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Exploit verursacht Blue Screen of Death (BSoD) Schwachstelle in CLFS.sys bringt Windows zum Absturz

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Die Schwachstelle CVE-2024-6768 kann es Angreifern ermöglichen Windows mit einem Bluescreen zum Absturz zu bringen. Sicherheitsforscher bei Fortra haben die Ursache und Auswirkungen genauer untersucht.

Ein Fehler im Treiber des Common Log File System in Windows kann durch Ausnutzen einer Sicherheitslücke zu einem Bluescreen führen. Die Bedrohung darf nicht unterschätzt werden, da schon ein Angreifer mit minimalen Rechten und ohne Interaktion des Benutzers das System abstürzen lassen kann.(Bild:  rdomino - stock.adobe.com)
Ein Fehler im Treiber des Common Log File System in Windows kann durch Ausnutzen einer Sicherheitslücke zu einem Bluescreen führen. Die Bedrohung darf nicht unterschätzt werden, da schon ein Angreifer mit minimalen Rechten und ohne Interaktion des Benutzers das System abstürzen lassen kann.
(Bild: rdomino - stock.adobe.com)

Sicherheitsforscher bei Fortra haben eine Schwachstelle in Windows gefunden. Nutzen Angreifer diese aus, läuft Windows in einen Bluescreen.

Das steckt hinter CVE-2024-6768 und der Schwachstelle in CLFS.sys

Die Sicherheitslücke CVE-2024-6768 betrifft den Common Log File System (CLFS.sys) Treiber in Windows und führt aufgrund einer unsachgemäßen Validierung von Eingabewerten zu einem nicht wiederherstellbaren Zustand im System.

Die Schwachstelle resultiert aus der fehlerhaften Verarbeitung bestimmter Mengen in der Eingabedaten, die eine Inkonsistenz im CLFS.sys-Treiber verursachen. Diese Inkonsistenz löst die KeBugCheckEx-Funktion aus, was in einem Blue Screen of Death (BSoD) endet. Betroffen sind alle Versionen von Windows 10, Windows 11 sowie die Windows Server-Versionen 2016, 2019 und 2022, unabhängig davon, ob alle verfügbaren Updates installiert sind.

Das Problem tritt auf, wenn ein nicht privilegierter Benutzer spezifisch gestaltete Werte innerhalb einer .BLF-Datei verwendet, um das System zum Absturz zu bringen. Diese Datei wird vom CLFS.sys-Treiber verarbeitet, und durch die Manipulation bestimmter Offsets innerhalb dieser Datei kann ein Angreifer das System in einen nicht wiederherstellbaren Zustand versetzen. In der Praxis bedeutet dies, dass ein Angreifer, der physisch oder remote Zugriff auf ein System hat, dieses gezielt abstürzen lassen kann. Solche Angriffe führen zu einer Denial-of-Service-Situation, bei der das System wiederholt abstürzt und somit die Verfügbarkeit stark eingeschränkt ist.

Die Bedrohung durch diese Sicherheitslücke ist erheblich, da sie nicht nur zu Systeminstabilität führt, sondern auch potenziell kritische Datenverluste zur Folge haben kann. Systeme, die von dieser Schwachstelle betroffen sind, befinden sich in einem Zustand erhöhter Gefahr, da wiederholte Abstürze den Betrieb empfindlich stören können. Der CVSS-Score dieser Schwachstelle liegt bei 6,8, was sie als mittelschwer klassifiziert. Trotz dieser Einstufung darf die Bedrohung nicht unterschätzt werden, da die Komplexität des Angriffs gering ist und keine hohe Privilegienstufe erforderlich ist. Dies bedeutet, dass ein Angreifer mit minimalen Rechten und ohne Interaktion des Benutzers das System abstürzen lassen kann.

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