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Random-Access-Methoden
Random-Access-Methoden zeichnen sich durch das Fehlen einer strengen Ordnung der sich um den Kanalzugang bewerbenden Stationen aus. Wie man schon früh durch Untersuchungen festgestellt hat, ist die Benutzeraktivität bei lokalen Netzen z.B. in der typischen Büroumgebung stark schwankend.
Ein Random-Access-Protokoll gibt dem Benutzer die gesamte Bandbreite des Übertragungsmediums frei, sobald dieser einmal den Zugang zum Medium erlangt hat. Wenn sich also nur wenige Stationen um den Kanal bewerben, so können die Benutzer nach einer relativ kurzen Wartezeit mit der „Zuteilung“ des Mediums rechnen. Zuteilung deshalb in Anführungszeichen, weil sich die Stationen bei den meisten Protokollen den Zugang zum Übertragungsmedium ohne weitere Rückfrage nehmen, sofern nicht gerade eine Sendung auf dem Medium stattfindet.
Bewerben sich viele Stationen um das Medium, so haben einige Glück und setzen sich relativ schnell durch, während andere um so länger warten müssen: Die Varianz der Wartezeit steigt in Abhängigkeit der Auswahltechniken teilweise erheblich an.
Werden Nachrichten unintelligent losgeschickt, so kommt es zu vielen Kollisionen – also Überlappungen mehrerer Datenströme auf dem Medium –, die die Sendungen zerstören und den Durchsatz mindern. Dies ist eine allgemeine Eigenschaft von wettbewerbsorientierten Zugangsverfahren.
Der grundsätzliche Ablauf einer Random-Access-Methode aus der Perspektive einer Station ist der, dass eine Station ein Paket generiert, sich dann um den Kanalzugang bemüht und entweder erfolgreich ist oder kollidiert, wobei die Kollision erst einmal durch geeignete technische Hilfsmittel erkannt werden muss. Ein solcher Konflikt muss dann bereinigt werden, bevor die Station eine neue Sendung beginnen kann.
Innerhalb der Konfliktbereinigung wird es notwendig sein, das Paket gegebenenfalls mehrere Male zu wiederholen. Man ist also grundsätzlich daran interessiert, entweder die Anzahl der Kollisionen zu senken und/oder die Zeit, die durch Kollisionen verloren geht, zu verkürzen.
Random-Access-Protokolle sind ihrer Natur gemäß alle dezentral organisiert. Die heute wichtigste Gruppe der Random Access Zugriffsverfahren ist die der CSMA-Protokolle.
weiter mit: Carrier Sense Multiple Access CSMA
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