Mobile-Menu

Was Sie beim Einsatz von WLANS beachten sollten, Teil 2

Sicherheitsaspekte für den Aufbau und Betrieb von WLANs

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

WPA Version 2 (WPA2)

WPA Version 2 (WPA2) entspricht dem Zertifizierungsprogramm der Wi-Fi Alliance. Es orientiert sich an den Sicherheitsfeatures von IEEE 802.11i.

Auch von WPA2 gibt es die bekannten WPA-Varianten. Eine mit einem Pre-shared Key und eine zwei mit dem Radius Server zur Authentifizierung.

Die Verwendung von Pre-shared Keys (PSK) – egal ob beim Einsatz von WPA oder WPA2 – hat einen Nachteil: Da die PSKs fest in den Geräten konfiguriert werden, können Sie bei Diebstahl auch ausgelesen werden. Geht ein WLAN-Gerät mit einem PSK verloren oder wird gestohlen, kann der Dieb oder Finder den Key auslesen und sich dann im WLAN-Netzwerk anmelden. Ferner können durch PSKs nur Endgeräte, aber keine Personen identifiziert werden.

Radius: sicher ist sicher!

Die sicherere Variante ist daher der Einsatz eines Radius-Servers nach 802.1x. Hierbei muss der jeweilige Anwender von einem Radius-Server identifiziert werden. Bei der Authentifizierung nach 802.1x setzt WPA2 auf eine der gängigen Methoden wie etwa EAP-TLS, PEAP und EAP-TTLS. Die Verschlüsselung ist 128-Bit lang und erfolgt nach dem AES-Standard (Advanced Encryption Standard). Die Integrität von Daten und Header wird durch CCM (CCM = Counter Mode Encryption mit CBC-MAC) gewährleistet.

An Radius-Servern herrscht keine Mangel. Sie werden von vielen Herstellern, die im Sicherheits- oder Netzwerkbereich aktiv sind, angeboten. Darunter sind beispielsweise Cisco, Interlink oder Microsoft. Ferner gibt es Implementierungen von FreeRADIUS, Funk Odyssey, Meetinghouse AEGIS und anderen. Unternehmen die keinen eigenen Radius-Server betreiben wollen, Kleinunternehmen oder SOHO-Nutzer können auf einen gehosteten Radius-Dienst wie McAfee Wireless Security oder Witopia SecureMy WiFi aufsetzen.

WPA2-zertifizierte Produkte gibt es seit dem Herbst 2004. Seit dem Frühjahr 2006 ist WAP2 verpflichtend für neue Wi-Fi-Geräte. Infolgedessen dürften sich eigentlich nur noch WAP2-Geräte in den Verkaufsketten und im Handel befinden. Wer prüfen will ob die bereits vorhandenen Geräte WPA2 unterstützen, dem hilft die Wi-Fi-Alliance-Website weiter.

Hier finden sich viele Hilfen und Informationen zu den Zertifizierungen. Ferner liefern auch die Hersteller der jeweiligen Produkte auf ihren Websites oftmals Firmware- und Treiber-Updates, um WPA-Geräte auf WPA2 zu aktualisieren.

Dies geht meist aber nur mit relativ junger Hardware, denn für WPA2 müssen die Chipsets den Advanced Encryption Standard (AES) unterstützen. Wenn neue Geräte angeschafft werden, müssten diese ohnehin WPA2-zertifiziert sein. Im Zweifel hilft der Handel oder Hersteller weiter.

Zurück zu Teil 1

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2048521)