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Netzwerk-Grundlagen – Windows Essential Server Solutions, Teil 5

Small Business Server 2008 – Backup und Restore

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Der Backup-Vorgang

Läuft das Backup zum ersten Mal, wird auf jeder Platte zunächst ein vollständiges Backup angelegt. Dafür wird nicht Datei für Datei sondern sektorweise vorgegangen. Das hat den Vorteil, dass bei späteren Backupläufen große Dateien mit minimalen Änderungen nicht mehr komplett gesichert werden müssen, sondern nur die geänderten oder hinzugekommenen Sektoren.

Das hat neben dem Geschwindigkeitsvorteil beim Sichern auch zur Folge, dass das Backup deutlich kleiner gehalten wird. Geänderte Sektoren werden in einem Backuplauf nicht aus dem zuvor erstellten Backup entfernt, sondern bleiben erhalten. So ist es dem Administrator möglich, die Wiederherstellung bis zu einem bestimmten Backuplauf durchzuführen. Das ist besonders hilfreich, wenn eine fälschlicherweise durchgeführte Dateiänderung erst Tage oder Wochen später entdeckt wird.

Über die durchgeführten Backupläufe und -ergebnisse kann sich der Administrator mit Hilfe von automatisch generierten Berichten auf dem Laufenden halten.

Wenn es passiert – Daten wiederherstellen

Während die Einrichtung und Durchführung von Backups des SBS nur einen sehr überschaubaren Aufwand erfordern, ist der Wiederherstellungsprozess bei einem Datenverlust deutlich komplexer. Es hängt hierbei davon ab, welche Daten zurückgespielt werden müssen.

So unterscheidet sich beispielsweise der Restore-Vorgang von Exchange-Daten von denen aus SharePoint und dieser ist wieder anders als bei der Wiederherstellung von einzelnen Dateien und Ordnern. Microsoft stellt hierfür auch unterschiedliche Anleitungen bereit (Link siehe am Ende des Artikels). Oft wird hierbei auf das Standard-Restore-Tool des Windows Server 2008 zurückgegriffen.

Doch was ist, wenn das Systemlaufwerk selbst beschädigt wurde, der Server damit nicht mehr startet und schnell wieder hergestellt werden muss? In diesem Fall kann ein so genanntes Bare-Metal-Restore durchgeführt werden. Dabei startet der Administrator den (neuen?) Server mit der Installations-DVD des SBS und wählt dort die Wiederherstellung des Systems aus.

Wie gut der eingerichtete Backup-Vorgang in der Praxis auch wirklich funktioniert, wird erst im Restorefall deutlich. Und diesen Fall sollte der Administrator auch einmal an einem ruhigen Tag durchspielen. Denn was hilft das beste Backup, wenn im Problemfall unter Zeitdruck festgestellt wird, dass vergessen wurde, gerade die benötigten Daten im Backup zu berücksichtigen.

Im nächsten Teil dieser Artikelserie zum Thema Windows Essential Server Solutions (WESS) zeigt IP-Insider den Installationsvorgang des Essential Business Server (ESS).

Artikelfiles und Artikellinks

Link: Windows Essential Server Solutions, Teil 1 - Serverpakete für kleine und mittlere Unternehmen

Link: Windows Essential Server Solutions, Teil 2 - Microsoft SBS: Installation und Migration

Link: Windows Essential Server Solutions, Teil 3 - Microsoft SBS: Management

Link: Windows Essential Server Solutions, Teil 4 - Microsoft SBS: Remote Web Workplace

Link: Windows Essential Server Solutions, Teil 6 - Microsoft EBS: Installation und Migration

Link: Windows Essential Server Solutions, Teil 7 - Microsoft EBS: System-Management mit System Center Essentials 2007

Link: Windows Essential Server Solutions, Teil 8 - Microsoft EBS: System-Sicherheit

Link: Windows Essential Server Solutions, Teil 9 - Microsoft EBS: Backup und Restore

Link: Microsoft Small Business Server 2008

Link: Windows Essential Server Solutions

Link: Wiederherstellen von Serverdaten au seiner Datensicherung

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