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Definition Was ist Zero-Trust-Segmentierung (ZTS)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Zero-Trust-Segmentierung ist ein Funktionselement in einer Zero-Trust-Architektur. Beim Zero-Trust-Ansatz gilt kein Gerät, keine Anwendung und kein User innerhalb oder außerhalb eines Netzes als vertrauenswürdig. Dementsprechend sind Maßnahmen zur Authentifizierung und Prüfung aller Anwender, Dienste und Zugriffe implementiert. ZTS sorgt für die Isolierung von Nutzern, Geräten, Anwendungen und Workloads und verhindert das weitere Ausbreiten von Sicherheitsverletzungen.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - stock.adobe.com)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - stock.adobe.com)

Zero-Trust-Segmentierung (ZTS) ist ein noch recht junger Begriff. Es handelt sich um ein Konzept und ein Funktionselement aus dem Umfeld der Zero-Trust-Stragegie. Zero Trust besagt, dass kein Gerät, keine Anwendung und kein User innerhalb oder außerhalb eines Netzwerks vertrauenswürdig ist oder als grundsätzlich sicher gilt. Jede Interaktion muss authentifiziert und überprüft werden.

Mit der Zero-Trust-Segmentierung lässt sich das Risiko der Ausbreitung von Sicherheitsverletzungen reduzieren, indem Nutzer, Geräte und Workloads zuverlässig isoliert werden. Um IT-Ressourcen herum werden Mikroperimeter etabliert, die den Zugriff nicht autorisierter Dienste oder Anwender verhindern. Im Vergleich zu herkömmlicher Netzwerksegmentierung, wie sie beispielsweise mithilfe von Firewalls und VLANs realisiert wird, zeigt ZTS eine feinere Granularität und höhere Flexibilität. Zero-Trust-Segmentierung kann zusammen mit Zero-Trust-Netzwerkzugriff (ZTNA; Zero Trust Network Access) zum Einsatz kommen und eignet sich für hybride Infrastrukturen bestehend aus Cloud-Umgebungen und On-Premises-Rechenzentren.

Grundsätzliche Funktionsweise der Zero-Trust-Segmentierung

Die exakte technische Ausgestaltung der Zero-Trust-Segmentierung ist nicht standardisiert. Hersteller haben unterschiedliche Ansätze, wie sie ZTS und Netzwerksegmentierung umsetzen. Zur Realisierung der Zero-Trust-Segmentierung ist zunächst ein vollständiger Überblick über die komplette IT-Infrastruktur und ihre Dienste, Geräte, Anwendungen und User inklusive ihrer Interaktionen und der Datenflüsse notwendig. In einem zweiten Schritt werden Mikroperimeter dynamisch um die Ressourcen herum installiert. Die Policies der Mikroperimeter, die den Zugriff auf die Ressourcen regeln und den Datenverkehr kontrollieren, lassen sich zentral managen und in Echtzeit anpassen und zuweisen.

Vorteile durch ZTS

Vorteile durch den Einsatz von Zero-Trust-Segmentierung sind:

  • sorgt für eine konsequente Umsetzung des Zero-Trust-Ansatzes
  • verhindert laterale Netzwerkbewegungen und die weitere Ausbreitung von Sicherheitsverletzungen
  • schützt Dienste, Geräte, Anwendungen, Workloads und User
  • bietet fein granulare Kontrollen
  • eignet sich für hybride und Multi-Cloud-Umgebungen
  • Regeln lassen sich dynamisch in Echtzeit managen und anpassen
  • ermöglicht einen hohen Grad an Automation
  • ermöglicht schnelles Reagieren bei Sicherheitsvorfällen und das Eindämmen der Gefahrenlage
  • verbessert die Resilienz gegenüber Cyberangriffen

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