ManageEngine hat in München seine erste User Conference in Deutschland ausgerichtet. CEO Rajesh Ganesan stellte dabei Strategien vor, wie Unternehmen ihre digitale Reife steigern, KI-Technologien integrieren und gleichzeitig ihre Cyberresilienz stärken können.
Rajesh Ganesan, CEO von ManageEngine, adressiert die Teilnehmer der ersten UserConf Germany 2025 in München – Fokus auf digitale Transformation und AI-Readiness.
(Bild: ManageEngine)
Am 27. März 2025 brachte ManageEngine gemeinsam mit seinem deutschen Vertriebspartner MicroNova über 200 Anwender, Partner und Technologieexperten zur ersten UserConf Germany im Marriott Hotel City West in München zusammen. Im Vordergrund stand nicht nur die Präsentation neuer Tools, sondern auch der Austausch darüber, wie Unternehmen die Herausforderungen der digitalen Transformation und der AI-Readiness tatsächlich bewältigen können.
Deutschland entwickelt sich zum wichtigsten Markt für ManageEngine in Europa. Laut eigenen Angaben wächst der Umsatz in der DACH-Region jährlich um durchschnittlich 25 Prozent. Doch die Konferenz machte klar: Technologie allein ist nicht der Schlüssel – es sind die Menschen und ihre Erfahrung, die den Wandel gestalten.
Dreiklang der Transformation: Workplace, Workforce, Workload
Die zentrale Fragestellung lautete: Wie können Unternehmen ihre Arbeitsumgebungen, ihre Teams und ihre Prozesse so verändern, dass sie der Dynamik einer KI-getriebenen Welt standhalten? Die Antwort fand man in den drei wesentlichen Säulen moderner IT-Strategien: Workplace, Workforce und Workload.
Workplace beschreibe dabei die Umgebung, in der Mitarbeiter arbeiten – sowohl physisch als auch digital. In Zeiten hybrider Arbeitsmodelle gehe es nicht mehr nur darum, Laptops und VPN-Zugänge bereitzustellen, sondern skalierbare, sichere und gleichzeitig flexible Arbeitsräume zu schaffen. Laut ManageEngine müsse dieser digitale Arbeitsplatz intelligent orchestriert werden, um eine konsistente User Experience über alle Plattformen hinweg zu gewährleisten.
Workforce adressiere die Menschen hinter der Technologie. Ganesan stellte klar, dass es nicht ausreiche, neue Tools einzuführen; Unternehmen müssten die digitale Kompetenz ihrer Mitarbeiter aktiv entwickeln und neue Skillsets – insbesondere im Umgang mit KI und Automatisierung – gezielt fördern. Nur so lasse sich der „Human Factor“ in der Transformation produktiv nutzen, anstatt ihn als Bremsklotz zu erleben.
Workload beziehe sich auf die Systeme, Prozesse und Applikationen, die tägliche Geschäftsaktivitäten unterstützen. Im Zeitalter von Cloud, SaaS und Edge Computing veränderten sich diese Workloads rasant. Unternehmen müssten nicht nur die Migration, sondern auch die Orchestrierung und das Monitoring dieser verteilten Systeme automatisieren, um Sicherheitsrisiken und Effizienzverluste zu vermeiden.
Die Keynote von Rajesh Ganesan, CEO von ManageEngine, hob hervor, dass ein hoher digitaler Reifegrad künftig nicht mehr ausreiche – Unternehmen müssten explizit „AI-ready“ werden. Dabei gelte es, Daten, Prozesse und Stakeholder in einer zunehmend KI-dominierten Welt effizient zu orchestrieren. Dies bilde nach Ansicht von ManageEngine die Grundlage für eine erfolgreiche digitale Transformation, die über reine Infrastrukturmodernisierung hinausgehe.
Künstliche Intelligenz: Vision und Realität
Einen Fokus legte Ganesan auf AI Operations (AIOps) und autonome IT-Agenten: Künftig sollen Systeme nicht nur Aufgaben ausführen, sondern eigenständig Entscheidungen treffen und Prozesse optimieren können. Damit verschiebt sich der Anspruch an IT-Teams massiv – weg von reaktiver Administration, hin zu proaktiver Optimierung durch KI-gesteuerte Plattformen – ein Konzept, das weit über klassische IT-Automatisierung hinausgeht.
