COPE ist ein Modell zur Bereitstellung von mobilen Geräten für Mitarbeiter eines Unternehmens. Geräte wie Laptops, Smartphones oder Tablets werden vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt und dürfen neben der beruflichen Nutzung auch für private Zwecke verwendet werden, ähnlich als wären es eigene Geräte. Im Gegensatz zum BYOD-Modell wählt das Unternehmen den Gerätetyp aus und bleibt Eigentümer des Geräts.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Das Kürzel COPE steht für "Corporate Owned, Personally Enabled". Ins Deutsche übersetzt bedeutet Corporate Owned, Personally Enabled "Eigentum des Unternehmens, privat freigegeben". Es handelt sich bei COPE um ein Modell zur Bereitstellung und Verwaltung von mobilen Geräten wie Laptops, Smartphones oder Tablets für Mitarbeiter eines Unternehmens. Die Mitarbeiter werden vom Unternehmen mit mobilen Geräten ausgestattet, die auch für private Zwecke ähnlich wie eigene Geräte genutzt werden dürfen.
COPE unterscheidet sich deutlich vom klassischen Bereitstellungsmodell von Unternehmen für IT-Equipment, bei dem die zugewiesenen Geräte ausschließlich geschäftlich genutzt werden dürfen. Das klassische Bereitstellungsmodell wird auch als COBO (Corporate Owned, Business Only) bezeichnet. In der Regel sind die im Rahmen des COPE-Modells zur Verfügung gestellten Geräte mit Mobilfunkverträgen ausgestattet, die ebenfalls für die private Nutzung freigegeben sind. Durch die günstigen Einkaufskonditionen der Unternehmen erhalten die Mitarbeiter attraktive Geräte mit aktueller Technik, die bei einer privaten Anschaffung wesentlich mehr kosten würden.
Die Mobilgeräte bleiben jedoch Eigentum des Unternehmens und werden von diesem verwaltet und sicherheitstechnisch gepflegt. Das Unternehmen kommt für die laufenden Nutzungskosten oder eventuelle Reparaturen auf. Unter Umständen ist es möglich, nach der aktiven Nutzungsphase der Geräte für das Unternehmen die gebrauchten Geräte günstig zu erwerben und sie in privates Eigentum zu überführen.
Abgrenzung zu BYOD (Bring Your Own Device)
Ein weiteres beliebtes Geschäftsmodell zur Bereitstellung von mobilen Geräten für Mitarbeiter eines Unternehmens ist BYOD. BYOD ist das Akronym für "Bring Your Own Device", was ins Deutsche übersetzt "Bringen sie ihr eigenes Gerät mit" bedeutet.
Sowohl BYOD als auch COPE sind Modelle, die dem Trend Rechnung tragen, ein und dasselbe Gerät fließend sowohl beruflich als auch privat nutzen zu können. Im Gegensatz zu COPE ist das Endgerät beim BYOD-Modell aber nicht Eigentum des Unternehmens. Der Mitarbeiter darf sein eigenes privates Endgerät für berufliche Zwecke verwenden. Es ist vom Mitarbeiter selbst ausgesucht und gekauft. Unter Umständen bezuschusst der Arbeitgeber die Anschaffung des Geräts oder beteiligt sich an den Kosten des Mobilfunkvertrags.
Das Unternehmen integriert die privaten Geräte in die eigene IT-Infrastruktur, um Zugriff auf Unternehmensanwendungen zu ermöglichen, und sorgt gleichzeitig dafür, dass es zu keiner Vermischung von privaten und beruflichen Daten oder Anwendungen kommt. BYOD bietet für Unternehmen den Vorteil, dass die Anschaffungskosten für Mitarbeitergeräte entfallen und Mitarbeiter sorgfältiger mit ihren privaten Geräten umgehen. Das Bereitstellungsmodell ist aber mit einigen Risiken und Herausforderungen hinsichtlich der Geräteverwaltung (Inhomogenität des Geräteparks) und Absicherung der Unternehmensanwendungen und -daten verbunden. Mitarbeiter haben den Vorteil, dass sie ihr bevorzugtes und ihnen vertrautes Gerät beruflich verwenden können und nicht auf ein vom Unternehmen ausgesuchtes Gerät angewiesen sind.
Vorteile von Corporate Owned, Personally Enabled
Das COPE-Bereitstellungsmodell bietet zahlreiche Vorteile. Da die Mitarbeiter die Geräte auch privat verwenden dürfen, müssen sie nicht mehrere mit sich führen und sind besser erreichbar. Die Mitarbeiter erhalten mobile Endgeräte, die sie sich privat eventuell nicht leisten könnten, wodurch die Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeitermotivation steigen.
Nach der aktiven Nutzungsphase im Unternehmen besteht häufig die Möglichkeit, die gebrauchten Geräte günstig zu erwerben. Unternehmen bietet COPE den Vorteil, dass sie den Gerätetyp selbst vorgeben können und die Homogenität des Gerätebestands gewahrt bleibt, was Beschaffung, Wartung und Support vereinfacht. Das Unternehmen behält die Kontrolle darüber, mit welchen Herstellern und Providern es zusammenarbeitet. Im Vergleich zum BYOD-Modell bestehen bessere Möglichkeiten für ein einheitliches Gerätemanagement (Mobile Device Management). Private und geschäftliche Daten und Anwendungen lassen sich besser trennen als bei BYOD. Eventuelle Risiken für die Datensicherheit und den Datenschutz sind gegenüber BYOD reduziert.
Nachteile und Herausforderungen des COPE-Modells
Das COPE-Modell bringt einige Nachteile und Herausforderungen mit sich. Zu diesen zählen:
im Vergleich zu einer ausschließlich geschäftlichen Nutzung mehr Risiken für die Datensicherheit und den Datenschutz
technischer Mehraufwand für die Trennung zwischen privaten und beruflichen Daten und Anwendungen
Erstellen und Durchsetzen einer Firmenrichtlinie mit Vorgaben zur privaten und beruflichen Nutzung notwendig
CYOD – eine weitere Alternative zu COPE, BYOD und COBO
Eine weitere Alternative zu den Bereitstellungsmodellen COPE, BYOD und COBO ist CYOD. Das Akronym steht für "Choose Your Own Device" ("wähle dein eigenes Gerät"). Bei diesem Bereitstellungsmodell kann der Mitarbeiter sein mobiles Wunschgerät aus einer vorgegebenen Liste unterstützter Geräte auswählen. Das Endgerät wird vom Unternehmen zur Verfügung gestellt und bleibt dessen Eigentum. Es ist für die berufliche Verwendung vorgesehen und in einem vorgegebenen Umfang auch privat nutzbar. Im Vergleich zu BYOD ist durch die Vorgabeliste die Endgerätevielfalt begrenzt, aber höher als bei COPE. Das Unternehmen übt wie bei COPE die Kontrolle über die mobilen Geräte aus und hat umfassende Managementmöglichkeiten.
Stand: 08.12.2025
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