SaaS-Anwendungen und Daten, die in der Cloud verarbeitet werden, können das Ziel von Cyberangriffen sein – viele Unternehmen unterschätzen das Risiko. Um sowohl Anwendungen als auch Daten zu schützen, ist eine Plattform mit automatischer Sicherung und granularer Wiederherstellung ein effektiver Ansatz zum Schutz von SaaS-Daten.
Data Protection als Service kann ein effektiver Ansatz sein, um Datensicherheit bei SaaS-Lösungen für Anbieter wie Anwender herbeizuführen.
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Das durchschnittliche mittelständische Unternehmen nutzt, wie wir in einer Umfrage erfahren haben, mehr als 200 SaaS-Anwendungen. Diese Anwendungen reichen von Business Intelligence, CRM, ERP über Finanzen und HR bis hin zu Vertrieb und Marketing. Anwendungen für Live-Chats und Videokonferenzen sowie Collaboration- und Webhosting-Plattformen sollen die standortübergreifende Zusammenarbeit erleichtern. Statista schätzt den Software-as-a-Service-Markt auf rund 197 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 und prognostiziert ein Wachstum auf 232 Milliarden US-Dollar bis Ende dieses Jahres.
SaaS-Anwendungen sind kostengünstig, skalierbar, fast überall zugänglich und bieten garantierte Service-Levels. Bei so vielen Vorteilen haben nur wenige Unternehmen Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit SaaS. Durch die Nutzung von SaaS-Anwendungen verlieren jedoch immer mehr Unternehmen die Kontrolle über ihre kritischen Daten, die sie eigentlich vor Verletzungen, Verlusten und unbefugtem Zugriff schützen sollten.
Gefahren durch ungeschützte SaaS-Daten
Die meisten SaaS-Anwendungen bieten keine nativen Backup- und Recovery-Funktionen. Da immer mehr SaaS-Anwendungen in Unternehmen eingesetzt werden, werden sie zu einem immer größeren Ziel für Ransomware und Cyberangriffe. Die zunehmende Zahl von Ransomware-Angriffen stellt eine massive Bedrohung für SaaS-Daten in ungeschützten Umgebungen dar. Laut der aktuellen Studie von Odaseva über den Status der Vorbereitung auf SaaS-Ransomware-Angriffe waren mehr als 50 Prozent der Ransomware-Angriffe auf SaaS-Daten gerichtet. Neben diesen offensichtlichen Sicherheitsbedrohungen bleiben Fragen zur Datenhoheit, zur Einhaltung von Datenschutzbestimmungen und zur Komplexität der Zugriffsverwaltung für verschiedene Benutzergruppen.
Die allgemeine Unterschätzung von Risiken ist ein chronisches Problem in der IT-Landschaft, da viele Kunden das Modell der geteilten Verantwortung nicht kennen. Während die SaaS-Anbieter die Verfügbarkeit der Plattform sicherstellen, sind die Unternehmenskunden und ihre Nutzer für ihre eigenen Daten und deren Schutz verantwortlich. Darüber hinaus stellen nicht genehmigte und nicht überwachte SaaS-Anwendungen zusätzliche Risiken dar, wie z. B. die Offenlegung von Daten, die Verbreitung von Malware, Datenlecks und gesetzliche Strafen aufgrund von mangelndem Datenschutz.
Besserer Überblick zur SaaS-Nutzung erforderlich
Das heute gängige Multicloud-Modell mit weit verstreuten Datensilos erschwert es, die Daten vollständig zu erfassen und lückenlos zu sichern und zu schützen. Jede neue SaaS-Anwendung in der Geschäftsumgebung sorgt dafür, dass die Datenverbreitung noch unübersichtlicher wird. Der Einsatz mehrerer Backup-Produkte macht die Sache nicht besser. Abhilfe schafft eine einheitliche Plattform zum Schutz von Daten in On-Premises-, Public-Cloud- und SaaS-Umgebungen mit gleichwertigen Support-Levels.
Traditionelle Ansätze zur Sicherung von Daten auf wenigen zentralen Servern erweisen sich in einer Zeit, in der Daten über eine Vielzahl von SaaS-Plattformen verstreut sind, als unzureichend. Nur wenn bekannt ist, welche SaaS-Tools tatsächlich genutzt werden, ist es auch möglich, Datensicherung, -wiederherstellung und -schutz auf das gesamte SaaS-Portfolio anzuwenden.
Die Herausforderung liegt nicht nur in der wachsenden Zahl der eingesetzten SaaS-Anwendungen, sondern auch in den spezifischen Anforderungen der einzelnen Dienste. Jede SaaS-Anwendung hat ihre eigenen spezifischen Datenstrukturen, Benutzerrechteverwaltung, APIs und Möglichkeiten zur Datenmigration.
