Mit Sensu Go können Admins in weniger als 15 Minuten eine voll funktionsfähige Überwachungslösung mit Weboberfläche bereitstellen. Wir zeigen in diesem Beitrag die Installation, die erste Einrichtung und die Anbindung von Netzwerkgeräten.
Sensu Go ist auch in kleinen Umgebungen schnell einsatzbereit und bietet dennoch viele Möglichkeiten.
(Bild: Joos - Sumo Logic / Sensu)
Sensu Go gehört zu den Überwachungslösungen, die auch in kleinen Umgebungen schnell einsatzbereit sind, dafür aber viele Möglichkeiten bieten. Wir zeigen in diesem Beitrag die Einrichtung und Anbindung von Netzwerkgeräten. Am schnellsten geht das über die Bereitstellung mit Docker.
Für kleine Umgebungen steht Sensu Go Free kostenlos zur Verfügung. Wer umfangreichere Umgebungen überwachen will, kann das System als Sensu Go Pro oder Sensu Go Enterprise lizenzieren. Die kostenlose Version ist auf 100 Nodes und Sensu Go Pro auf 3.000 Nodes beschränkt; Sensu Go Enterprise kann auf eine unbegrenzte Anzahl an Nodes zurückgreifen. Wenn die kostenlose Version nicht mehr ausreicht, können die Editionen Pro und Enterprise 14 Tage kostenlos getestet werden.
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Sensu in wenigen Schritten mit Docker einrichten
Die Installation und Einrichtung von Sensu lässt sich auf Basis von Docker auf Linux-Systemen schnell erledigen. Am Beispiel von Ubuntu lässt sich die Installation von Docker über die Paketquellen realisieren, zum Beispiel mit:
sudo apt install docker.io
Wir gehen nachfolgend von der Installation von Sensu Go Version 6.10.0 aus. Sobald eine neuere Version zur Verfügung steht, lässt sich diese ähnlich installieren.
sudo docker network create sensusudo docker volume create sensu-backend-datasudo docker run -d --rm --name sensu-backend \--network sensu -p 8080:8080 -p 3000:3000 \-v sensu-backend-data:/var/lib/sensu \sensu/sensu:6.10.0 sensu-backend startsudo docker run -d --rm --network sensu -p :3030 \sensu/sensu:6.10.0 sensu-agent start \--backend-url ws://sensu-backend:8081 --deregister \--keepalive-interval=5 --keepalive-warning-timeout=10 --subscriptions linux
Nach der erfolgreichen Installation kann die installierte Version mit Curl angezeigt werden:
curl -s http://localhost:8080/version
Erste Schritte mit Sensu Go
Sobald die Installation erfolgreich abgeschlossen ist, kann das Sensu-Dashboard über den lokalen Webbrowser über die Adresse http://localhost:3000 aufgerufen werden. Standardmäßig nutzt Sensu Go den Benutzernamen „admin“ und das Kennwort „P@ssw0rd!“. Nach der Anmeldung kann und sollte das Kennwort in den Einstellungen über „Preferences“ angepasst werden. Dazu wird in den Namensraum des Servers gewechselt. Auf der linken Seite stehen verschiedene Icons zur Verfügung, über die man die Einstellungen erreicht.
Bei „Catalog“ stehen verschiedene Erweiterungen zur Verfügung, die an Sensu angebunden werden können. Über diese lassen sich auch die einzelnen Systeme anbinden, zum Beispiel Host-Systeme, Clouddienste, Container-Umgebungen oder auch Datenbanken. Nach einem Klick auf eine Erweiterung kann diese in der Weboberfläche direkt mit „Install“ installiert und konfiguriert werden.
Zur Integration neuer Geräte und Dienste in die Weboberfläche von Sensu Go erfolgt zunächst die Anmeldung an der Sensu-Webkonsole. Anschließend navigiert man zum Bereich "Entities", um neue Geräte hinzuzufügen. Hier wählt man "New" und gibt die erforderlichen Details des Geräts oder Dienstes ein, darunter Name, Namespace, Labels und Annotations. Für die Anbindung von Diensten ist der Zugriff auf den Abschnitt "Checks" erforderlich. Hier erfolgt das Hinzufügen neuer Checks durch Auswahl von " New" und Eingabe der Details wie Check-Name, Command, Interval und Subscriptions.