ManageEngine präsentierte mit den Zia Agents ein Framework für agentenbasierte Automatisierung. Statt monolithischer KI-Ansätze setze das Unternehmen auf spezialisierte, miteinander kommunizierende Softwareagenten, die eigenständig Aufgaben übernehmen können. Diese Agents sollen über eigene Konversationsschnittstellen verfügen, dynamisch Informationen austauschen und eigenständig Entscheidungen im Rahmen definierter Policies treffen.
Als Datenbasis diene die Zoho Unified Data Platform, die alle Betriebsdaten, Nutzungsmetriken und Security-Informationen in einer konsistenten Struktur zusammenführt. Der Zugriff erfolgt entweder über proprietäre APIs oder über offene Schnittstellen für Drittanbieter-Integration. Damit will ManageEngine verhindern, dass Kunden in einer herstellerspezifischen Datenwelt eingeschlossen werden („Vendor Lock-in“).
Ramprakash Ramamoorthy, Director of AI Research bei ManageEngine.
(Bild: ManageEngine)
Ramprakash Ramamoorthy, Director of AI Research bei ManageEngine, beschrieb die technische Evolution klar: Von klassischen regelbasierten Systemen über Machine Learning und Deep Learning hin zu Agentic AI – einer neuen Generation von Systemen, die nicht mehr auf statische Eingaben angewiesen sind, sondern selbstständig neue Handlungspfade entwickeln und verfolgen können.
Stand: 08.12.2025
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Besondere Aufmerksamkeit schenkte ManageEngine der Frage der KI-Reife von Unternehmen. Nur wer in der Lage sei, Datenquellen zu konsolidieren, Metadaten sauber zu strukturieren und Datenschutzanforderungen zu erfüllen, könne den Sprung von automatisierter Reaktion zu proaktiver Optimierung vollziehen. Hierbei gelte das Grundprinzip: „Garbage in – Garbage out“. Schlechte oder fragmentierte Datenbasen würden auch bei modernsten KI-Ansätzen zu unzuverlässigen Ergebnissen führen.
Die technische Stoßrichtung der Veranstaltung war damit klar: KI wird nicht als Add-on verstanden, sondern als neuer Grundpfeiler moderner IT-Infrastrukturen – vorausgesetzt, Unternehmen schaffen es, die eigene digitale und organisatorische Reife schnell genug anzupassen.
Workshops: Praktische Umsetzung im Mittelpunkt
Ergänzend zu den Keynotes bot ManageEngine mehr als 15 Workshops an, die zentrale Themenfelder des modernen IT-Managements abdeckten. Schwerpunkte waren unter anderem:
Identity- und Access-Management (IAM)
Security Information and Event Management (SIEM)
Cloud Access Security Broker (CASB)
Unified Endpoint Management (UEM)
IT Operations Management (ITOM)
In praxisorientierten Sessions demonstrierten Experten, wie sich KI-basierte Funktionen konkret in bestehende Unternehmensstrukturen integrieren lassen. Teilnehmer konnten in Live-Demonstrationen die Funktionsweise neuer Agent-Modelle nachvollziehen und Hands-on-Erfahrung mit Automatisierungsskripten sammeln.
Zusätzlich bot ManageEngine die Möglichkeit, offizielle Zertifizierungen in Bereichen wie ITSM, Endpoint Management und Cloud Security zu erwerben. Dieser Ansatz verdeutlichte den Anspruch des Unternehmens, nicht nur Technologien bereitzustellen, sondern auch Kompetenzen nachhaltig zu vermitteln.
ManageEngine liefert Impulse – aber den Wandel gestalten die Anwender
Die erste UserConf Germany machte deutlich: ManageEngine liefert Werkzeuge und Impulse – aber der eigentliche Erfolg der digitalen Transformation hängt von den Anwendern selbst ab.
Digitale Reife, KI-Readiness und Cyberresilienz lassen sich nicht kaufen. Sie entstehen durch bewusste Investitionen in Kompetenzen, Prozesse und kollaborative Strukturen.
Die Konferenz bot dafür einen wichtigen Ausgangspunkt – doch der Weg in eine KI-basierte IT-Zukunft bleibt für viele Unternehmen ein anspruchsvoller Marathon.