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Zum Import einer virtuellen Maschine in Hyper-V ist eine XML-Datei notwendig, die der Assistent beim Exportieren erstellt. Ohne diese Datei lässt sich in Hyper-V kein virtueller Server importieren. Ist die Datei aber in der Datensicherung des Servers enthalten, können Administratoren mit einem Trick die Hyper-V-Konfiguration so anpassen, dass Hyper-V auch die Konfigurationsdatei der Datensicherung akzeptiert. Ist der Quell-Hyper-V-Host defekt, besteht der erste Schritt darin, das Verzeichnis, in dem virtuellen Server gespeichert sind, wiederherzustellen (siehe Abb. 4).
In diesem Verzeichnis sind auch die virtuellen Festplatten der Server gespeichert, sowie die Konfigurationsdateien der Server. Nach dieser Wiederherstellung können Sie im Hyper-V-Manager über den Assistenten Virtuellen Computer importieren prüfen, ob Sie die Server importieren können. Gelingt das ohne Fehler ist alles in Ordnung. In den meisten Fällen erhalten Sie jedoch eine Fehlermeldung, da keine Export-Datei vorliegt.
Zu jedem virtuellen Server gehört eine XML-Datei mit den Einstellungen der VM. Diese findet sich entweder im Verzeichnis C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Hyper-V\Virtual Machines, oder im Unterverzeichnis des virtuellen Servers. Aus diesem Grund ist es für Hyper-V-Hosts auch sehr empfehlenswert, wenn alle Festplatten gesichert werden – auch die Systemfestplatten. Die Datei hat eine ID als Namen, zum Beispiel 44F76F4D-5F5D-4597-864B-EFCDA319B18C.xml. Liegt eine Sicherung der Systemfestplatte des alten Hyper-V-Servers vor, sichern Administratoren die XML-Dateien der virtuellen Server in das Verzeichnis C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Hyper-V\Virtual Machines zurück. Anschließend kann mit dem Tool mklink.exe eine Verknüpfung, die auf die wiederhergestellte Datei verweist, hergestellt werden:
- 1. Öffnen Sie über das Kontextmenü eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten.
- 2. Anschließend geben Sie den Befehl mklink „C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Hyper-V\Virtual Machines\<Dateinamen der XML-Datei des Servers>“ „<Pfad in dem die XML-Datei gespeichert ist>“ ein und führen ihn aus.
- 3. Durch den Befehl erscheint anschließend im Verzeichnis C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Hyper-V\Virtual Machines ein Junction Point zur XML-Datei des virtuellen Servers (siehe Abb. 5). Die Datei ist aber weiterhin in ihrem Quell-Verzeichnis gespeichert. Überprüfen Sie das nach der Ausführung.
Erhalten Sie einen Syntax- oder einen anderen Fehler, überprüfen Sie, ob im Verzeichnis C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Hyper-V\Virtual Machines nicht bereits die Datei vorhanden ist. In diesem Fall können Sie sich die Erstellung des Junction Points sparen. Die virtuellen Server sollten anschließend wieder im Hyper-V-Manager verfügbar sein. Überprüfen Sie als Nächstes deren Konfiguration und ändern Sie Einstellungen ab, wenn diese nicht korrekt übernommen wurden. Um die Konfiguration optimal abzuschließen, sollten Sie jetzt die virtuellen Server über deren Kontextmenü exportieren, danach im Hyper-V-Manager löschen und neu importieren lassen. Anschließend ist der Vorgang abgeschlossen.
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