Die Einsatzszenarien für das IoT sind heute quasi unbeschränkt, die Praxis fällt aber oft schwerer als gedacht. Welche Elemente und Arbeitsschritte von der ersten Idee bis zur Umsetzung entscheidend sein können.
Von der Hardware über die Firmware bis zur IoT-Plattform gibt es viele Elemente eines IoT-Projekts, die Herausforderungen bereithalten. Was Sie bei diesen und weiteren Komponenten beachten sollten.
Unternehmen jeder Größenordnung entdecken die Möglichkeiten des Internet of Things (IoT) für sich. Über das IoT lassen sich Produkte aufwerten und neue Dienstleistungen entwickeln. Vom Koffer, der sich überall auf der Welt orten lässt, über Elektrogeräte, die sich aus der Entfernung überwachen und warten lassen, bis zu Businessmodellen der Sharing Economy (geteilte Scooter oder Autos) sind die Einsatzszenarien beinahe unbegrenzt.
Der Weg von der Idee zur Umsetzung kann sich allerdings als steinig erweisen, insbesondere für Unternehmen, die bislang über wenig Erfahrung mit dem IoT verfügen. Dabei sind die Entwicklung und Umsetzung eines IoT-Projektes kein Hexenwerk. Dieselben wesentlichen Elemente und Arbeitsschritte finden sich in nahezu jedem IoT-Projekt.
Möglichkeiten entdecken und Ziele festlegen
Zunächst gilt es, ein Projektteam zusammenzustellen, das möglichst schnell damit beginnen sollte, die drei wichtigsten Faktoren zu untersuchen, die Einfluss auf das Projekt haben:
die Kunden
den Markt
und die Wettbewerber.
Das Team muss möglichst verlässliche Informationen darüber zusammentragen, was Kunden von einem angestrebten Produkt erwarten und wie sie es nutzen wollen. Es sollte auch wissen, was bereits an vergleichbaren Produkten auf dem Markt verfügbar ist und welche Funktionen und Qualitätsstandards bereits etabliert wurden. Nicht zuletzt sollte das Team einen Blick auf die direkten Mitbewerber werfen, um sicherzustellen, dass das eigene Produkt sich ausreichend unterscheidet und entsprechenden Mehrwert bietet.
Die Erkenntnisse zu Kunden, Markt und Konkurrenten bilden die Grundlage, um die Details des zu entwickelnden Produkts festzulegen. Eine genaue Vorstellung davon, was das Produkt leisten können muss, um am Markt erfolgreich zu sein, hilft, dann auch die benötigten Budgets zu definieren und einen Zeitplan aufzustellen.
Orientierung im IoT-Dschungel
Jetzt wird es ernst. Das Team muss die benötigten Komponenten ermitteln und den bestmöglichen Weg finden, sie in ein überzeugendes Produkt zu integrieren. Die Faktoren, die es in dieser Phase zu bedenken gilt, können extrem vielfältig sein und für jeden Faktor stehen wiederum viele Optionen zur Verfügung, sodass manch einer den Eindruck eines wahren IoT-Dschungels gewinnt. Zu den wesentlichen Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt, gehören, je nach angestrebtem Produkt, ein GPS-Modul, Sensoren beispielsweise für Beschleunigung oder Erschütterungen, die zu übermittelnden Datenmengen und entsprechend benötigte Mobilfunktechnologie, der Einsatz der Cloud, der Mikrochips und anderer Hardware. Nicht zuletzt gilt es, Lösungen für die Sicherheit und Robustheit des Produkts zu finden.
Die Schwierigkeit, für all diese Faktoren die richtige Lösung bzw. Komponente zu finden, wird noch dadurch verstärkt, dass kaum ein Anbieter auf dem Markt das ganze Spektrum abdeckt, geschweige denn bei der Integration der Komponenten hilft. Es ist darum gerade für weniger erfahrene Unternehmen sowie Teams empfehlenswert, sich nach einem Partner umzusehen, der sie mit einem integrierten Angebot wesentlicher IoT-Komponenten unterstützen kann und ihnen hilft, schnell ein Prototyp zu entwickeln. Dafür sollte das Angebot ein Enabler Kit inklusive der Hardware und Firmware, zuverlässiger Konnektivität, möglichst weltweit, sowie eine IoT-Plattform in der Cloud beinhalten.
