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Vernetzte Gesundheit am Limit Woran die Kommunikation im Gesundheitswesen krankt

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

Eine aktuelle Untersuchung von Mitel in Zusammenarbeit mit Frost & Sullivan zeigt strukturelle Schwächen in der Kommunikationsinfrastruktur vieler Gesundheitseinrichtungen. 62 Prozent berichten von Ausfällen durch Verbindungsprobleme mit potenziellen Risiken für besonders vulnerable Patientengruppen.

Wenn Kommunikationssysteme ausfallen, gerät nicht nur der Klinikbetrieb ins Stocken – auch die Patientensicherheit steht auf dem Spiel.(Bild:  KI-generiert)
Wenn Kommunikationssysteme ausfallen, gerät nicht nur der Klinikbetrieb ins Stocken – auch die Patientensicherheit steht auf dem Spiel.
(Bild: KI-generiert)

Kommunikation ist im Krankenhaus kein „Nice-to-have“, sondern Teil der kritischen Infrastruktur. Wenn Systeme instabil laufen oder ausfallen, betrifft das nicht nur Prozesse, sondern unmittelbar die Versorgung. Laut der Studie „Gesundheitskommunikation für die Komplexität der realen Welt“ kämpfen 62 Prozent der befragten Organisationen mit Störungen aufgrund von Verbindungsproblemen.

Komplexität statt Integration

Die Untersuchung verweist weniger auf fehlende Budgets als auf strukturelle Herausforderungen. Fast zwei Drittel (62 Prozent) der Beschäftigten geben an, nicht ausreichend im Umgang mit neuen Technologien geschult worden zu sein. Entsprechend gering sei das Vertrauen in neue Systeme.

Hinzu komme Akzeptanzproblematik: 63 Prozent nutzen neue Tools nur widerwillig. Als Gründe nennen 66 Prozent eine Überlastung durch zu viele Kommunikationskanäle und 64 Prozent fehlende rollenspezifische Werkzeuge. Statt integrierter Plattformen dominieren offenbar fragmentierte Insellösungen.

Das Ergebnis: Medienbrüche, Informationsverluste und Verzögerungen.

Auswirkungen auf die Versorgung

Kommunikationsdefizite bleiben nicht folgenlos. Veraltete oder instabile Systeme erhöhen laut Studie das Risiko für Behandlungsverzögerungen und steigern die Belastung des Personals. In Notfall- oder Intensivsituationen können selbst kurze Unterbrechungen spürbare Konsequenzen haben.

Luiz Domingos, CTO bei Mitel, warnt vor den operativen Folgen: „Wenn Kommunikationssysteme ausfallen, hat das weitreichende Auswirkungen, die über die betriebliche Effizienz hinausgehen. Im Gesundheitswesen können selbst kurze Verzögerungen oder Ausfallzeiten erheblichen Druck auf die Pflegeteams ausüben und die Patientensicherheit beeinträchtigen.“

„In einer Zeit zunehmender Turbulenzen im gesamten Gesundheitssystem – geprägt von Personalmangel, Burnout, steigenden Kosten und einer höheren Nachfrage durch die alternde Bevölkerung – ist effektive Kommunikation entscheidend“, fügt Luiz Domingos hinzu. „Die Studie zeigt deutlich, wie dringend die Kommunikation im Gesundheitswesen modernisiert werden muss. Nur so lassen sich betriebliche Lücken schließen und eine konsistente, patientenorientierte Versorgung gewährleisten.“

IT-Investitionen verschieben sich

Führungskräfte im Gesundheitswesen setzen laut Bericht verstärkt auf Modernisierung. Priorisiert werden:

  • 60 Prozent priorisieren Arbeitsabläufe, die medizinisches Fachpersonal direkt unterstützen.68 Prozent priorisieren Verbesserungen in der Notfall- und Intensivmedizin.
  • 59 Prozent konzentrieren sich auf Abläufe in Pflege und stationärer Versorgung, um den täglichen Betrieb zu stärken.
  • 59 Prozent investieren in öffentliche Gesundheits- und Präventionsmaßnahmen. Ziel ist es, vermeidbare Besuche in Notaufnahmen zu reduzieren und das Management chronischer Erkrankungen zu verbessern.

Für eine belastbare und qualitativ hochwertige Versorgung brauchen Gesundheitsdienstleister zuverlässige, sichere und skalierbare Systeme. Diese sollten die Entscheidungsfindung unterstützen und Abläufe effizienter machen. Solche Lösungen stärken nicht nur die heutigen klinischen Prozesse. Sie schaffen auch die Grundlage für Innovationen, die die Gesundheitsversorgung der Zukunft prägen.

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