Der IT-Dienstleister Computacenter hat seine klassische Enterprise-IT für den Mac geöffnet und seinen Mitarbeitern im Rahmen eines Pilotprojektes eine moderne, cloudbasierte Infrastruktur mit Macs zur Verfügung gestellt. Die Akzeptanz ist groß!
Macbooks sind beliebt – aber viele IT-Abteilungen haben große Bedenken, was die Integration von Apple-Computern in die Enterprise-IT betrifft. Zu unrecht!
Während iPhones und iPads in vielen Unternehmen schon zur Standardausstattung gehören, wird in den meisten Enterprise-IT-Infrastrukturen als Laptop noch der klassische Windows-Rechner genutzt. Grundsätzlich nachvollziehbar, denn die Infrastruktur dafür ist vorhanden und funktioniert. Die Hürden scheinen vielen Unternehmen auch deshalb hoch zu sein, weil sie es als zu aufwendig einschätzen, eine „Parallelwelt“ für macOS-Geräte aufzubauen und diese zusätzlich zu supporten. Auch bei Computacenter war der Mac lange kein Thema. Das hat sich nun geändert.
Erfolgsfaktoren für eine reibungslose Mac-Integration
Gut vorausplanen
Bedarf analysieren
Technische, organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen definieren
Bedürfnisse der User verstehen
Prozesse automatisieren
Tools und automatisierte Prozesse nutzen
Zero-Touch-Installationen als Basis für effizienten Rollout
Geräte von Anfang an remote verwalten
Cloud mitdenken
Treiber wie Microsoft 365 nutzen
Cloud-Applikationen sind auf jedem Betriebssystem gleich, Anwendungen wie Office 365 beschleunigen die Mac-Integration
Azure-Services und Jamf Pro sorgen für einfaches Single Sign-on
Schwarmwissen nutzen
Schulung des Supports, um Anwender bestmöglich zu unterstützen
Genügend Zeit einplanen, um „Mac-Neulinge“ abzuholen
Zentrale Bereitstellung von Infos und Dokumentationen
Power-User beim Aufbau einer Mac-Community einbeziehen
Vertrauen schaffen
Mac-Integration als Change-Prozess verstehen, Bedenken von Usern, IT und Management ernst nehmen
Management frühzeitig einbinden
Intensive Einführung von Mitarbeiter, die erstmalig mit dem Mac arbeiten
Moderne, cloudbasierte Infrastruktur mit MacBooks
Um seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine größere Flexibilität im Hinblick auf die Auswahl des Arbeitsgerätes zu bieten, öffnete der IT-Dienstleister seine klassische Windows-Umgebung für den Mac in einem Pilotprojekt. Ziel war es, den Mitarbeitern auch eine moderne, cloudbasierte Infrastruktur mit Macs zur Verfügung zu stellen. Sie sollten einfach von überall auf die benötigten Daten und Applikationen zugreifen können, während alle Anforderungen in puncto Sicherheit und Datenschutz erfüllt sind. Genauso, wie es auch bei Windows-Nutzern im Unternehmen der Fall ist.
Detaillierte Analyse
Ende 2020 wurden zunächst 50 Mitarbeiter für das Pilotprojekt ausgewählt, die aus den unterschiedlichsten Bereichen kamen – von Consultants und Vertriebsmitarbeitern bis hin zu Kollegen aus dem Marketing und Partnermanagement. Inzwischen ist die Anzahl der Testuser auf über 300 angewachsen. „Wir mussten zwei Gruppen betrachten: Einerseits die User die bereits mit eigenen, nicht gemanagten Macs arbeiten. Auf der anderen Seite diejenigen, die bisher noch keinen Mac hatten“, erzählt Julia Markovic, Product Manager bei Computacenter. „Zunächst sind wir in die Analyse gegangen und haben uns genau angeschaut, was wir tun müssen, um unseren Mitarbeitern einen Standard-Mac anzubieten.“ Um eine zeit- und kosteneffiziente Einführung von verwalteten Macs zu ermöglichen, setzte der IT-Dienstleister auf einen selbst entwickelten Standard für das Mac-Deployment.
