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Stratus Avance im Verbund mit x86
In Zusammenarbeit mit dem betreuenden Systemhaus Hecom in Ludwigshafen entschied sich die RV Bank für die Implementierung von Stratus Avance, einem Server-System, das Hochverfügbarkeit, Virtualisierung und einfache Bedienung vereint und damit genau das Anforderungsprofil der Kartoffelsortieranlage erfüllt. Stratus Avance verbindet zwei „normale“, virtualisierte x86-Server, die im Betrieb laufend synchronisiert werden.
Sollte es zu einem Server-Ausfall kommen, würde Avance automatisch eine Live-Migration der virtuellen Maschinen zum jeweils anderen Server durchführen; dieser würde den Betrieb dann fortsetzen. Es ist also ein nahtloser Betrieb ohne jegliche Ausfallzeit sichergestellt. Sobald die Störung behoben ist, bringt Avance die beiden Server wieder auf den gleichen Stand, so dass sie von da an wieder synchron arbeiten.
Dabei wartet Stratus Avance jedoch nicht einfach auf die Störung einer System-Komponente, sondern kontrolliert pro-aktiv mehr als 150 unterschiedliche Systemparameter von der Stromspannung über die Temperatur bis zum Fehlerkorrekturverfahren des Arbeitsspeichers. Avance verfügt über eine automatische Fehlererkennung auf Basis einer Fehlermusterdatenbank.
Fehlermuster helfen bevor die IT zusammenbricht
Damit lassen sich auftretende Hardwareprobleme schon während der Entstehung identifizieren. Noch noch vor dem Ausfall wird reagiert und die Live-Migration veranlasst. Dadurch erreichen auch handelsübliche x86-Server ein Verfügbarkeitsniveau von mehr als 99,99 Prozent, mehr als genug für die Anforderungen der Kartoffelsortieranlage.
Die RV Bank hatte auch andere Lösungen evaluiert, aber nur bei Stratus ließ sich das Konzept eines weitgehend administrationslosen Betriebs realisieren. Zudem hätten andere Virtualisierungssysteme einen höheren Investitionsaufwand verursacht, weil sie zwei Storage Area Networks (SANs) erfordert hätten, während Avance mit internen Raid-Systemen auskommt.
Im Frühjahr installierte Hecom für die Kartoffelsortieranlage der RV Bank vier Terra-Server von Wortmann mit der Avance-Software: Auf je zwei Servern mit jeweils vier virtuellen Maschinen laufen das Warenwirtschaftssystem und Microsoft Exchange Server, auf jeweils zwei weiteren Servern die virtualisierten Desktops der derzeit 15 Nutzer.
Redundanz und Disaster Recovery
Beide Systeme sind also komplett redundant und damit ausfallsicher ausgelegt. Darüber hinaus sind auch die Switches doppelt vorhanden, so dass auch hinsichtlich der Kommunikation alles abgesichert ist. Im Sinne des Disaster Recovery wurden die Server in unterschiedlichen Brandabschnitten aufgestellt, so dass auch bei externen Störfällen Daten, Anwendungen und Betriebsbereitschaft sichergestellt sind.
Die Systeme wurden im Juli 2012 innerhalb weniger Tage installiert, wobei alles zunächst im Labor von Hecom implementiert und getestet wurde, erst nach bestandener Prüfung wurden die Systeme in Beindersheim aufgebaut. „Dadurch waren wir vor Überraschungen sicher“, erläutert Andreas Heim, Geschäftsführer von Hecom das Vorgehen. „Die Installation vor Ort kann damit in sehr kurzer Zeit und ohne Störung des Betriebsablaufs abgeschlossen werden.“
Stratus Avance konnte sich in der Praxis bereits bewähren. „Wir sind hochzufrieden mit dem System“, sagt Schönstein. „Wir hatten sogar schon Gelegenheit, den Ernstfall zu testen, denn nach einigen Wochen gab es einen Plattenausfall. Der Defekt konnte aber im laufenden Betrieb sehr schnell behoben werden, wir mussten dazu das System nicht einmal herunterfahren.“
Monitoring von Daheim
Stratus Avance kommuniziert sowohl mit dem Stratus-Kundendienst – die „Call-Home-Funktion“ – als auch mit Hecom, so dass Fehlermeldungen sofort identifiziert werden und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können – ohne dass der Anwender dafür etwas veranlassen müsste. Eventuell benötigte Austauschteile treffen meist schon beim Anwender ein, noch bevor dieser überhaupt den Fehler festgestellt hat.
Für die Kartoffelsortieranlage der RV Bank besonders wichtig: Das Gesamtsystem aus redundanten Servern, automatisierter Kommunikation mit dem Hersteller sowie pro-aktivem Monitoring und Vor-Ort-Service durch das Software-Haus funktioniert, ohne dass eine manuelle Administration seitens des Anwenders erforderlich ist.
Der Autor
Dr. Rainer Doh ist Redakteur in München.
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