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Wie verteiltes Identitätsmanagement Zusammenarbeit ermöglicht Identitätsdaten richtig nutzen statt nur verwalten

Von Thomas Joos 5 min Lesedauer

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Verteilte Identitäten kosten Zeit, schaffen Unsicherheit und behindern die Zusammenarbeit. Wer externe Partner und interne Nutzer gezielt zusammenführen will, braucht mehr als ein Verzeichnis. Der Schlüssel liegt in der Integration, Sichtbarkeit und Steuerbarkeit aller Kontakte. Dabei können auch externe Tools helfen.

PeopleConnect ermöglicht die Verwaltung eines globalen Adressbuches aus verschiedenen Quellen. (Bild:  Joos | FirstAttribute)
PeopleConnect ermöglicht die Verwaltung eines globalen Adressbuches aus verschiedenen Quellen.
(Bild: Joos | FirstAttribute)

Die Verwaltung von Identitäten hat sich von einem internen IT-Prozess zu einer strategischen Aufgabe entwickelt. Unternehmen müssen in der Lage sein, interne und externe Identitäten sicher, konsistent und kontextbezogen zu verwalten. Dabei steigen die Anforderungen stetig: Mobile Arbeit, Cloud-Anwendungen, externe Dienstleister und internationale Partner verlangen flexible Lösungen, die traditionelle Grenzen auflösen.

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Active Directory & Domain Networking im Fokus

Active Directory & Domain Networking ist seit vielen Jahren ein Schwerpunktthema bei IP-Insider. Neben zahlreichen Fachartikeln finden Sie auch viele Definitionen und Begriffserklärungen aus diesem Themenkomplex auf unserer Website. Am Artikelende der Begriffserläuterung „Was ist Active Directory?“ haben wir als Service für Sie jetzt alle auf IP-Insider erschienenen Artikel rund um die Themen Active Directory, Entra ID und Domain Networking für Sie zusammengefasst. Viel Spaß beim Schmökern!

Wenn Daten verstreut sind, leidet die Zusammenarbeit

Moderne IT-Umgebungen bestehen aus einer Vielzahl von Plattformen und Diensten. Identitätsdaten entstehen in HR-Systemen, CRM-Anwendungen, Projektmanagementtools oder Portalen für externe Partner. Häufig werden diese Informationen getrennt voneinander gepflegt. Die Folge sind inkonsistente Datenbestände, doppelte Benutzerkonten und unvollständige Berechtigungen. Gleichzeitig entstehen Sicherheitsrisiken, wenn Benutzerkonten nicht korrekt gepflegt oder nicht rechtzeitig deaktiviert werden.

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Dabei reicht es nicht mehr aus, lediglich ein Active Directory oder Microsoft Entra ID als zentrale Instanz zu betrachten. Vielmehr müssen Identitäten in einer verteilten Systemlandschaft transparent verwaltet werden. Auch Kontext spielt eine Rolle: Nur wenn zusätzliche Informationen wie Projektrollen, Sprachkenntnisse oder Einsatzregionen vorhanden sind, gelingt eine zielführende Zusammenarbeit.

Gastkonten alleine reichen nicht

Microsoft Entra ID B2B bietet eine etablierte Lösung, um externe Partner in eine bestehende Microsoft-Infrastruktur zu integrieren. Durch den Einsatz von Gastkonten können sich externe Benutzer mit ihren eigenen Anmeldedaten authentifizieren und auf freigegebene Ressourcen wie Teams, SharePoint oder OneDrive zugreifen. Zugleich lassen sich Sicherheitsrichtlinien wie Conditional Access und Multifaktor-Authentifizierung anwenden.

Die Limitierungen zeigen sich jedoch schnell. Standardinformationen genügen in der Praxis oft nicht. Die Suche nach Ansprechpartnern innerhalb eines Projekts, das mehrere Organisationen umfasst, wird erschwert, wenn keine strukturierte Darstellung externer Rollen oder Zuständigkeiten möglich ist. Zusätzlich wird die Verwaltung unübersichtlich, wenn keine automatisierten Offboarding-Prozesse greifen.

Daten aus vielen Quellen zusammenführen

my-IAM RealIdentity von FirstAttribute adressiert diese Lücken durch eine zentrale Plattform für die Identitätskonsolidierung. Die Lösung verbindet Quellsysteme wie Entra ID, Active Directory, SAP SuccessFactors, Salesforce oder ServiceNow. Dabei werden die Daten normiert und in Echtzeit synchronisiert. Identitäten erhalten dadurch ein konsistentes Profil, das in allen angebundenen Anwendungen nutzbar ist. Das reduziert Fehler und vermeidet Dubletten.

Auch Rollenmodelle, Mandantenzuordnungen und Lebenszyklusregeln lassen sich über RealIdentity abbilden. Dadurch wird nicht nur Transparenz geschaffen, sondern auch die Automatisierung vorangetrieben. Die Plattform lässt sich in komplexe Umgebungen integrieren und unterstützt Unternehmen mit verteilten Standorten, mehreren Verzeichnissen und heterogenen IT-Landschaften.

Relevante Kontakte sofort finden

my-IAM PeopleConnect fokussiert sich dagegen auf die operative Nutzung von Identitätsdaten. Die Plattform verbindet Quellen wie Microsoft 365, Exchange, Entra ID, CRM-Systeme und lokale Datenbanken und macht daraus ein zentrales Kontaktverzeichnis. Nutzer erhalten eine Suchoberfläche, die auch individuelle Felder wie Skills, Zuständigkeiten oder Projektzugehörigkeit abbildet.