Hardware
Bei der Hardware sollte es sich um ein Development Kit handeln, das die in den meisten IoT-Projekten benötigten Hardware-Komponenten beinhaltet, alle wichtigen Standards für die drahtlose Kommunikation unterstützt und offene Schnittstellen bereitstellt. Zu den Standardkomponenten gehören neben dem Chip beispielsweise ein Board Controller, das LTE-M/NB-IoT Modem, das Global Navigation Satellite System (GNSS), Unterstützung von Bluetooth LE, Zigbee und ähnlichen Protokollen sowie Schnittstellen wie GPIOs, UART und I2C. Hilfreich sind auch Temperatur-, Feuchtigkeits- und Beschleunigungssensoren und benutzerprogrammierbare LEDs, Taster und Schalter, um einfach Eingaben zu machen und Ausgaben zu erhalten. Zudem sollte das Development Kit einen SIM-Kartenslot bieten.
Konnektivität
Als Anbieter der SIM-Karten ist ein zuverlässiger, international operierender Anbieter vorzuziehen, der möglichst globale Abdeckung bieten kann. Selbst wenn ein Unternehmen plant, sein neues IoT-Produkt nur in Deutschland zu vertreiben, werden die Benutzer den Einsatz des Produkts eventuell nicht nur auf ihr Heimatland beschränken.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Firmware
Eine weitere kritische Komponente ist die Firmware, die letzten Endes die Hardware zum Leben erweckt. Je nach Ressourcen und Anwendungen sollte es entweder eine Bare-Metal Firmware oder ein Echtzeitbetriebssystem zum Einsatz kommen. Zertifizierte und getestete Bibliotheken oder Betriebssysteme können das Entwicklungsrisiko und die Markteinführungszeiten deutlich reduzieren. IoT-Geräte werden oft an schwer erreichbaren Orten und in großen Mengen eingesetzt. Darum sollte bereits bei der Entwicklung ein Mechanismus für eine ‚Firmware Over-The-Air‘ (FOTA) eingeplant und getestet werden.
IoT-Plattform
Last but not least wird für die meisten IoT-Projekte eine IoT-Plattform erforderlich sein, um die Daten, die von den IoT-Geräten gesendet werde, zentral zu erfassen und zu analysieren. Nicht zuletzt ist eine IoT-Plattform die beste Lösung für die Verwaltung und Steuerung der IoT-Geräte sowie die bereits erwähnten FOTAs. Wie für andere Cloud-Lösungen gilt es auch bei einer IoT-Plattform in der Cloud darauf zu achten, dass die Skalierbarkeit, Sicherheit und Verfügbarkeit sowie die Einhaltung der deutschen Datenschutzvorschriften gewährleistet sind.
Alles aus einer Hand
Anbieter für die oben beschriebenen Komponenten zu finden, ist nicht sonderlich schwierig. Es erleichtert die Arbeit von IoT-Projektteams allerdings erheblich, wenn für alle Elemente mit nur einem Anbieter zusammengearbeitet wird, der zudem noch gewährleisten kann, dass die gewählten Komponenten gut integriert sind und problemlos zusammen funktionieren. Nicht zuletzt sollten besonders weniger erfahrene Teams sich für einen Anbieter entscheiden, der sie auch beraten kann. Und zwar möglichst von der Ideenfindung bis zum fertigen Produkt.
Über den Autor
Attila Katona arbeitet bei A1 Digital im Bereich Solution Architecture, wo er IoT-Lösungen auf der Grundlage des Software-Ökosystems von A1 Digital entwickelt, einschließlich Konnektivität, Cloud-, IoT- und Machine Learning-Plattformen.