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Riskiest Devices Report 2026 Warum vernetzte Infrastruktur laut Forescout zum größten Risiko wird

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Der aktuelle Bericht von Forescout rückt eine oft übersehene Realität in den Mittelpunkt: Die größten Sicherheitsrisiken entstehen nicht durch klassische IT-Systeme, sondern durch vernetzte Geräte im Hintergrund. IoT-, OT- und spezialisierte Infrastrukturgeräte entwickeln sich zunehmend zur zentralen Angriffsfläche.

Im Schnitt 32 Schwachstellen pro Gerät: Laut dem „Riskiest Devices Report 2026“ von Forescout wird vernetzte Infrastruktur zur unterschätzten Angriffsfläche.(Bild:  Forescout)
Im Schnitt 32 Schwachstellen pro Gerät: Laut dem „Riskiest Devices Report 2026“ von Forescout wird vernetzte Infrastruktur zur unterschätzten Angriffsfläche.
(Bild: Forescout)

Der „Riskiest Devices Report 2026“ von Forescout weist Netzwerk- und Infrastrukturgeräten eine zentrale Rolle im Risikogefüge zu. Router und Switches erreichen im Schnitt rund 32 bekannte Schwachstellen pro Gerät und vereinen etwa 34 Prozent der kritischsten identifizierten Lücken.

Auffällig sei die Dynamik: Rund 75 Prozent der risikoreichsten Gerätetypen tauchen erstmals in den letzten zwei Jahren in der Liste auf, etwa 40 Prozent sind neu gegenüber dem Vorjahr. Die Angriffsfläche wachse damit nicht nur, sie verändere sich kontinuierlich.

Neben klassischer Netzwerktechnik nennt der Report zunehmend spezialisierte Systeme als kritisch. Dazu zählen unter anderem Serial-to-IP-Converter, BACnet-Router oder RFID-Reader. Diese Geräte übernehmen oft verbindende Funktionen zwischen Netzwerksegmenten und sind dauerhaft aktiv.

Ihre Besonderheit liege weniger in einzelnen Schwachstellen als in ihrer Position innerhalb der Infrastruktur. Sie sind dauerhaft aktiv, kommunizieren mit zahlreichen anderen Geräten und verfügen oft über weitreichende Zugriffsrechte. Gleichzeitig fehlt es in vielen Umgebungen an Transparenz: Die Geräte sind zwar vorhanden, werden jedoch nicht konsequent überwacht oder verwaltet.

Hinzu kommt, dass viele dieser Systeme nur eingeschränkt aktualisiert werden können. Proprietäre Firmware, lange Lebenszyklen und fehlende Update-Prozesse führen dazu, dass bekannte Schwachstellen über Jahre bestehen bleiben. Standardkonfigurationen und unzureichend gesicherte Zugänge verstärken das Risiko zusätzlich.

Ein weiterer Faktor ist die zunehmende Vernetzung unterschiedlicher Technologiebereiche. IoT-, OT- und klassische IT-Systeme wachsen zusammen und tauschen kontinuierlich Daten aus. Dadurch entstehen neue Abhängigkeiten – und neue Angriffswege. Ein kompromittiertes Gerät kann sich innerhalb kürzester Zeit auf weitere Bereiche auswirken.

Der Report macht damit deutlich, dass sich Sicherheitsrisiken zunehmend aus der Breite der vernetzten Geräte ergeben. Nicht einzelne Komponenten stehen im Vordergrund, sondern die Gesamtheit der Systeme und ihre Verbindungen.

Die zentrale Herausforderung bestehe darin, diese Geräte überhaupt sichtbar zu machen. Ohne vollständige Übersicht liesen sich weder Risiken bewerten noch geeignete Schutzmaßnahmen umsetzen. Genau in diesen blinden Flecken würden die größten Sicherheitsprobleme moderner Infrastrukturen entstehen.

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