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Virtualisierung auf Apple-Hardware im Unternehmenskontext Parallels Desktop 20.3 bringt USB-Passthrough für macOS-VMs

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit der neuen Version 20.3 erweitert Parallels Desktop die Funktionalität auf Apple-Silicon-Macs. Besonders Admins und Entwickler könnten von USB-Passthrough und MDM-Funktionen profitieren. Auch für Content Creator gibt es Neuerungen bei Video-Workflows.

Parallels Desktop 20.3 mit USB Passthrough-Unterstützung.(Bild:  Alludo)
Parallels Desktop 20.3 mit USB Passthrough-Unterstützung.
(Bild: Alludo)

Parallels hat ein Update für seine Virtualisierungssoftware Parallels Desktop veröffentlicht. Version 20.3 erweitert die Unterstützung für x86_64-Anwendungen auf Apple-Silicon-Systemen, führt neue Funktionen für IT-Verwaltung ein und integriert USB-Passthrough für macOS-VMs. Laut Hersteller sollen sich damit bestehende Arbeitsprozesse effizienter virtualisieren lassen – vor allem im Kontext von Entwicklung, IT-Sicherheit und Content-Produktion.

Emulation auf M4-Macs verbessert

Die wichtigste technische Neuerung betrifft die x86_64-Emulation auf Macs mit Apple Silicon. Parallels Desktop 20.3 unterstützt laut Hersteller nun auch vollständig die neuen M4-Chips. Damit lassen sich ältere Anwendungen, die für Intel-Architekturen gebaut wurden, auf aktueller Apple-Hardware weiter betreiben. Die Emulation basiert auf dem FEX-Emulator, der nun auch den SSE-4.2-Befehlssatz abdeckt – ein Aspekt, der laut Release Notes die Kompatibilität mit modernen Betriebssystemen verbessern soll.

USB-Geräte erstmals direkt an macOS-VMs

Ein funktionaler Meilenstein ist die Möglichkeit, externe USB-Geräte direkt an macOS-VMs durchzuschleifen. Die Unterstützung gilt allerdings nur ab macOS 15 und nur für Apple-Silicon-Systeme. Für Entwickler, die Hardware-Tests in isolierten Umgebungen durchführen, könnte dies neue Optionen eröffnen. Auch im Bereich Penetrationstests oder Debugging sind denkbare Anwendungsfälle zu erwarten. Einschränkungen gibt es bei Audiointerfaces und iPhones, die laut Parallels derzeit nicht vollständig unterstützt werden.

OBS-Kamera in Windows-VM nutzbar

Parallels Desktop 20.3 mit OBS Virtual Camera Support(Bild:  Alludo)
Parallels Desktop 20.3 mit OBS Virtual Camera Support
(Bild: Alludo)

Ein weiteres Update betrifft Content Creator, die ihre virtuelle Kamera aus OBS Studio in Windows-Anwendungen innerhalb einer VM einsetzen möchten. Laut Parallels funktioniert der Durchgriff nun systemübergreifend: Ein unter macOS laufender OBS-Stream lässt sich direkt in Videokonferenz-Tools wie Zoom oder Microsoft Teams in der Windows-VM einbinden. Dies könnte insbesondere hybride Workflows vereinfachen, etwa bei der Videoproduktion oder in der Online-Kommunikation.

IT-Administratoren können SSO erzwingen

Auch für das Enterprise-Management bringt das Update neue Möglichkeiten. IT-Administratoren können über Mobile Device Management (MDM) nun eine reine Single-Sign-On-Aktivierung (SSO) für Parallels Desktop durchsetzen. Dies erleichtert das Identitäts- und Zugriffsmanagement in größeren Umgebungen. Die Funktion zielt auf den Einsatz in regulierten Branchen oder Unternehmen mit hohen Compliance-Anforderungen.

Touch ID für Administratorrechte

Parallel zur stärkeren IT-Integration erweitert Parallels die Benutzeroberfläche: Die Authentifizierung mit Touch ID ersetzt künftig bei der Installation und bei Konfigurationsänderungen die Eingabe des Administratorkennworts. Dies beschleunigt alltägliche Arbeitsprozesse – vor allem auf Geräten, die sowohl beruflich als auch privat genutzt werden.

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