Wo sind meine Daten? Konkrete Fragen und dürftige Antworten

Die Security-Maßnahmen der Cloud-Anbieter zum Schutz von Kundendaten im Überblick

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Die Google-Cloud

„Google nimmt die nimmt die Sicherheit der Nutzerdaten sehr ernst“, erklärt Kai Gutzeit, Head of Google Enterprise Deutschland, Osterreich und der Schweiz. „Wir verfügen über vielfache und weit reichende Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Daten unserer Nutzer.“

Da das Unternehmen im normalen Geschäftsverlauf riesige Datenmengen schütze, sei die Infrastruktur äußerst stark und verlässlich. Rechenzentren gebe es an vielen Orten weltweit. „Alle Daten, die in einem Rechenzentren gelagert oder verarbeitet werden, unterliegen weltweit den gleichen hohen Datenschutz-Standards und -Grundsätzen“, versichert Gutzeit.

Google bietet für die Apps Premier Edition, Google Docs, Google Sites und Google Talk sowie für die E-Mail- und Kalender-Funktionen eine Verfügbarkeit von 99,9 Prozent. Die Datencenter sind nach SAS 70 Type I und II zertifiziert.

Das Unternehmen macht allerdings nicht öffentlich, wo und auf welchen Servern die Daten gespeichert werden. Ein Google-Apps-Nutzer kann keine bestimmten Länder vertraglich festlegen.

Allerdings ist das Unternehmen Mitglied des Safe Harbor-Programms. „Die Daten werden hoch redundant gesichert und es gibt eine ganze Reihe von Back-ups“, sagt Gutzeit. „Detaillierte Informationen gebe es hierzu – aus verständlichen Gründen – jedoch nicht.

Amazon bittet um Verschlüsselung

Amazon Web Services (AWS) empfiehlt Kunden, die Bedenken bezüglich der Sicherheit ihrer Daten hegen, diese zu verschlüsseln. „Zusätzlich existiert ein dreistufiges Modell für die physikalische, operative und programmatische Sicherheit“, erläutert Kay Kinton, Pressesprecherin von AWS.

Bei der physikalischen Sicherheit gehe es um die Sicherung des Aufbewahrungsorts der Daten. Die Datencenter seien sehr gut gegen Eingriffe von außen gesichert. Die operative Sicherheit garantiere, dass nur eine bestimmte Gruppe von Amazon-Mitarbeitern Zugang zu den Datencentern habe. Die programmatische Sicherheit garantiere den Unternehmen, dass nur sie selbst auf ihre Daten zugreifen dürfen.

Amazon stellt Entwicklern aus den Unternehmen Ressourcen zur Verfügung, um den Zugriff selbst zu kontrollieren und die Daten zu schützen. Mit Werkzeugen, von der Zugangskontrolle bis hin zur Firewall, können sich Kunden Anwendungen damit so entwickeln, dass sie den jeweiligen Branchenvorschriften entsprechen.

Amazon verfügt über Datencenter an der West- und Ost-Küste der USA sowie in Irland. Die Kunden können das bevorzugte Datencenter auswählen.

Über den Autor:

Markus Reppner ist freier Autor in München.

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