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Sachsen eröffnet Netzwerk für Quantentechnologien Startschuss für „Quantum Saxony“

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Ein neues Forschungsnetzwerk bündelt sächsische Kompetenzen in Quantenkommunikation, -computing und -sensorik. Mit einer EFRE-Förderung von rund drei Millionen Euro soll die regionale Stärke sichtbar werden und verlässliche Brücken zur Industrie gebaut werden.

Quantum Saxony ist ein neues sächsisches Forschungsnetzwerk für Quantentechnologien. Es soll Wissenschaft, Forschungseinrichtungen und Industrie verknüpfen und die Expertise des Bundeslandes in Bereichen wie Quantenkommunikation, -computing und -sensorik strategisch ausbauen und international sichtbar machen.(Bild:  SAX-QT)
Quantum Saxony ist ein neues sächsisches Forschungsnetzwerk für Quantentechnologien. Es soll Wissenschaft, Forschungseinrichtungen und Industrie verknüpfen und die Expertise des Bundeslandes in Bereichen wie Quantenkommunikation, -computing und -sensorik strategisch ausbauen und international sichtbar machen.
(Bild: SAX-QT)

Quantenwissenschaften und -anwendungen entwickeln sich rasant zu Schlüsseltechnologien für sichere Kommunikation, leistungsfähige Computer, neue Werkstoffe und hochpräzise Sensorik. Um diese Zukunftstechnologien gezielt voranzubringen und in industrielle Anwendungen zu überführen, startet das Sächsische Forschungsnetzwerk für Quantentechnologien SAX-QT „Quantum Saxony“. Ziel ist es, die Kompetenzen im Freistaat Sachsen im Bereich Quantentechnologien strategisch zu bündeln, weiter auszubauen und international sichtbar zu machen. Koordiniert wird das Netzwerk von der Hochschule Zittau/Görlitz, den Fraunhofer-Instituten für Photonische Mikrosysteme IPMS und für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU sowie dem Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung IFW Dresden.

Zuwendungsempfänger SAX QT, v.l.n.r., Dr. Benjamin Lilienthal-Uhlig (Fraunhofer IPMS), Albrecht Hänel (Fraunhofer IWU), Prof.Dr. Bernd Büchner (wissenschaftlicher Direktor Leibniz IFW) und Jörg Lässig (Hochschule Zittau/Görlitz).(Bild:  Fraunhofer IPMS)
Zuwendungsempfänger SAX QT, v.l.n.r., Dr. Benjamin Lilienthal-Uhlig (Fraunhofer IPMS), Albrecht Hänel (Fraunhofer IWU), Prof.Dr. Bernd Büchner (wissenschaftlicher Direktor Leibniz IFW) und Jörg Lässig (Hochschule Zittau/Görlitz).
(Bild: Fraunhofer IPMS)

Zum Auftakt des Netzwerks betont Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow: „Quantentechnologien werden in den öffentlich geförderten Wissenschaftseinrichtungen des Freistaates Sachsen als ein Themenfeld von besonderer strategischer Bedeutung erforscht. In der Hightech Agenda Deutschlands werden sie als Schlüsseltechnologien ausgewiesen und rücken damit stärker denn je in den wissenschaftlichen und vor allem wirtschaftlichen Fokus. Mit Quantum Saxony wird ein Netzwerk der sächsischen Quantentechnologie-Community etabliert, das sich im Zentrum nationaler, europäischer und globaler Entwicklungen und Strategieprozesse bewegt.“

Gemeinsam Sachsens Position im Quantenbereich ausbauen

Quantum Saxony vernetzt Expertisen von Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen und bindet Verbände, Start-ups und Industriepartner ein. Ziel ist, Quantentechnologien in all ihren Bereichen zu entwickeln und in die industrielle Anwendung zu führen.

Das Netzwerk versteht sich als offene Plattform, die fortlaufend weitere Partner integriert und den Austausch zwischen Forschung, Industrie und Politik intensiviert. Die sächsische Interdisziplinarität – von Materialwissenschaft über Mikro- und Nanoelektronik bis zur Softwareentwicklung – wird so gezielt in Richtung wirtschaftlicher Nutzung vorangetrieben.

Ein zentrales Anliegen ist zudem der Aufbau qualifizierter Fachkräfte: Über gezielte Bildungs- und Weiterbildungsprogramme sollen Nachwuchskräfte und Quantenexpertinnen und -experten für Forschung und Industrie ausgebildet werden.

Das Fraunhofer IPMS im Netzwerk

Das Fraunhofer IPMS übernimmt eine zentrale Koordinationsrolle innerhalb von Quantum Saxony. Als Schnittstelle zwischen Mikroelektronik, Halbleitertechnologie und Quantentechnologien bringt das IPMS seine langjährige Erfahrung in anwendungsnaher Forschung, industriellen Kooperationen und Technologietransfer ein. Die Expertise des IPMS ermöglicht den schnellen Weg „from lab to fab“, also vom Forschungslabor bis zur industriellen Fertigung. Dadurch werden wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in marktreife Lösungen überführt, was das Fraunhofer IPMS zu einem entscheidenden Motor des Netzwerks macht.

„Unser industrietauglicher Reinraum ermöglicht es uns, neue Quantenmaterialien und Bauelemente unter realen Produktionsbedingungen zu erproben und in Pilotfertigungen zu überführen“ sagt Dr. Benjamin Lilienthal-Uhlig, Geschäftsfeldleiter Next Generation Computing am Fraunhofer IPMS. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, das die Innovationskraft Sachsens erheblich stärkt. Gerade Start-ups und kleine bis mittelständische Unternehmen profitieren davon, das wir ihnen eine Pilotfertigung auf Waferlevel anbieten können.“

Im Netzwerk verknüpft das Fraunhofer IPMS seine Kompetenzen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie, darunter Infineon, GlobalFoundries, RWTH Aachen, imec, CEA-LETI, VTT und dem Forschungszentrum Jülich. Auf diese Weise entstehen Synergien entlang der gesamten Innovationskette – von der Grundlagenforschung über die Technologieentwicklung bis hin zur industriellen Anwendung.

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