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Telepräsenz-Systeme sind eine Empfehlung für große Unternehmen
Gefragt wurde nach Telepräsenz-Systemen. Diese bieten im Gegensatz zu herkömmlichen Video-Konferenzen bessere Bild- und Tonqualität und vermitteln so das Gefühl, dass der oder die, die sich Gegenüber befindet, befinde sich in demselben Raum.
Die Möglichkeiten virtueller Konferenzen lohnen sich vor allem für große Unternehmen. Wenn beispielsweise ein Unternehmen mit einem Umsatz von über einer Milliarde Dollar vier Telepräsenzräume einrichtet, amortisieren sich die Investitionen innerhalb von 15 Monaten. Hier fallen schon im ersten Jahr fast 900 Geschäftsreisen weniger an.
Zudem ergab die Studie, dass Video-Konferenzen Entscheidungsprozesse beschleunigen und die Produktivität steigern können. Die Arbeitnehmer beschreiben oft eine bessere Work-Life-Balance, die durch weniger Dienstreisen entsteht.
Typischerweise wird Telepräsenz zunächst von den Führungskräften genutzt. Nach Studienerkenntnissen liegt die Nutzungsrate im ersten Jahr nach der Anschaffung bei rund 60 Prozent. Doch dann breiten sich mehr Systeme aus. Die Chefs benutzen weniger Vide-Konferenzen, dafür aber ein wesentlich größerer Anteil der Mitarbeiter.
Wann jedoch die kritische Masse erreicht ist, damit sich die Anschaffung eines Telepräsenz-Systems amortisiert ist nach Branchen unterschiedlich. Der Zeitpunkt der Amortisation hängt davon ab, wie viel die Mitarbeiter noch und nicht mehr reisen, aber auch davon zu welchen Zwecken sie die virtuellen Meetings nutzen.
Die Reisebudgets schrumpfen, der Klimaschutz wächst
Nach Angaben der Studie kann Der RoI schon mit weniger als 25 Mitarbeitern erzielt werden. Doch generell eigenen sich solche Konferenzräume für Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Die Anschaffungskosten veranschlagt die Studie mit rund 200.0000 Dollar pro Raum und rund 400.000 Dollar für die Installation, inklusive Tests.
Die CO2-Reduktion durch Telepräsenz bezieht sich im Wesentlichen auf die eingesparten Reisekilometer. Demnach können 874 Geschäftsreisen weniger pro Jahr einen RoI von 77 Prozent erbringen und in einem Fünfjahreszeitraum vor 2.271 Tonnen Kohlenstoffdioxid-Emissionen bewahren. Das entspricht den Treibhausgasen von mehr als 400 PKWs.
So rät auch der World Wildlife Fund (WWF) zum Einsatz von Telepräsenz-Systemen: „Der WWF empfiehlt Unternehmen vermehrt Video-Konferenzsysteme einzusetzen, die natürlich mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden sollten“, äußert sich Matthias Kopp, Projektleiter Industrie und Finanzsektor des WWF Deutschland. „Die weltweiten CO2-Emissionen müssen nach 2015 drastisch sinken. Für Unternehmen ist die Reduzierung von Dienstreisen ein erster, einfacher und kostengünstiger Schritt.“
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