Firmennetzwerke enden längst nicht mehr an den physischen Unternehmensgrenzen. Ob Homeoffice, Edge-Standorte oder Cloud-Umgebungen: Den Überblick über alle Datenströme zu behalten, wird für Administratoren zunehmend komplexer. Moderne und leistungsfähige Netzwerk-Monitoring-Systeme sind hierbei eine wesentliche Hilfe.
Der anhaltende Trend hin zur Edge- und Cloud-Computing, Hybrid-Work-Szenarios, Homeoffices und das Internet of Things treiben den Bedarf an umfassenden Netzwerk-Monitoring-Lösungen.
Ein Problem, das jeder Netzwerkadministrator kennt: Irgendwo im Datenverkehr hakt es. Wo früher dann oftmals der Austausch eines Kabels, einer Netzwerkkarte oder der legendäre Neustart eines Systems ausreichte, gestaltet sich die Fehlersuche heute ungleich komplizierter.
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Multi-Cloud-Umgebungen, IoT-Geräte („Internet of Things“), Edge-Anbindungen und Hybrid Work sind mittlerweile Alltag. Sie sorgen nicht nur für einen stetigen Datenfluss sowie effizienteres und komfortableres Arbeiten, sondern machen Firmennetzwerke auch komplizierter und schwerer zu überblicken. Betreffen Probleme in derart vielschichtigen Umgebungen kritische Geschäftsabläufe, kann es schnell teuer werden.
An dieser Stelle setzen Lösungen für Netzwerk-Monitoring oder auch Network Performance Monitoring and Diagnostics (NPMD) an. Sie bieten jederzeit einen aktuellen und umfassenden Überblick über das gesamte Firmennetzwerk. Funktionen wie zum Beispiel KI-unterstützte Automatisierung sowie detaillierte Echtzeitüberwachung und -verwaltung sollen bei der ansonsten zeitraubenden Fehlersuche helfen und diese deutlich beschleunigen. Aufwendige manuelle Methoden gehören damit weitgehend der Vergangenheit an. Administratoren sind zudem in der Lage, in sehr kurzer Zeit auf Fehler oder Probleme zu reagieren und so die Geschäftskontinuität sicherzustellen.
Stets das gesamte Netzwerk im Blick
Der wichtigste Vorteil von Netzwerk-Monitoring-Systemen ist die durchgängige Transparenz. Sie bieten eine detaillierte Übersicht und Dokumentation der vorhandenen Networking-Hard- und Software sowie der Datenflüsse zwischen einzelnen Geräten und Netzwerken. Alle vorhandenen Devices und Anwendungen sind zu diesem Zweck inventarisiert. Informationen wie Netzwerktopologie, Bandbreite, Verfügbarkeit und Performance werden zentral visualisiert und lassen sich über Schnittstellen um zusätzliche Informationen ergänzen. Diese können zum Beispiel aus Lösungen für Network Performance Monitoring (NPM), Network Access Control (NAC) oder Sicherheitssystemen stammen. Sind bereits Probleme bekannt und behoben, lassen sich die dazu nötigen Verfahren hinterlegen.
Ein wichtiger Faktor, um die Arbeitslast von Netzwerkadministratoren zu reduzieren, sind die umfangreichen Automatisierungsmöglichkeiten. Sie vereinfachen wiederkehrende Aufgaben und sorgen in Kombination mit detaillierten Analysen und Reportings dafür, dass alle wichtigen Vorgänge und Datenquellen stets funktionieren und auf dem neuesten Stand sind. Anhand bereits archivierter Performancedaten können Administratoren zudem die Belastbarkeit der Umgebung einschätzen, Flaschenhälse und Lastspitzen erkennen sowie mögliche Problemstellen frühzeitig identifizieren und beseitigen, ehe sie sich auf den Geschäftsbetrieb auswirken. Auch künftige Erweiterungen und die Kapazitätsplanung werden dadurch vereinfacht. Gleiches gilt für die Netzwerksicherheit, da unerwarteter Datenverkehr, unbekannte Geräte, potenziell gefährliche Anwendungen oder sonstige Anomalien schnell auffallen.
Lösungen für jeden Zweck
Der Markt für Netzwerk-Monitoring ist vielfältig und umfasst zahlreiche Lösungen für unterschiedliche Einsatzzwecke. Grundsätzlich lassen sie sich in internes und externes Monitoring aufteilen: Bei der internen Variante wird die Überwachung direkt auf dem jeweiligen System oder Gerät durchgeführt. Externe Monitoringsysteme setzen dagegen auf spezielle Sensoren zur Datenerhebung. Ähnlich sieht es beim Unterschied zwischen aktivem und passivem Monitoring aus. Aktive Systeme tauschen selbst Informationen mit den zu überwachenden Netzwerkkomponenten aus, während passive Verfahren nur den Traffic an sich analysieren und dadurch nicht den großen Funktions- und Detailumfang aktiver Varianten bieten können.
In den meisten Fällen nutzen Lösungen für Netzwerk-Monitoring das SNMP-Protokoll (Simple Network Management Protocol). Es ist extrem weitverbreitet und dient Netzwerkgeräten primär als Schnittstelle zur Statusmeldung. Zudem unterstützt das Protokoll den Abruf zusätzlicher Informationen und die Definition spezifischer Parameter. Gängig sind auch WMI (Windows Management Instrumentation) und VMM (Virtual Machine Monitoring, auch „Hypervisor“). Letzteres dient zur detaillierten Überwachung virtueller Maschinen über entsprechende Agenten oder Software.
Weiterhin stabile Marktentwicklung
Der Bedarf an Systemen für Netzwerk-Monitoring ist ungebrochen und wird aufgrund der zunehmenden Komplexität der IT-Umgebungen eher zunehmen. Dies unterstreichen auch aktuelle Zahlen von Research and Markets: Demnach wird für 2023 ein weltweites Gesamtvolumen von 2,68 Milliarden US-Dollar erwartet. Bis 2027 soll dieser Wert auf rund 3,77 Milliarden US-Dollar steigen, was einer jährlichen Zuwachsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 8,9 Prozent entsprechen würde.
Stand: 08.12.2025
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Als Treiber nennen die Marktforscher die zunehmende Verbreitung von SaaS-basierten (Software as a Service) Monitoring-Lösungen, die vor allem von Cloud-Providern angeboten werden. Technologische Fortschritte und die damit verbundene Nachfrage nach robusten und zuverlässigen Netzwerk-Monitoring-Lösungen sorgen ebenfalls für eine positive Marktentwicklung. Letztlich bleibt auch der Bedarf an schnellen Problemlösungen, kontinuierlicher Netzwerküberwachung und erhöhter Sicherheit ungebrochen.
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