PeopleConnect funktioniert als Overlay für Microsoft Teams, Outlook oder SharePoint und erlaubt dort eine kontextbezogene Kontaktsuche. Die Ergebnisse können in Kachel- oder Listenansicht dargestellt und direkt für Kommunikation genutzt werden. Funktionen wie Kalenderintegration, Profilvorschau oder die Anzeige externer Partner als gleichwertige Kontakte machen das Tool für Projektarbeit besonders effizient.

Identitätsdaten im Unternehmen nutzbar machen

CIAM-Systeme können eine sinnvolle Ergänzung darstellen, wenn es um die Einbindung von Endkunden oder privaten Nutzern geht. Diese Plattformen erlauben die Einbindung sozialer Identitäten, die Verwaltung von Zustimmungen und eine differenzierte Steuerung der Zugriffspfade. Auch hier ist der Abgleich mit internen Systemen entscheidend, wenn etwa ein Kunde gleichzeitig als Lieferant oder Berater agiert.

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In komplexeren Umgebungen setzen Unternehmen auf Federation-Technologien wie SAML oder OpenID Connect. Diese ermöglichen eine Vertrauensstellung zu externen Identitätsanbietern, ohne lokale Konten zu erzeugen. Besonders große Organisationen mit zahlreichen Kooperationspartnern nutzen diese Struktur, auch wenn der Verwaltungsaufwand vergleichsweise hoch bleibt.

Onboarding automatisieren, Berechtigungen kontrollieren

Neben der Sichtbarkeit spielt auch die operative Verwaltung eine Rolle. Der Onboarding-Prozess neuer externer Identitäten muss geregelt und automatisiert sein. Tools wie RealIdentity unterstützen hier mit Workflows, die Anforderung, Genehmigung und Zuweisung in einem zentralen System abbilden. Die Integration von Drittsystemen wie SuccessFactors oder SAP HR kann ebenfalls erfolgen.

Der gesamte Lebenszyklus einer Identität, von der Einladung bis zur Deaktivierung, sollte dokumentiert und überwachbar sein. Reporting-Funktionen und rollenbasierte Zugriffskontrollen müssen dabei mit den Anforderungen aus Datenschutz, IT-Sicherheit und Compliance korrespondieren. Auch hierbei zeigt sich, dass manuelle Prozesse schnell an Grenzen stoßen.

Zusammenarbeit verbessern, ohne Kompromisse bei der Sicherheit

Zentrale Herausforderungen im Identitätsmanagement bestehen nicht nur in der Datenpflege, sondern auch in der Sicherstellung von Zugriffssicherheit und Nachvollziehbarkeit. Neben der technischen Absicherung durch Authentifizierungsverfahren müssen klare organisatorische Prozesse etabliert sein. Die Trennung von administrativen und operativen Rollen, die regelmäßige Überprüfung von Rechten und die Durchführung von Rezertifizierungen sind dabei Standard.

In diesem Zusammenhang ist auch die Integration in Security Information and Event Management (SIEM)-Lösungen sinnvoll. Damit lassen sich verdächtige Zugriffsversuche frühzeitig erkennen und zentrale Ereignisse überwachen. Systeme wie my-IAM RealIdentity und PeopleConnect liefern dazu die notwendigen Schnittstellen und Ereignisinformationen.

Verteilte Identitäten systematisch beherrschbar machen

Ein modernes Identitätsmanagement muss nicht nur die aktuellen Anforderungen abdecken, sondern auch mit den Strukturen des Unternehmens mitwachsen. Cloud-Nativität, Mandantenfähigkeit und modulare Erweiterbarkeit sind deshalb wichtige Kriterien. Systeme müssen rollenbasiert funktionieren, APIs anbieten und plattformübergreifend Daten austauschen können.

Der Betrieb solcher Systeme erfolgt zunehmend als gemanagter Service oder in hybriden Umgebungen. Skalierung, Ausfallsicherheit und Datensouveränität müssen dabei genauso beachtet werden wie rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere bei internationaler Zusammenarbeit. Auch das Thema mobile Nutzung, etwa durch Self-Service-Apps für Partner oder Kunden, rückt immer stärker in den Fokus.

My-IAM RealIdentity und PeopleConnect zeigen, wie sich komplexe Anforderungen durch Integration, Automatisierung und Kontextbezug bewältigen lassen. Ihr Nutzen liegt nicht nur in der Sicherheit und Kontrolle, sondern vor allem in der verbesserten Nutzbarkeit von Identitätsdaten für die operative Zusammenarbeit. Damit werden sie zu einem wesentlichen Baustein für die digitale Handlungsfähigkeit moderner Organisationen.

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Active Directory & Domain Networking im Fokus

Active Directory & Domain Networking ist seit vielen Jahren ein Schwerpunktthema bei IP-Insider. Neben zahlreichen Fachartikeln finden Sie auch viele Definitionen und Begriffserklärungen aus diesem Themenkomplex auf unserer Website. Am Artikelende der Begriffserläuterung „Was ist Active Directory?“ haben wir als Service für Sie jetzt alle auf IP-Insider erschienenen Artikel rund um die Themen Active Directory, Entra ID und Domain Networking für Sie zusammengefasst. Viel Spaß beim Schmökern!

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