert die Hintergründe und warum es sinnvoll ist, frühzeitig zu agieren.

Der Wechsel auf ein neues Windows verläuft nicht immer reibungslos.(Bild:  Serhii - stock.adobe.com)
Der Wechsel auf ein neues Windows verläuft nicht immer reibungslos.
(Bild: Serhii - stock.adobe.com)

So viel ist klar: Je größer ein Unternehmen, desto komplexer gestaltet sich der Wechsel des Betriebssystems. So auch beim Umstieg von Windows 10 auf Windows 11, falls dieser noch ansteht.

Im kommerziellen Umfeld endet der Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025. Das kommt im Zweifel schneller als gedacht.

Franziska Divis, DACH Go to Market Director, Microsoft Deutschland

Da Windows 10 Version 22H2 die letzte Windows-10-Version sein wird, sollten Unternehmen zeitnah die Aktualisierung zu Windows 11 einplanen. Diese muss ohnehin bis spätestens Oktober 2025 abgeschlossen sein, wenn Windows auf den Systemen weiterhin als supportetes Betriebssystem zum Einsatz kommen soll.

Projektdauer

„Als Richtwert kann man sagen, ein mittelgroßes Unternehmen, mit sagen wir 300 Seats, muss durchaus mit etwas über einem Jahr Umsetzungszeit kalkulieren, angefangen bei der Inventarisierung der Endpoints, über die Prüfung der Upgradefähigkeit bis zur DSGVO-gerechten Entsorgung der Altgeräte“, taxiert Franziska Divis, DACH Go to Market Director bei Microsoft Deutschland.

Franziska Divis, DACH Go to Market Director, Microsoft Deutschland(Bild:  Microsoft)
Franziska Divis, DACH Go to Market Director, Microsoft Deutschland
(Bild: Microsoft)

Hardware-Kompatibilitat

Über acht Millionen PCs sind in Deutschland laut der Managerin nicht upgradefähig, was hauptsächlich an der Hardware liegt, die aktuellen Sicherheitsanforderungen nicht mehr gerecht wird. „Hier gilt es rechtzeitig Lösungen anzupeilen“, so Divis. Außerdem sind die Mitarbeiter an Bord frühzeitig einzubinden und gegebenenfalls zu schulen. Der Beschaffungsprozess an sich will geplant und budgetiert werden. Die Rollout-Phase bindet weitere Ressourcen im IT-Team und was Altgeräte angeht, gilt es die Hardware zu entsorgen und Datenträger DSGVO-konform zu löschen. Es gibt also jede Menge zu tun, bis zum Stichtag, den 14. Oktober 2025, wenn der Support für Windows 10 im kommerziellen Umfeld endet. „Das kommt im Zweifel schneller als gedacht“, so Divis, im Hinblick auf die bis dahin zu leistende Arbeit.

Nachfolgeversionierung

Die Managerin, die seit drei Jahren bei Microsoft arbeitet, war zuvor 20 Jahre im Sales und Marketing bei Intel. Divis weiß noch gut, dass damals, zur Windows-10-Einführung, noch die Rede davon war, dass dies das letzte Windows sein und das dann fortlaufend upgedatet wird. Man könne vor diesem Hintergrund Windows 11 aber auch als Update – nicht Upgrade – verstehen, zumal es – natürlich abhängig von den jeweiligen Details in den Lizenzvereinbarungen – häufig kostenlos verfügbar ist.

Microsoft veröffentlicht derzeit halbjährlich Feature-Updates. Divis rechnet pragmatisch mit weiteren Versionen, aber: „Wie wiederum die Nachfolgeversion von Windows 11 heißen wird, steht noch in den Sternen. Hier von ‚Windows 12‘ zu sprechen, wäre mehr oder weniger Kaffeesatzleserei“.

Dass nicht jede Hardware Windows-11-tauglich ist, liegt naturgemäß an steigenden Hardwareanforderungen, die beispielsweise mit erweiterten Sicherheitsanforderungen und der Integration von KI einhergehen. Divis meint hier beispielsweise Windows und M365 Copilot. Dieser Zug in Richtung KI sei nicht mehr aufzuhalten.

Anwendungskompatibilität

Microsoft hilft beim Umstieg unter anderem mit App Assure, das die Anwendungskompatibilität von Windows 10 auf Windows 11 gewährleistet. Erfahrungswerte beim Wechsel zu Windows 11 sind laut Divis: „Die App-Kompatibilität liegt bei über 99,7 Prozent. Es können dieselben Tools und Prozesse wie bei Windows 10 genutzt werden. Der Bedarf Dateien zu packen, zu vervielfältigen und dann zu verteilen, entfällt. Die Arbeit des Endbenutzers wird selten unterbrochen, da die Software einfach im Hintergrund heruntergeladen und installiert wird und den Benutzer benachrichtigt, wenn das Gerät bereit ist.“ Damit es so reibungslos läuft, muss aber die Hardware kompatibel sein – so viel ist klar.

(ID:49719270)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Netzwerktechnik, IP-Kommunikation und UCC

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung