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Berlecon-Spotlight-Analyse

Mobile Device Management nimmt Smartphones an die Leine

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Was muss eine MDM-Lösung bieten?

Leistungsfähige mobile Endgeräte werden im Unternehmenseinsatz häufig durch spezifische Applikationen erweitert und somit stärker in Geschäftsabläufe eingebunden. Für diese Anwendungen müssen in der Regel zusätzliche Clients auf den Endgeräten installiert werden.

Ist zudem eine regelmäßige Aktualisierung dieser Software erforderlich, bedeutet dies einen beträchtlichen Aufwand für die IT-Administration. Diesen können MDM-Systeme mit Mechanismen zur zentralen Bereitstellung und automatisierten Installation von Softwarepaketen deutlich verringern.

Bei Verlust oder Diebstahl eines mobilen Gerätes sollte die Administration in der Lage sein, das verlorene Gerät in einem zweistufigen Mechanismus (Sperren und Löschen) zu deaktivieren, um die darauf gespeicherten Informationen zu schützen. Das Device-Management-System sollte weiterhin über eine Backup-Funktionalität verfügen, damit die betroffenen Mitarbeiter ohne großen Aufwand mit einem neuen Endgerät gleichen Typs sowie mit gleicher Konfiguration und Ausstattung ausgerüstet werden können.

Neben der Softwareverteilung und Sicherheitsfunktionen sollten MDM-Lösungen die Administration auch bei der Konfiguration der Endgeräte unterstützen. Dies ist sowohl bei der initialen Einrichtung entsprechend der Architektur des jeweiligen Unternehmensnetzwerkes als auch während des Betriebs zur Korrektur von Falscheingaben durch die Nutzer erforderlich.

Analysierte Systeme – welches MDM-System sollten Unternehmen einsetzen?

Eine Gegenüberstellung von MDM-Lösungen zeigt, dass sich grundsätzlich zwei Arten von Systemen unterscheiden lassen:

Zum einen werden Systeme angeboten, die im Wesentlichen nur einen Endgerätetyp oder ein Betriebssystem unterstützen. Darunter fallen die „Blackberry Enterprise Solution“ von Research in Motion, der „System Center Mobile Device Manager 2008“ von Microsoft und „ubi Suite“ von Ubitexx. Diese abgegrenzten Lösungen bieten für die unterstützten Endgeräte vielfältige Funktionalitäten und sind entsprechend leistungsfähig.

Zum anderen gibt es aber auch MDM-Systeme, mit denen grundsätzlich auch eine heterogene Endgerätelandschaft administriert werden kann. Dazu zählen „Good Mobile Messaging“ von der Motorola Good Technology Group, „Afaria“ von Sybase I-Anywhere und „Smart Man“ von Smartphone Solutions. Hier hängen Funktionalitäten und Leistungsfähigkeit im Einzelfall jedoch stark von den konkreten Endgerätetypen und -versionen ab.

Für Unternehmen ergibt sich somit die Notwendigkeit, strukturiert zu prüfen, welche mobilen Endgeräte mit welchem Funktionsumfang für welche Mitarbeiter zur Verfügung gestellt werden sollen, und welcher Schutz- und Konfigurationsbedarf sich daraus ergibt.

Weitere Ergebnisse lassen sich aus der Studie „Mobile Device Management 2009, Leistungskriterien und Bewertung„ herauslesen. Diese vergleichende Untersuchung haben Berlecon Research und das Fraunhofer-Institut ESK erstellt. Der Bericht, der grundsätzliche Leistungsanforderungen an Device-Management-Systeme definiert und daraus Bewertungskriterien ableitet, kostet 450 Euro netto.

Der Autor:

Albert Heim ist Technischer Analyst beim Fraunhofer ESK.

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