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Störungsbeseitigung
Sender, Empfänger und Übertrager sind durch einen Spannungsteiler miteinander verbunden (siehe Abbildung 2). Der Sender schickt das Sendesignal über R1 an den Übertrager und über R3 an den eigenen Empfänger.
Zwischen R1 und R2 liegt nun das Summensignal aus der lokalen Sendung und dem, was über den Übertrager vom Kabel kommt, nämlich der Sendung der Gegenstation, an. Dieses Summensignal führen wir ebenfalls an den Empfänger.
R4 dient der Symmetrie und dem Ausgleich grundsätzlicher Potentialdifferenzen. Zwischen R3 und R4 liegt das um die durch R3 und R4 herbeigeführte Spannungsteilung reduzierte Sendesignal. R3 und R4 müssen so gewählt werden, dass das eigene Sendesignal soweit reduziert wird, dass die Leistung des reduzierten Signals in etwa der des Anteils des ankommenden, durch die Leitung gedämpften Sendesignals der entfernten Station am Summensignal auf der Leitung ist. Dann nämlich erhält der Empfänger an seinen beiden Eingängen die Differenz aus dem eigenen Sendesignal und dem Summensignal auf der Leitung, und diese entspricht gerade dem Sendesignal der fremden Station.
Wie steht es mit der Dämpfung? Im optimalen Fall benötigen wir einen Signal/Rauschabstand von etwas über 14 dB, sagen wir ca. 15 dB.
Aus einer früheren Folge wissen wir nun, dass das Signal/Rauschverhältnis S/N grob der Differenz aus Nahnebensprechdämpfung und Signaldämpfung entspricht und diese wiederum als ACR bezeichnet wird.
Für Cat. 5 Kabel ist aber bei 100 MHz eine Signaldämpfung von weniger als 20 dB auf 100 m und eine NEXT von mehr als 32 dB vorgeschrieben. Das ist schon zu knapp für eine fünfwertige Übertragung. Bei 62,5 MHz betragen die Werte weniger als 35 dB Signaldämpfung und mehr als 52 dB Nahnebensprechdämpfung, also ergibt sich ein ARC von17 dB. Das ist extrem knapp.
Für eine Implementierung von 1000 BASE-T setzt man demnach voraus, dass das Kabel und die gesamte es umgebende Strecke mindestens genau die Vorgaben einhalten und dass man es schafft, mit der Kodierung nahe an das theoretisch vorgegebene Optimum zu kommen. Die von IEEE 802.3ab verwendete Kodierung basiert auf dem bereits bewährten Verfahren von 100 BASE-TX und wird auch als Enhanced TX/T2 bezeichnet. Die Codierung auf der Leitung ist eine fünfwertige Pulsamplitudenmodulation PAM-5.
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