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Innovationshemmend oder doch zukunftsorientiert? Vier Schritte zur Software­modernisie­rung

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Veraltete IT-Infrastrukturen hemmen Innovation und steigern betriebliche Risiken. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Software effizient zu modernisieren, ohne den operativen Betrieb zu gefährden. Avision stellt eine praxisnahe Vorgehensweise vor, um die technische und wirtschaftliche Tragfähigkeit von Modernisierungsprojekten sicherzustellen.

Nadine Riederer ist CEO bei dem auf Software-Revival spezialisierten IT-Dienstleister Avision. (Quelle: Avision)
Nadine Riederer ist CEO bei dem auf Software-Revival spezialisierten IT-Dienstleister Avision.
(Quelle: Avision)

Die alte IT-Weisheit „never change a running system“ wird in der innovationsgetriebenen Tech-Branche heute nur noch mit einem nostalgischen Kopfschütteln betrachtet. Unternehmen, die an überalterten Systemen festhalten, riskieren nicht nur Wettbewerbsnachteile, sondern auch zunehmende Sicherheitslücken und Integrationsprobleme. Die technologischen Anforderungen steigen stetig, und die Fähigkeit zur schnellen Anpassung an neue Gegebenheiten entscheidet über den Markterfolg. Eine systematische Softwaremodernisierung ist daher nicht mehr nur eine Option, sondern eine geschäftliche Notwendigkeit.

Bestandsaufnahme: Status quo als Entscheidungsgrundlage

Jede Modernisierung beginnt mit einer tiefgehenden Analyse des bestehenden Systems. Unternehmen müssen ermitteln, welche Applikationen noch essenziell und welche bereits obsolet geworden sind. Neben der Codequalität und Systemperformance spielt die Einbindung in bestehende IT-Landschaften eine zentrale Rolle. Ein „Running System“ kann unter Umständen nur noch durch Workarounds funktionsfähig sein – eine solide Bewertung der technischen und geschäftlichen Relevanz ist daher unverzichtbar.

Strategische Neuausrichtung: Von Refactoring bis Redesign

Die Wahl der Modernisierungsstrategie hängt von Faktoren wie Budget, Skalierbarkeit und technischer Machbarkeit ab. „Was soll wie modernisiert werden?“ ist die Kernfrage dieses Schritts. Mögliche Ansätze reichen von inkrementellen Verbesserungen („Refactoring“) über modulare Updates einzelner Komponenten bis hin zum vollständigen Neuentwurf („Redesign“). Unternehmen müssen ihre IT-Ressourcen sowie potenzielle Risiken berücksichtigen, um eine tragfähige Strategie zu entwickeln.

Aufwandsschätzung: Ressourcen realistisch kalkulieren

Moderne Softwarearchitekturen erfordern eine exakte Aufwandsschätzung. Unternehmen sollten nicht nur Entwicklungszeiten und Kosten bewerten, sondern auch Abhängigkeiten zu anderen Systemen identifizieren. Die Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister hat sich als Best Practice bewiesen. Externe Experten bringen oft die notwendige Erfahrung mit, um den Projektrahmen präzise abzustecken und Fehleinschätzungen zu vermeiden.

Testautomatisierung: Fehler früh erkennen, Qualität sichern

Ein oft unterschätzter, aber entscheidender Faktor ist die Automatisierung von Tests. Sie verkürzt Entwicklungszyklen und reduziert das Fehlerrisiko. Tools wie Selenium oder Cypress ermöglichen eine umfassende Abdeckung des Codes und identifizieren Schwachstellen frühzeitig. Entscheidend ist eine kontinuierliche Überprüfung der Teststrategie: Wie viel Code wird tatsächlich abgedeckt? Gibt es blinde Flecken? Eine optimierte Testautomatisierung senkt langfristig Kosten und erhöht die Systemstabilität.

„Softwaremodernisierung ist schon lange keine nette Option oder kein kleines technisches Upgrade mehr, entsprechende Projekte sind eine Investition in die Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft in jedem Unternehmen“, sagt Nadine Riederer, CEO von Avision. Eine durchdachte Strategie, realistische Ressourcenplanung und der gezielte Einsatz moderner Testverfahren entscheiden darüber, ob die Modernisierung gelingt oder in ineffizienten Flickarbeiten endet.

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