Die korrekte Konfiguration dieser Parameter ist entscheidend, um eine effiziente Überwachung und Verwaltung der IT-Infrastruktur sicherzustellen. Nach dem Speichern der Konfigurationen beginnt Sensu Go automatisch mit der Überwachung der neu hinzugefügten Geräte und Dienste.
Docker an Sensu Go anbinden
Um eine lokale Docker-Installation an die Überwachung durch Sensu Go anzubinden, müssen Administratoren folgende Schritte auf der Weboberfläche durchführen:
Zunächst ist der Zugriff auf die Sensu Go Webkonsole erforderlich. Im nächsten Schritt wird ein neuer Sensu-Agent für die Docker-Instanz eingerichtet. Dies geschieht durch Auswahl des Abschnitts "Agents" und Klick auf "Add Agent". Hier müssen relevante Informationen wie Agent-Namen, Namespace und Labels angegeben werden. Der Sensu-Agent muss auf der Docker-Instanz installiert und konfiguriert werden. Dies beinhaltet die Angabe des Sensu-Backends, mit dem sich der Agent verbinden soll, sowie Einstellungen für Subscriptions und Checks.
Innerhalb der Sensu Go Webkonsole müssen spezielle Checks für die Überwachung der Docker-Instanz erstellt werden. Unter "Checks" kann man "New Check" auswählen und Details wie den Check-Namen, das auszuführende Kommando, zum Beispiel ein Skript, das Docker-Statistiken abruft, Intervalle und Subscriptions festlegen. Die erstellten Checks müssen dem Sensu-Agenten zugewiesen werden, der auf der Docker-Instanz läuft. Dies erfolgt über die Konfiguration der Subscriptions im Agenten, sodass er auf die spezifischen Checks reagiert.
Stand: 08.12.2025
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Nachdem die Konfiguration abgeschlossen ist, wird über die Weboberfläche überprüft, ob der Sensu-Agent korrekt mit dem Backend kommuniziert und die Checks ordnungsgemäß durchführt. Dies kann durch Betrachtung der Events und der Agent-Statusinformationen erfolgen. Je nach Bedarf können zusätzliche Anpassungen an den Checks oder Agent-Einstellungen vorgenommen werden, um eine optimale Überwachung der Docker-Instanz zu gewährleisten.
Best Practices für die Verwaltung von Sensu Go
Bei der Verwendung von Sensu Go sollten Administratoren besonderes Augenmerk auf effiziente Konfigurationspraktiken legen. Eine klare und gut strukturierte Konfiguration von Checks und Agents ist entscheidend für eine reibungslose Überwachung. Hierbei empfiehlt es sich, wiederverwendbare Check-Konfigurationen und Role-Based Access Control (RBAC) zu implementieren, um die Verwaltung zu vereinfachen und Sicherheit zu gewährleisten. Die regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Schwellenwerte und Bedingungen für Alerts trägt dazu bei, Fehlalarme zu minimieren und die Relevanz von Benachrichtigungen zu erhöhen.
Bei der Einrichtung von Checks ist es ratsam, die Intervalle und Timeout-Einstellungen sorgfältig zu wählen, um eine angemessene Reaktionszeit zu gewährleisten, ohne das System zu überlasten. Die Integration von Sensu Go mit anderen Tools wie Slack oder E-Mail-Systemen für Benachrichtigungen ermöglicht eine schnellere Reaktion auf potenzielle Probleme. Zudem sollten Administratoren die Dashboards und Reporting-Funktionen von Sensu Go nutzen, um einen besseren Überblick über die Leistung und Vitalität der überwachten Systeme zu erhalten. Eine regelmäßige Überprüfung der Sensu-Logs liefert wertvolle Einblicke in die Systemleistung und hilft, Probleme proaktiv zu identifizieren und zu beheben.