Funktion und Design von Load Balancing-Architekturen

Load Balancer in fünf Szenarien einsetzen

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Content Caching

Beim Content Caching werden statische Daten durch den ADC zwischengespeichert. Sie verändern sich nicht und müssen folglich nicht bei jedem neuen Zugriff vom Server generiert werden. Die Daten können sofort ausgeliefert werden. In der Regel muss auch die enorme Menge an übertragenen Daten komprimiert werden. Dazu werden die Daten in kleinere Pakete gepresst, welche wiederum zu einem größeren Paket zusammengefasst werden. Ein weiterer Bereich ist die Sicherheit, Stichwort Intrusion Prevention System (IPS) sowie "Content Routing". Mit letzterem ist gemeint, dass sicherheitskritische Anfragen auf gesonderte Server umgelenkt werden.

Load Balancer richtig auswählen

Nicht alle Load Balancer eignen sich für jede Umgebung. Es gibt fünf Szenarien, die im folgenden untersucht werden:

1. Ihr Unternehmen wächst

Die positive Nachricht hat leider ein typisches Problem im Gepäck. Die Netzwerk-Server sind chronisch überlastet. Sei es durch die wachsende Zahl an Mitarbeitern, sei es, weil mehr Geschäftspartner und Kunden auf interne und externe Applikationen zugreifen.

Eine Load-Balancing-Lösung steuert den kompletten Netzwerkverkehr und leitet den Datenstrom auf genau die Server, die freie Kapazitäten haben. Die aktuelle Generation von Load Balancern bezeichnet man gemeinhin als Application Delivery Controller (kurz ADC).

Der Name weist bereits darauf hin, dass es darum geht, die Lasten möglichst intelligent zu verteilen.

2. Nutzerzahl stabil – Traffic steigt

Kein ungewöhnliches Szenario. Webshops und Service-Angebote werden stärker nachgefragt, aber im Inneren des Netzwerks bleibt alles mehr oder weniger stabil, der Netzwerkverkehr nimmt sogar leicht ab.

Hier gilt es zu differenzieren, welche Auslastungsspitzen bei den einzelnen Servern auftreten und vor allem, wann. Unterschiedliche Server sind üblicherweise zu ganz unterschiedlichen Tageszeiten mehr oder weniger ausgelastet. Load Balancer analysieren diese Parameter und organisieren eine sinnvolle Verteilung der Lasten auf die Server, die aktuell im Pool zur Verfügung stehen.

Wie an einem ganz normalen Arbeitstag: Mit dem Eintreffen der Mitarbeiter steigt das Aufkommen von eingehenden und verschickten E-Mails, im Laufe des Tages kommen vielleicht Video-Konferenzen oder Meetings über eine VoIP-Anwendung dazu, parallel fragen Kunden oder Partner verstärkt Produkte oder Dienstleistungen nach. Die Kurve flacht dann leicht ab, um am Nachmittag bis zum Ende eines Arbeitstages wieder anzusteigen.

Load Balancer steuern und verteilen den Datenverkehr so, dass die Server intelligent ausgelastet sind. Die Nutzer merken im Idealfall nichts von möglichen Engpässen.

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