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Animal-to-Machine: Die jüngste Dimension

Doch meist beschränkt sich diese Überwachung auf die Kontrolle des Umfeldes, etwa des Stalls in Bezug auf verschiedene Parameter. Das Bewegungsmuster, das Fressverhalten oder die Reaktion auf Umweltfaktoren werden ebenso gemessen wie die die Eiergröße in Geflügelfarmen oder die Futterverwertung.
Für Schlagzeilen hat die SMS-sendende Kuh gesorgt – das Pilotprojekt mit 5.000 Höfen in Europa gilt als Benchmark für die M2M Technologie. Im Konzept der Firma Medria lesen Datensammler an Schlüsselstellen, sei es auf dem Feld oder an Laufwegen die Vitaldaten der überwachten Tiere aus, die von speziellen, an oder in der Kuh angebrachten Sensoren mittels Nahfunk-Signalen übertragen werden.
Die SMS-Kuh und das Dokumenten-Schwein
Ziel ist es, das enge Brunftfenster der Tiere schnell zu erfassen oder auch festzustellen, wann die Geburt des Kalbs einsetzt. Weicht das Verhalten oder die Körpertemperatur der Kuh von den vorgegebenen Regeln ab, so wird automatisch eine SMS ausgelöst damit Veterinär oder Landwirt zeitgenau aktiv werden können.
Gesammelt stehen diese Daten zusätzlich über eine Internetplattform zum Abruf bereit. Angeblich produziert eine Kuh pro Jahr 200 MB Daten – doch manches mag nicht nur zur Produktionssteigerung beitragen – so twittern beispielsweise Kühe in Kanada über ihre Milchproduktion.
Auch freilaufende iberische Schweine senden Informationen über ihr Befinden und ihre Position an die Produzenten des berühmten Schinkens. Dies verhindert nicht nur die Ausbreitung von Krankheiten und erleichtert das Einfangen der Tiere, die Züchter können so auch die vorgeschriebene spezielle Haltung für die Zertifizierung dokumentieren.
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