SaaS-Datensicherheit in den Griff bekommen
Um die SaaS-Datensicherheit in den Griff zu bekommen, müssen Unternehmen proaktiv und ganzheitlich handeln. Dies schließt mit ein, die Schwachstellen im eigenen Geschäftsbetrieb zu erkennen und konsequent zu beheben. Spezialisierte Lösungen für SaaS Data Protection sind hierbei hilfreich. Als zielführend hat sich dabei ein Ansatz gezeigt, nicht eine Data Protection-Lösung für Tausende von SaaS-Integrationen zu entwickeln, sondern eine Plattform, auf der sich die SaaS-Dienste problemlos integrieren lassen.
Eine Data Protection-Plattform, die eine einfache Integration mit jedem SaaS-Dienst ermöglicht, versetzt SaaS-Kunden in die Lage, ihre Daten zu sichern und zu schützen, unabhängig von der Kombination der genutzten Dienste. Eine entsprechende Lösung umfasst unter anderem ein übersichtliches Dashboard, das Unternehmen eine Vogelperspektive auf ihren verteilten Datenbestand bietet. Administratoren können alle Datenschutzrichtlinien über eine einzige Benutzeroberfläche verwalten.
Stand: 08.12.2025
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Jeder Dienst wird automatisch erkannt, in der Baumstruktur abgebildet und als geschützt oder ungeschützt markiert. Für die geschützten Dienste sind alle zugehörigen Richtlinien abrufbar, bei den ungeschützten Diensten lässt sich per Mausklick eine Marketplace-Integration hinzufügen, um die Daten sichern und wiederherstellen zu können.
Außerdem ist es hilfreich, einen umfassenden Überblick darüber zu haben, welche SaaS-Anwendungen im gesamten Datenbestand geschützt sind und welche nicht. Dies kann mit einem umfassenden Visualisierungstool erfolgen, das den gesamten Datenbestand abdeckt und sowohl mit öffentlichen und privaten Clouds als auch mit SaaS-Anwendungen funktioniert. Um Schatten-IT effektiv zu bekämpfen, ist es notwendig, zu identifizieren, welche SaaS-Anwendungen im Unternehmen tatsächlich genutzt werden – über die regelmäßig genutzten und verwalteten Dienste hinaus. Mit dem richtigen Visualisierungstool lässt sich der Schutzstatus jeder SaaS-, DbaaS-, IaaS- und PaaS-Anwendung schnell ermitteln. Ein Bewertungstool liefert auch ein quantitatives Maß für die Bereitschaft eines Unternehmens, sich von einem Ransomware-Angriff zu erholen. Es hilft, Schwachstellen zu erkennen, die Einhaltung von Vorschriften zu gewährleisten und die Cybersicherheitsmaßnahmen kontinuierlich zu verbessern.
Von SaaS profitieren – auf sichere Weise
Eine Data-Protection-as-a-Service-Plattform für Multicloud- und Hybrid-Cloud-Umgebungen bietet eine einheitliche, agentenlose Backup-Lösung. Sie gewährleistet umfassende Datensicherung und Datenschutz von On-Premises-Umgebungen über Cloud-Plattformen bis hin zu der immer größer werdenden Zahl von SaaS-Tools.
Eine entsprechende Lösung, die Backup und Wiederherstellung, Verschlüsselung und unveränderliche Datenspeicherung umfasst, hilft Unternehmen bei der Implementierung von Datensicherung, Datenschutz und letztlich Datensicherheit – also Data Protection – gerade in den hochgradig anfälligen SaaS-Umgebungen.
Eine Plattform, die sowohl die Anbieter- als auch die Kundenseite umfasst, ist ein effektiver Ansatz für die bisher vernachlässigte SaaS-Datensicherheit. SaaS-Anbieter und unabhängige Softwarehersteller können mit einer Low-Code-Entwicklungsplattform für Datensicherheit maßgeschneiderte Sicherungs- und Wiederherstellungsdienste für ihre SaaS-Angebote bereitstellen. SaaS-Kunden erhalten eine umfassende und dennoch einfach zu bedienende Lösung, die nicht nur alle SaaS-Tools und kritischen SaaS-Daten erfasst, sondern auch eine einheitliche Plattform für Backup und Wiederherstellung bietet. So können Unternehmen ihre Datenschutzanforderungen in einem wachsenden SaaS-Ökosystem effizient umsetzen.
Die Autorin Angela Heindl-Schober ist Senior Vice President Global Marketing bei HYCU. Sie bringt eine Erfolgsbilanz von über 28 Jahren in Unternehmen aus den Bereichen Data Management und Cyber Security mit. Bevor Sie im Dezember 2023 zu HYCU wechselte, war sie über 8 Jahre für Vectra AI, einem führenden Unternehmen im Bereich der KI-basierten Erkennung und Reaktion auf Cyberbedrohungen, im Einsatz. Zuletzt als Vice President of Global Demand Generation Vice President of Global Demand Generation.