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Definition Was ist Subnetting?

Aktualisiert am 04.02.2025 Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber tutanch 3 min Lesedauer

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Subnetting bezeichnet die Methode, bei dem ein zusammenhängender IP-Adressraum in kleinere, logisch getrennte Netzwerke, sogenannte Subnetze, unterteilt wird. Diese Technik ermöglicht eine effizientere Nutzung von IP-Adressen und verbessert die Netzwerkverwaltung, Sicherheit und Performance.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - stock.adobe.com)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - stock.adobe.com)

Moderne Netzwerke erfordern eine effiziente Ressourcennutzung, um Leistungseinbußen und Sicherheitsrisiken zu minimieren. Subnetting ist dabei ein unverzichtbares Werkzeug, das es Administratoren ermöglicht, Netzwerke in logische Segmente zu unterteilen. Dies reduziert den Broadcast-Traffic, optimiert die Nutzung von IP-Adressen und verbessert die Skalierbarkeit von Unternehmensnetzwerken.

Subnetting wurde eingeführt, um der ineffizienten Nutzung von IPv4-Adressen entgegenzuwirken. Ursprünglich waren IP-Adressbereiche fest in Netzklassen (A, B, C) unterteilt, was zu einer unflexiblen und verschwenderischen Vergabe von IP-Adressen führte. Um dieser Problematik zu begegnen, wurde das Classless Inter-Domain Routing (CIDR) entwickelt, das flexiblere und effizientere Adresszuweisungen ermöglicht.

Vorteile des Subnettings in Unternehmensnetzwerken

  • 1. Optimierte Adressraum-Nutzung: Durch die granularere Aufteilung großer IP-Adressbereiche wird die Ressourcenverwendung maximiert.
  • 2. Netzwerksicherheit durch Segmentierung: Sensible Daten und geschäftskritische Systeme können durch gezieltes Subnetting voneinander isoliert werden.
  • 3. Reduzierung von Broadcast-Domänen: Kleinere Subnetze begrenzen Broadcast-Traffic, was zu einer verbesserten Netzwerkauslastung führt.
  • 4. Erhöhte Skalierbarkeit: Unternehmen können mit Subnetting ihre Netzwerke flexibel an wachsende Anforderungen anpassen.
  • 5. Effiziente Nutzung von IPv4: Angesichts der begrenzten IPv4-Adressen ist eine optimierte Zuweisung entscheidend.

Technische Umsetzung des Subnettings

Subnetting basiert auf der Manipulation der Subnetzmaske zur Definition der Netz- und Host-Bits innerhalb einer IP-Adresse. Ein praxisnahes Beispiel:

  • Eine /24-Netzmaske (255.255.255.0) ermöglicht 256 Adressen, wovon zwei für Netzwerk- und Broadcast-Adresse reserviert sind.
  • Eine /26-Netzmaske (255.255.255.192) unterteilt das /24-Netz in vier kleinere Subnetze mit jeweils 62 nutzbaren Host-Adressen.
  • Bei /30-Netzen (255.255.255.252) bleiben lediglich zwei Hosts pro Subnetz, ideal für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen.

Durch diese Segmentierung können Netzwerkausfälle und Sicherheitsrisiken minimiert werden, während gleichzeitig die Effizienz der Ressourcennutzung steigt.

Berechnung von Subnetzen

Die Wahl der Subnetzmaske beeinflusst die Anzahl verfügbarer Netzwerke und Hosts. Hier eine Übersicht typischer Masken:

Subnetting-Tabelle

Subnetting-Tabelle

CIDR-Notation Subnetzmaske Mögliche Hosts
/24 255.255.255.0 254
/26 255.255.255.192 62
/30 255.255.255.252 2
/22 255.255.252.0 1022
/16 255.255.0.0 65.534

Erweiterte Konzepte des Subnettings

Subnetting mit Supernetting kombinieren

Supernetting, auch als Route Aggregation bekannt, ermöglicht es, mehrere kleinere Subnetze zu einer einzigen Route zusammenzufassen. Dies reduziert die Größe der Routing-Tabellen und verbessert die Netzwerkeffizienz, indem unnötige Einträge vermieden werden.

Subnetting in IPv6-Netzwerken

IPv6 bietet eine grundlegend andere Herangehensweise an die Netzsegmentierung. Während IPv4-Subnetting darauf abzielt, knappe Adressen effizient zu verteilen, ermöglicht IPv6 mit 128-Bit-Adressen eine großzügigere Netzaufteilung. Standardmäßig werden IPv6-Adressen in /64-Subnetzen zugewiesen, was eine enorme Anzahl von Hosts pro Subnetz erlaubt und eine flexible Skalierung gewährleistet.

Dynamisches Subnetting

Durch den Einsatz von Technologien wie DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) können Subnetze automatisch verwaltet und zugewiesen werden. Dies ist besonders in Umgebungen mit häufig wechselnden Geräten oder dynamischen Netzwerkanforderungen von Vorteil.

Best Practices für effektives Subnetting:

  • Hierarchische Netzwerkplanung: Subnetze sollten logisch strukturiert werden, um Routing-Komplexität zu minimieren.
  • VLSM (Variable Length Subnet Masking) nutzen: Ermöglicht effizientere Adressvergabe durch unterschiedliche Subnetzgrößen innerhalb eines Netzwerks.
  • Adresskonflikte vermeiden: Subnetzdesign sollte mit bestehenden IP-Zuordnungen abgestimmt werden, um Fehlerquellen zu minimieren.
  • Subnetting mit VLANs kombinieren: Erhöht die Netzwerksegmentierung und verbessert die Sicherheitsarchitektur, indem bestimmte Geräte logisch voneinander getrennt werden.
  • Sorgfältige Dokumentation: Eine detaillierte Dokumentation der Subnetze hilft, spätere Netzwerkprobleme zu vermeiden und eine langfristige Skalierbarkeit zu gewährleisten.

Fazit:

Subnetting ist ein unverzichtbares Werkzeug für erfahrene Administratoren, um Netzwerke leistungsfähig, sicher und skalierbar zu gestalten. Die Wahl der passenden Subnetzmaske und eine durchdachte Segmentierung können die Effizienz und Performance erheblich steigern. Darüber hinaus helfen erweiterte Konzepte wie Supernetting und IPv6-Subnetting dabei, moderne Netzwerkinfrastrukturen optimal zu gestalten.

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