Mobile-Menu

„2025 State of Database Report“ SolarWinds: Jeder dritte Daten­bank-Admin denkt an Ausstieg

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

SolarWinds legt den „2025 State of Database Report“ vor. Demnach geraten Datenbankadministratoren (DBA) durch hybride Architekturen, steigende Datenschutzlasten und reaktive Arbeitsmuster unter massiven Druck. Die Diskrepanz zwischen Management und operativer Ebene bleibt groß. Rund ein Drittel denkt über einen Ausstieg nach.

SolarWinds-Report zeigt steigende Belastung für DBAs: viel Reaktivarbeit, Warnmüdigkeit und wachsende Komplexität in Datenlandschaften.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
SolarWinds-Report zeigt steigende Belastung für DBAs: viel Reaktivarbeit, Warnmüdigkeit und wachsende Komplexität in Datenlandschaften.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

SolarWinds hat seinen „2025 State of Database Report“ vorgelegt und dafür mehr als 1.000 IT-Fachkräfte befragt. Die Daten zeigen eine deutliche Lücke zwischen der Sicht von Führungskräften und dem operativen Erleben der Datenbankadministratoren. Laut Studie erwägt rund jeder dritte DBA einen Karrierewechsel. Der Grund: hohe Komplexität, reaktive Arbeitsmuster und ein fragmentiertes Tool-Set.

Die klassische Welt aus Oracle- und SQL-Server-Instanzen bildet für viele DBAs nur noch einen Kernbereich. Sie betreuen heute ein breites Spektrum an Systemen, das relationale, NoSQL-, In-Memory- und Vektor-Datenbanken umfasst. Dazu kommen hybride Bereitstellungen, verteilt über lokale Installationen (57 Prozent), Public-Cloud-Umgebungen (31 Prozent) und private Clouds (12 Prozent). Der SolarWinds-Report beschreibt eine technische Landschaft, in der viele Systeme parallel laufen und Abhängigkeiten schwer zu überblicken sind.

Warnmüdigkeit als Dauerzustand

Zentraler Befund ist der hohe Anteil reaktiver Tätigkeiten. Die Befragten verbringen im Schnitt 27 ihrer 40 Wochenstunden mit „Firefighting“. Drei Viertel berichten von Warnmüdigkeit; fast die Hälfte dieser Gruppe stuft den Einfluss als massiv oder schwer ein. Der Report zeigt ein weiteres Detail: Nur rund 40 Prozent der DBAs halten ihr Monitoring für konsolidiert, während etwa die Hälfte der Führungskräfte glaubt, diese Konsolidierung sei bereits erfolgt. Diese Diskrepanz verstärkt laut Analyse den Druck.

Das reaktive Muster bindet Kapazitäten, die für Architektur-, Optimierungs- oder Automatisierungsaufgaben fehlen. Demnach wünschen sich DBAs vor allem mehr Zeit für Performance-Analyse, Design-Planung und Bereitstellungsprozesse. Viele berichten jedoch, dass operative Last diese Tätigkeiten verdrängt.

KI-Tools entlasten, lösen aber neue Aufgaben aus

Der Einsatz von KI-gestützten Werkzeugen zeigt spürbare Effekte. 62 Prozent der DBAs, die bereits damit arbeiten, melden schnellere Diagnosen bei Leistungsproblemen. 60 Prozent sprechen von stabileren Routinen, 54 Prozent von weniger manuellen Tätigkeiten. Parallel dazu steigt aber der Bedarf an Kontrolle: zusätzliche Überwachungspflichten, unklare Schnittstellen, Probleme mit Datenqualität und mangelnde Governance. 65 Prozent nutzen bereits Gen-AI-Diagnostik, 53 Prozent setzen generative Modelle für Recherche und Code-Hilfen ein, 44 Prozent experimentieren mit ML-Ansätzen.

Die Zahlen zeigen ein ambivalentes Bild. Effizienzgewinne stehen neuen Kontrollflächen gegenüber. Der Report greift diese Spannung auf und verweist auf die Bedeutung eines klaren Rahmens, der Tools, Prozesse und Verantwortlichkeiten bündelt.

„Die Daten in diesem Bericht zeigen eine Realität auf, in der die Rolle des DBAs aufgrund der Komplexität der Enterprise IT-Architekturen in Unternehmen immer schwieriger wird, was durch eine anhaltende Kluft zwischen den Sichtweisen von DBAs und IT-Führungskräften noch verstärkt wird“, so Kevin Kline, Experte für Datenbankmanagementsysteme bei SolarWinds. „Da Unternehmen immer stärker von Daten und den DBAs, die diese Daten verwalten, abhängig werden, ist es unerlässlich, dass wir eine Unternehmenskultur schaffen, die Komplexitäten und Diskrepanzen beseitigt und die Voraussetzungen für echten Teamerfolg schafft.“

(ID:50639465)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Netzwerktechnik, IP-Kommunikation und UCC

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung