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Workshop: Monitoring mit Checkmk Das große Kompendium

Von Mirco Lang 5 min Lesedauer

Monitoring „Made in Germany“: Checkmk bietet umfassende Überwachung für IT-Infrastruktur und darauf basierende Dienste, warnt bei Problemen und Engpässen, ermittelt Verfügbarkeiten und Auslastungen, visualisiert Tausende Hosts und Zehntausende Services – und bedarf bei all dieser Komplexität ein wenig Einarbeitung. Willkommen zu unserer Workshop-Serie!

Checkmk verstehen. Monitoring beherrschen. Der Workshop im Überblick.(Bild:  Lang | Checkmk)
Checkmk verstehen. Monitoring beherrschen. Der Workshop im Überblick.
(Bild: Lang | Checkmk)

Checkmk ist eine Monitoring-Lösung, die aus der Nagios-Welt entwachsen ist und in der Open-Source-Version auch heute noch mit Nagios als Monitoring-Kern distribuiert wird. Anders als zu Nagios-Gründungszeiten in den 1990ern ist IT-Monitoring heute jedoch keine exklusive Angelegenheit für Webhoster, Admin-Services und sonstige IT-Dienstleister mehr.

IT-Monitoring bedeutet heute auch, sicherzustellen, dass die eigene Produktivität gewährleistet wird – denn ohne IT geht kaum noch etwas. Das beginnt schon bei der Überwachung von Internetverbindungen, geht über die Verfügbarkeiten von zum Beispiel E-Mail-, Office- oder Anti-Malware-Diensten, bis hin zu praktischen Warnungen über fast leere Druckerpatronen. Und wenn IT-Dienstleistungen Teil des Geschäftsmodells sind, müssen auch deutlich technischere Aspekte im Auge behalten werden, etwa Zertifikate betriebener Webseiten, Port-Aktivitäten großer Switches oder das automatisierte Treiben im Cloud-Computing.

Checkmk wird diesen vielfältigen Aufgaben durch extreme Anpassungsfähigkeit gerecht. Das offizielle Handbuch ist sehr gut darin, Features und Zusammenhänge ausführlich bis ins Detail zu erklären, kurze Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Praxisbeispiele und Best-Practices fehlen allerdings weitgehend.

Und an dieser Stelle setzt unsere Workshop-Serie an: Praxisorientiert, einsteigerfreundlich und kompakt. Die Serie hilft Ihnen, ein professionelles Monitoring aufzubauen und zu verstehen, wie Checkmk Ihre Ansprüche umsetzen kann – und das wohlgemerkt in der Open-Source-Version!

Beim Einstieg in komplexe Business-Produkte stellt sich aber zumeist eine Frage ganz grundsätzlich: „Was kann die Software, und wie setzt sie das um?“

Unser Einstiegsartikel wird dies noch genauer erklären, aber der Grundsatz lässt sich sehr kurz zusammenfassen – am althergebrachten EVA-Prinzip:

  • Die Eingabe der Daten erfolgt über Agenten, die entweder auf den überwachten Hosts („Geräten“) direkt laufen, SNMP oder etwaige APIs nutzen.
  • Die Verarbeitung übernehmen die namensgebenden Checks, die beispielsweise prüfen, ob die übermittelte CPU-Auslastung (Service) eines Servers (Host) im grünen Bereich ist und einen entsprechenden Status zuordnet.
  • Die Ausgabe der Check-Resultate erfolgt dann in Form von Ansichten, Dashboards, Graphen und vor allem Status-Anzeigen in Ampel-Manier. Und Status abseits von OK führen dann vorzugsweise zu Benachrichtigungen.

Innerhalb von Checkmk sind vor allem zwei Bereiche wichtig für das Verständnis: Im Monitoring-Bereich sehen Sie vor allem die überwachten Hosts (Server, Switches, Cloud-Instanzen, Drucker, IoT-Geräte etc.) und ihnen zugeordnete Services (Hardware-Auslastung, Anzahl/Größe überwachter Dateien, Log-Einträge, Tintenfüllstände etc.) – jeweils mit Status wie unter anderem UP/DOWN für Hosts und OK/WARN/CRIT für Services.

Im Bereich für die Konfiguration sehen Sie hingegen vor allem Regeln: Checkmk arbeitet mit Regeln – wichtig für die Skalierung! Ein Beispiel: Wenn Sie ein Dutzend Linux-Server betreiben, müssen Sie nicht bei jedem einzelnen einstellen, dass etwa eine CPU-Auslastung von 90 Prozent zu einer Warnung führt. Stattdessen setzen Sie eine Regel, dass jeder Host mit dem Attribut „Linux-Server“ entsprechend ausgewertet wird – „Linux-Server“ könnten hier etwa alle Hosts in einem bestimmten Ordner sein.

Regeln können sich nämlich statt auf Hosts, auf Ordner anwenden lassen – aber derlei Erklärungen überlassen wir lieber den einzelnen Workshop-Artikeln aus der folgenden Übersicht.

Workshop-Übersicht

Die folgende Gliederung ordnet die einzelnen Artikel Blöcken zu, die für eine strukturierte Einarbeitung eine sinnvolle Lesereihenfolge vorgeben.

Grundlagen & Architektur

In diesem Block geht es um das Grundverständnis von Checkmks Arbeitsweise, wichtige Begriffe, Datenflüsse, um das abstrakte Verständnis – und ein wenig mehr:

System- und Service-Überwachung

Wie läuft die Überwachung von Hosts und Services ganz konkret ab? In diesem Block finden Sie konkrete Anleitungen, wie sich gängige Objektüberwachungen einrichten lassen – etwa Server, Mailkonten oder Netzwerkschnittstellen. Wenn Sie schon theoretische Kenntnisse über Checkmk haben, finden Sie hier die passenden Artikel, um die Lücke zur Praxis zu schließen.

  • 4. Zwei Artikel der besonderen Art:
    Workshop: check_httpv2; ist die Neuentwicklung des seit 20 Jahren omnipräsenten check_http
    Workshop: check_cert; ist ein ganz neues Tool, das dessen Zertifikatscheck-Features massiv ausbaut.

Das Besondere: Beide Tools funktionieren auch als Standalone ohne Checkmk.

Betrieb & Wartung

Hier dreht sich alles um Aufgaben, die ohne Monitoring-Lösung gar nicht erst anfielen – beispielsweise die gar nicht mal so trivialen Aktualisierungen.

  • 1. Workshop: Backup-Überwachung – Vorgehensweise, integrierte und eigene Checks. Freilich geht es hier nicht nur um Backups von Checkmk selbst, sondern um jegliche Art von Datensicherungen. Und hier gibt es erstaunlich viel Spielraum.

Integration & Virtualisierung

Hier finden Sie ein sehr breites Spektrum an Themen vor. Es geht um die Frage, welche Systeme sich wie integrieren lassen – und auch wo Checkmk selbst von Dritten integriert wird. Beispielsweise lassen sich Checkmk-Daten nahtlos im Allzweck-Visualisierer Grafana für Dashboards nutzen.

Ein Schwerpunkt liegt im Bereich Virtualisierung, denn ohne Docker & Co. geht heute nichts mehr.

Visualisierung & Anpassung

Was nützen schnöde Daten, wenn sie nicht ansprechend aufbereitet und präsentiert werden? Und was würde das Management mit Daten anfangen, die nicht auf Management-Dashboards abstrahiert werden? Checkmk bietet umfassende Möglichkeiten, Daten und Zustände hübsch und nützlich aufzubereiten – unsere Artikel ermöglichen Ihnen den Einstieg, für gute Ergebnisse muss Ihr Spieltrieb sorgen, der definitiv schnell geweckt wird.

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Häufige Fragen zu Checkmk

Checkmk ist Open Source und kann kostenfrei eingesetzt werden. Es eignet sich sowohl für kleine Umgebungen als auch für Enterprise-Infrastrukturen. Die Plattform wird häufig als moderne Alternative zu klassischen Nagios-Installationen genutzt. Sie unterstützt Server-, Netzwerk-, Cloud- und Container-Monitoring und lässt sich über Regeln stark automatisieren.

Diese Workshop-Serie richtet sich an Administratoren, DevOps-Teams und IT-Verantwortliche, die Checkmk strukturiert verstehen und produktiv einsetzen wollen.

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