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Device as a Service: Mietmodelle für den Arbeitsplatz 6 Tipps für den erfolgreichen DaaS-Einsatz

Ein Gastbeitrag von Dennis Ewald 3 min Lesedauer

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Software, Rechenleistung und Plattformen lassen sich bereits as a Service beziehen – ganze IT-Arbeitsplätze mittlerweile auch. Diese Mietmodelle für den Arbeitsplatz – Device as a Service (DaaS) genannt – setzen sich aus gutem Grund am Markt durch: sie orientieren sich am Mitarbeiter und verringern nachweislich die Komplexität und Kosten ganzer Geschäftsprozesse.

Dennis Ewald vom IT- Beratungsunternehmen Adlon skizziert die Vorteile von Device as a Service und zeigt, auf was man bei DaaS-Angeboten achten sollte.(Bild:  Adlon Intelligent Solutions)
Dennis Ewald vom IT- Beratungsunternehmen Adlon skizziert die Vorteile von Device as a Service und zeigt, auf was man bei DaaS-Angeboten achten sollte.
(Bild: Adlon Intelligent Solutions)

Bei Device as a Service (DaaS) bezahlt ein Unternehmen ein Abo pro Mitarbeiter/Gerät, das ihm die Gerätebereitstellung, Installation, fortlaufende Sicherheitsverwaltung und den Gerätetausch gewährleistet. So lagern Unternehmen den komplexen Prozess rund um die IT-Gerätebeschaffung aus. Wo in der Vergangenheit vor allem Firmen ohne eigene IT-Abteilung profitieren konnten, nimmt DaaS nun auch großen, international agierende Konzernen den Druck in Sachen Fachkräftemangel, Prozesstransparenz und steigender Kosten.

DaaS am Markt – ein Faktencheck

In den Anfängen von Device as as Service entwickelten sich einige wenige IT-Anbieter mit ihrem bestehenden Know-how und Geschäftsmodell weiter und definierten so den Benchmark für As-a-Service in DACH. Dieser zeichnet sich durch einen durchgängigen Prozess, klare Kommunikation, breites und tiefes Know-how, hohen Security-Fokus und Hersteller- und Plattform-Unabhängigkeit aus. Mittlerweile drängen auch viele Hersteller, Leasinganbieter und Start-ups in diesen Markt, bedienen oft jedoch nur Teilbereiche oder verweisen an andere Partner. Irreführende Werbung und oberflächliche Versprechungen machen das Angebot oft undurchsichtig.

Sechs Tipps, die bei der Anbieterauswahl für Device as a Service helfen können:

1. Bestandsgeräte berücksichtigen

Viele Device-as-a-Service-Anbieter bieten zu Beginn der Zusammenarbeit nur den Weg des Tabula rasa an. Bedeutet, dass alle Geräte neu erworben werden oder über den Anbieter zu leasen bzw. zu mieten sind. Seriöse DaaS-Anbieter denken nachhaltig und sind flexibel in der Gestaltung des Verwaltungskonzepts. Bestandsgeräte können mit Kauf oder Miete kombiniert werden. Bestehende oder neue Leasinganbieter werden berücksichtigt. Ein nachhaltiges und flexibles Vorgehen zeichnet einen guten DaaS-Partner aus.

2. Hersteller-Neutralität

Bleiben Sie unabhängig vom Hersteller oder vom Betriebssystem und entscheiden Sie selbst, welche Geräte Sie in Ihren Warenkorb nehmen. Wichtig ist, dass Sie eine Verwaltung für alle Geräte und Betriebssysteme haben. Das reduziert Abhängigkeiten von Preisentwicklungen der Hersteller und Sie bleiben im Einkauf flexibel. Gerade die Lieferengpässe der jüngsten Vergangenheit zeigen, dass Alternativkonzepte des DaaS-Anbieters (Lagerware, Refurbished-Geräte, BYOD, verlängerte Nutzungszeiten uvm.) die Produktivität aufrechterhalten können.

3. Eine Verwaltung für alle Endgeräte

iOS, MacOS, Windows, Android, Linux und Chrome sollten mit einer homogenen Plattform verwaltet werden können. Das ermöglicht eine nahtlose Integration in die DEPs (Device Enrollment Program) der Hersteller und reduziert die Komplexität maßgeblich. Als im Markt führende Lösung für das Endgerätemanagement bewährt sich in der Praxis hierzu z.B. die Lösung Microsoft Intune.

4. End-to-End – den gesamten Arbeitsplatz im Blick

Im Hinblick auf Ressourcen stellt die Verwaltung der Endgeräte den Löwenanteil dar. Dennoch gilt es, den gesamten Prozess mit allen Kernprozessen zu betrachten. Ein Anbieter sollte alle Disziplinen beherrschen und dabei die Anwender, die Sicherheit und die Transparenz im Blick behalten. Einige Vorteile bietet beispielsweise ein Bestellportal für die Arbeitsplatzausstattung ähnlich einem Auto Konfigurator. Solch ein Bestellportal im Self-Service angelegt, spart Verwaltungsaufgaben und somit Ressourcen.

5. Security-first

Achten Sie auf einen Anbieter, der Sicherheit als oberste Priorität hat und Managed Endpoint Protection als dynamischen Schutz on top bietet. Auch hier wird die Qualität des Anbieters in allen Kernprozessen schnell sichtbar: Sind Sicherheitsmaßnahmen der Hardware selbst berücksichtigt? Liegt ein grundlegender Schutz in der Geräteverwaltung durch ein umfassendes Sicherheitskonzept vor? Bietet der Anbieter einen dynamischen, d.h. akuten Schutz vor Vorfällen oder zur Reaktion auf diese an? Steht ein Support-Team für Admins oder User bereit? Und wie erfolgt ein sicherer Gerätetausch hinsichtlich der Daten und Werte?

6. Alles aus einer Hand (flexibler SPOC)

Verlagern Sie nicht die Komplexität der internen Prozesse nach außen. Wo bisher viele Beteiligte von Einkauf über IT bis Finance involviert waren, bietet DaaS eine große Chance: ein einziger Ansprechpartner für die Arbeitsplatzbereitstellung. Achten Sie darauf, Leasinganbieter, Hersteller, Managed Client Anbieter und Helpdesk nicht einzeln orchestrieren zu müssen. Wählen Sie einen Anbieter, der als flexibler Single Point of Contact (SPOC) agiert und alle Aspekte von DaaS abdeckt.

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Mein Appell

Setzen Sie auf einen DaaS-Service bzw. einen DaaS-Anbieter, der diese Aspekte berücksichtigt. Nur so können Sie sicher sein, dass Sie ganzheitlich von Device as a Service profitieren. Mit dem Ziel, die Komplexität und Kosten des Prozesses rund um die Arbeitsplatzbereitstellung zu reduzieren.

Über den Autor

Dennis Ewald ist Head of Endpoint Management beim IT-Beratungsunternehmen Adlon Intelligent Solutions GmbH.

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