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Remote Access ohne IP Zeroport will VPNs überflüssig machen

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

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Das israelische Startup Zeroport sammelt 10 Millionen Dollar ein und stellt eine unbequeme Frage: Warum setzt Remote Access überhaupt noch auf IP?

Die beiden Gründer von Zeropoint Lavi Friedman (li.) und Joseph Gertz (re.) setzen auf einen Ansatz, der Netzwerkgrenzen nicht absichert, sondern physisch neu zieht. Keine Pakete rein, keine Daten raus – nur menschliche Interaktion und Pixel.(Bild:  Zeropoint)
Die beiden Gründer von Zeropoint Lavi Friedman (li.) und Joseph Gertz (re.) setzen auf einen Ansatz, der Netzwerkgrenzen nicht absichert, sondern physisch neu zieht. Keine Pakete rein, keine Daten raus – nur menschliche Interaktion und Pixel.
(Bild: Zeropoint)

Remote Access gilt als notwendiger Bestandteil moderner IT und OT. VPNs, Zero Trust Network Access und ähnliche Modelle versuchen, Risiken zu kontrollieren. Zeroport geht einen anderen Weg und stellt das Prinzip selbst infrage.

Das Unternehmen hat eine Seed-Finanzierung über 10 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Die Runde wird von lool ventures angeführt, beteiligt sind unter anderem Clarim Ventures, CyberFuture und Fusion Fund. Mit dem Kapital will Zeroport seine internationale Expansion vorantreiben und die Entwicklung der eigenen Plattform beschleunigen.

Technologisch setzt Zeroport nicht auf IP-basierte Verbindungen. Die Fantom-Plattform nutzt eine hardwaregestützte Architektur, die an der Netzwerkgrenze ansetzt. In das Netzwerk gelangen ausschließlich menschliche Eingaben, nach außen werden lediglich visuelle Pixelströme übertragen. IP-Pakete sollen physisch weder hinein- noch hinausgelangen.

Der Ansatz richtet sich vor allem an Umgebungen, in denen klassische IP-Konnektivität als strukturelles Risiko gilt, etwa in industriellen Netzen, kritischen Infrastrukturen oder staatlichen Systemen. Dort sind Remote-Zugriffe oft notwendig, gleichzeitig aber sicherheitstechnisch problematisch.

Zeroport positioniert sich damit nicht als Weiterentwicklung bestehender Remote-Access-Modelle, sondern als Alternative zu ihnen. Statt IP-Verbindungen abzusichern oder granular zu kontrollieren, wird der Zugriff funktional reduziert. Das Netzwerk bleibt erreichbar, ohne erreichbar zu sein.

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