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Avaya-Studie zeigt: Flexible Arbeitszeiten sind mehr wert als Geld Dynamische Arbeitsmodelle fördern Zufriedenheit und Produktivität

Redakteur: Ulrike Ostler

Flexible Arbeitszeiten sind für europäische Angestellte ein wertvolles Gut. So würden 67 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland dafür einen niedrigeren Lohn in Kauf nehmen, in Europa sind es sogar 75 Prozent. Dies ergab die Studie „Flexible Working 2009“ des Marktforschungsunternehmens Dynamic Markets im Auftrag von Avaya, Anbieter von Produkten für die Geschäftskommunikation.

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Derzeit können rund 66 Prozent der Befragten selbst bestimmen, wann und von wo aus sie arbeiten. Unter den 501 Befragten in Deutschland sind das sogar 72 Prozent, in Spanien lediglich 52 Prozent.

Mit dem Grad der Flexibilität nimmt die Verantwortung im Unternehmen zu. So arbeiten europaweit etwa 83 Prozent der Mitarbeiter, die flexibel arbeiten, im gehobenen Management und nur 63 Prozent im unteren Management.

Ingesamt wurden im Rahmen der Studie 3.518 Angestellte in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Russland und Spanien befragt. Demnach wären die Befragten sogar bereit, auf durchschnittlich 11 Prozent ihres Vergütungspakets zu Gunsten von flexiblen Arbeitszeiten zu verzichten.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Dynamischere Arbeitsmodelle, die Mitarbeitern erlauben, die Arbeitszeiten und den Ort, von dem aus sie ihre Arbeit verrichten, selbst festzulegen, können die Zufriedenheit, Produktivität sowie Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber steigern.

Private Termine und Job im Einklang

Hans-Jürgen Jobst, Leiter Produkt- und Service-Marketing bei Avaya in Deutschland, stellt fest „Aus der Studie lassen sich Chancen für Arbeitgeber ableiten, talentierte Mitarbeiter zu halten, für die eine „Work-Life-Balance“ wichtiger ist als feste Arbeitszeiten. Das gilt insbesondere für Erziehende, die dynamische Arbeitsmodelle sehr schätzen.“

Länderübergreifend sind sich die Befragten darin einig, dass dynamischere Arbeitsmodelle die Zufriedenheit steigern: Sowohl 67 Prozent der Befragten, die bereits flexibel arbeiten sowie 67 Prozent der Mitarbeiter, denen das nicht möglich ist, gaben dies an.

Angesichts der Tatsache, dass 91 Prozent der Befragten jeden Tag im Schnitt 70 Minuten zur Arbeit pendeln, scheint dieses Ergebnis nicht überraschend. 66 Prozent nutzen dazu das Auto.

Wenn Arbeitnehmer öfter von zu Hause aus arbeiteten, schonten sie nicht nur die Umwelt, sondern könnten private Termine wie beispielsweise Arztbesuche besser mit ihrem Arbeitsalltag in Einklang bringen. Ein Aspekt, den 76 Prozent der Befragten Mitarbeiter in Deutschland besonders schätzen.

Bereitschaft zur Mehrarbeit

Für flexiblere Arbeitsbedingungen sind Mitarbeiter bereit, Zugeständnisse zu machen und auch außerhalb der normalen Bürozeiten zu arbeiten. Mitarbeiter in Deutschland sind im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn sogar deutlich entgegenkommender. Sie sind in den meisten Situationen für ihren Arbeitgeber da.

Das gilt für das Erledigen von Aufgaben auch am Abend (49 Prozent), am Wochenende (42 Prozent), oder wenn sie krank sind (38 Prozent). Arbeitnehmer in französischen Unternehmen sind da beispielsweise deutlich zurückhaltender. Nur 29 Prozent sind bereit, am Wochenende zu arbeiten und nur 14 Prozent würden arbeiten, wenn sie krank sind.

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