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Sami Laiho auf der IT-Defense 2026
Windows-Domänen vor russischer Beschlagnahme gerettet

Von Dr. Wilhelm Greiner 6 min Lesedauer

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Auf der IT-Defense in Würzburg berichtete der Windows-Security-Experte Sami Laiho von einem außergewöhnlichem Coup: Er koordinierte 28 fin­ni­sche Projekte, die die IT ihrer Niederlassungen in Russland vor drohender Beschlagnahme schützen mussten. Dazu hatten sie nur drei Tage Zeit.

Die IT-Defense 2026 fand vom 3. bis 4. Februar in Würzburg statt. Der finnische Security-Experte Sami Laiho hielt den Vortrag „Cyberwar between Russia and Finnish Companies“.(Bild:  Dr. Wilhelm Greiner)
Die IT-Defense 2026 fand vom 3. bis 4. Februar in Würzburg statt. Der finnische Security-Experte Sami Laiho hielt den Vortrag „Cyberwar between Russia and Finnish Companies“.
(Bild: Dr. Wilhelm Greiner)

Seit Russlands Großangriff auf die Ukraine im Februar 2022 hat sich das Verhältnis zwischen Finnland und seinem mächtigen Nachbarn stark verschlechtert – erst recht nach Finnlands NATO-Beitritt 2023. In seiner Keynote auf Cirosecs jährlicher und stets spannender IT-Security-Konferenz „IT-Defense“ veranschaulichte Sami Laiho, renommierter Fachmann für Windows-Sicherheit, die Brisanz der Lage anhand seiner eigenen Biografie: 1998 hatte er seinen Wehr­dienst abgeleistet, wurde aber 25 Jahre lang nie als Reservist herangezogen. Jedoch: „Seit 2024 wurde ich acht Mal zum Wehrdienst einberufen.“ Dort schult er nun den Cyberstreitkräfte-Nachwuchs.

Finnlands 1.340 km lange Ostgrenze zu Russland wurde durch den NATO-Beitritt zur Grenzlinie zwischen den Blöcken. Heute sei die Bedrohung durch Russland, so erzählte Laiho, auf vielerlei Weise spürbar. Das reicht von beschädigten Unterseekabeln bis zu Cyberangriffen. „Helsinki war am 21. Mai 2024 einem großen Cyberangriff ausgesetzt“, so Laiho. Einfallstor seien nicht ge­patch­te Fernzugriffsgeräte gewesen. Von den 5,5 Millionen Einwohnern Finnlands habe der Angriff mindestens 150.000 Personen betroffen.