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HDMI 2.2: Doppelte Bandbreite Neuer HDMI-Standard mit 96 Gbit/s erfordert neue Kabel

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Auf der CES 2025 in Las Vegas hat das HDMI Forum die Spezifikation HDMI 2.2 vorgestellt. Dieser neue Standard verdoppelt die bisherige Bandbreite auf 96 Gbit/s und ermöglicht damit höhere Auflösungen und Bildwiederholraten. Um diese Verbesserungen zu nutzen, sind jedoch neue Kabel erforderlich.

Das HDMI Forum stellt HDMI 2.2 und neue Kabel vor.(Bild:  HDMI Forum)
Das HDMI Forum stellt HDMI 2.2 und neue Kabel vor.
(Bild: HDMI Forum)

HDMI 2.2 soll den steigenden Anforderungen moderner Displays und Inhalte gerecht werden. Mit der höheren Bandbreite können nun Auflösungen wie 8K bei 240 Hz und sogar 12K bei 120 Hz übertragen werden. In der Praxis wird das aber noch Jahr(zehnt)e dauern, bis solche Dimensionen erforderlich sein werden, denn das aktuelle HDMI 2.1 überträgt bereits 4K bei 120 Hz. Selbst fürs High-End-Gaming ist das aktuell noch mehr als genug. Obwohl HDMI mehr im Endverbraucher-Markt vertreten ist, könnte die höhere Bandbreite für professionelle Anwendungen interessant werden – etwa in der Digital Signage, Kinoleinwänden oder ähnlichem.

Verbesserte Synchronisation von Bild und Ton

Ein weiteres Merkmal von HDMI 2.2 ist das "Latency Indication Protocol" (LIP), das die Synchronisation von Audio und Video verbessert. Dieses Protokoll soll insbesondere in komplexen Systemkonfigurationen, etwa mit AV-Receivern oder Soundbars für eine präzisere Abstimmung sorgen und somit Lippensynchronisationsprobleme reduzieren. Aber auch in Sachen Latenz sind die gröbsten Probleme mit HDMI 2.1 und eARC bereits gelöst.

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Die neuen "Ultra96"-Kabel, die für die volle Bandbreite von HDMI 2.2 erforderlich sind, werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2025 erhältlich sein. Dafür müssen aber sowohl die Quelle als auch das Anzeigegerät den neuen Standard unterstützen, um die erweiterten Funktionen vollständig nutzen zu können. Derzeit sind noch keine Geräte angekündigt, die HDMI 2.2 implementieren möchten.

Für Verbraucher bedeutet dies, dass aktuelle HDMI 2.1-Geräte weiterhin ausreichend sind, da die meisten Inhalte und Displays die Möglichkeiten von HDMI 2.1 noch nicht vollständig ausschöpfen.

Dieser Beitrag stammt von unserem Schwesterportal Elektronikpraxis.

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