Verwaltung und Absicherung mit Mobile Device Management
Um den Mac in die Infrastruktur zu integrieren, nutzte der IT-Dienstleister die Software Jamf Pro für sein Mobile Device Management (MDM). Damit lassen sich Macs verwalten und absichern. Für den Rollout setzte das Unternehmen zudem eine automatische Geräteregistrierung ein. Sie gewährleistet eine einfache erste Einrichtung des Macs, indem die MDM-Registrierung und -Betreuung von Geräten während der Aktivierung automatisch abläuft. So ist es möglich, die Macs von Anfang an remote zu managen. Das bringt sowohl Zeit- als auch Kosteneinsparungen mit sich und verhindert, dass vertrauliche Informationen in die falschen Hände geraten.
Um den Zugriff auf grundlegende Benutzer-Account-Informationen sicherzustellen, wurden im ersten Schritt alle User in das Azure Active Directory migriert. Ziel des IT-Dienstleisters war es, möglichst viel aus der Cloud herauszuholen, den Integrationsaufwand so gering wie möglich zu halten und sich damit zukunftssicher aufzustellen.
Einfache Integration dank Zero Touch
Bei der Integration steht der User ganz klar im Fokus. So heißt es: auspacken, aufklappen, selbst konfigurieren und loslegen – ganz unabhängig davon, ob die Mitarbeiter im Homeoffice sind oder im Büro. Wer bereits einen Mac im Einsatz hat, muss das Gerät einmalig zurücksetzen. Anschließend ist der Installationsprozess der gleiche, den Mitarbeiter auch mit neu ausgelieferten Macs durchlaufen müssen. Insgesamt ist der gesamte Prozess einfach und intuitiv. Nach erstmaliger Registrierung im Apple Business Manager können die User ihr Gerät anhand einer Dokumentation selbst einrichten.
Dank der Cloud-Migration waren alle benötigten Anwendungen in Office 365 wie Outlook, Word, Excel, PowerPoint und Teams sofort verfügbar. Zudem können alle Mac-User mit einer Dateiablage über OneDrive auf SharePoint Online zugreifen. Der IT-Dienstleister ging bei der Integration nach dem 80/20-Prinzip vor: 80 Prozent aller Anwendungen waren sofort verfügbar, die restlichen 20 Prozent – die Spezialanwendungen – hat Computacenter im nächsten Schritt implementiert. Darüber hinaus haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, spezifische Applikationen wie beispielsweise die Creative Cloud von Adobe aus einem definierten Pool selbst zu installieren.
Stand: 08.12.2025
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Im Mittelpunkt: der Mensch
Ganz entscheidend für den Erfolg des Projektes war es, die Menschen von Anfang an mit ins Boot zu holen. „Oftmals gibt es noch Hemmschwellen im Unternehmen, deshalb braucht man jemanden, der Vertrauen schafft. Gleichzeitig ist es wichtig, auf die Bedenken der Mitarbeiter einzugehen und diese abzuholen. Darüber hinaus ist es sehr hilfreich, wenn es jemanden im Management gibt, der unterstützt und die Notwendigkeit für eine Veränderung sieht. Nur so lassen sich alte Prozesse aufbrechen“, ist sich Julia Markovic sicher.
Ein besonders wichtiger Aspekt war es, das Wissen über die neue Plattform in die eigene Support-Organisation hineinzutragen. Dieser Teil der Implementierung ist letztendlich die Basis, damit der Mac als vollwertige Plattform nutzbar ist und seine Vorteile ausspielen kann.
Einfache Integration dank Schwarmintelligenz
Die eingesetzten Tools waren der Grundstein für eine einfache Integration der Macs in die Windows-Infrastruktur. Jamf Pro und der Support via Apple Care sorgen für eine reibungslose Verwaltung und einen einfachen Benutzerservice. „Neben den Tools war unser Erfolgsrezept, alle Menschen an einen Tisch zu bringen, die Bedenken zu verstehen und diese gemeinsam aus dem Weg zu räumen“, resümiert Julia Markovic. Dazu haben auch der eigens eingerichtete Microsoft-Teams-Kanal und die Wissensdatenbank im Wiki beigetragen. Zudem haben die Mac-User eine Community gegründet, in der sie sich regelmäßig austauschen und unterstützen.
Das bereits existierende Mac-Expertenwissen im Unternehmen, der wohlüberlegte Angang und das gute Zusammenspiel aus Menschen und Technologien hat das Pilotprojekt erfolgreich gemacht und für die reibungslose Integration des Macs in die Enterprise-IT gesorgt. Die Akzeptanz ist groß: Nicht nur Anwender, sondern auch IT-Abteilung und Management sind überzeugt von der Ergänzung durch den Mac. Man kann also sagen: jeder kann Mac! http://www.jederkannmac.de/