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Globale Studie von Colt Nachhaltigkeit und KI: Unternehmen suchen Rat beim Netzwerkanbieter

Von Bernhard Lück 3 min Lesedauer

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Deutsche Firmen liegen bei der mehrjährigen Nachhaltigkeitsplanung im Vergleich mit zehn anderen Ländern etwas über dem Durchschnitt. Diese und weitere Erkenntnisse zu den Themen Nachhaltigkeit und KI liefert die aktuelle Ausgabe des Colt-Reports „Digitale Infrastruktur“.

Colt registriert bei seinen Kunden den starken Wunsch, digitale Innovationen verantwortungsbewusst voranzutreiben und gleichzeitig die Umweltauswirkungen zu minimieren.(Bild:  © tirachard – stock.adobe.com)
Colt registriert bei seinen Kunden den starken Wunsch, digitale Innovationen verantwortungsbewusst voranzutreiben und gleichzeitig die Umweltauswirkungen zu minimieren.
(Bild: © tirachard – stock.adobe.com)

Colt Technology Services hat neue Forschungsergebnisse aus dem jährlichen Report „Digitale Infrastruktur“ veröffentlicht. Der Studie zufolge haben 26 Prozent der befragten deutschen Unternehmen einen mehrjährigen Plan zur Minimierung ihrer Umweltauswirkungen, verglichen mit Höchstwerten von 42 Prozent in den Niederlanden und 41 Prozent in Hongkong. Die meisten der befragten Länder befinden sich jedoch noch in der Anfangsphase der Nachhaltigkeitsplanung. 39 Prozent haben vor, einen Mehrjahresplan aufzustellen.

Die Studie zeigt, dass die Verantwortung für die Umweltstrategien der Unternehmen jetzt am ehesten bei den IT-Verantwortlichen liegt. 82 Prozent der Befragten sind entweder direkt an der Gestaltung der Nachhaltigkeitsstrategien beteiligt oder haben die Verantwortung für sie ganz übernommen. Diese Verantwortung beeinflusst die Entscheidungen beim Technologieeinkauf: 38 Prozent geben an, dass Umweltauswirkungen und Governance alle strategischen Entscheidungen über digitale Infrastrukturen beeinflussen. In Belgien liegt dieser Wert bei 60 Prozent, in den Niederlanden bei 52 Prozent und in Hongkong bei 50 Prozent.

Die Ergebnisse erscheinen zu einem Zeitpunkt, an dem Technologien wie KI in Bezug auf ihre Auswirkungen auf die ESG-Initiativen von Unternehmen zunehmend unter die Lupe genommen werden. In der Studie heben 46 Prozent der Befragten den positiven Beitrag hervor, den KI-Technologien zur Umsetzung von Umweltmaßnahmen und Governance-Strategien leisten. Mehr als jeder Fünfte (22 %) geht noch einen Schritt weiter und sagt, dass KI diese Strategien erleichtert. In Hongkong steigt dieser Anteil auf 36 Prozent, in den Niederlanden auf 32 Prozent und in den USA auf 29 Prozent, während er in Italien auf 13 Prozent sinkt. Die befragten IT-Verantwortlichen nennen den positiven Einfluss von KI in Anwendungsfällen wie die Erweiterung der Netzwerkkapazität (64 %), der Neubewertung von Lieferanten (64 %) und die Investition in mehr Sicherheit (67 %).

„Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass deutsche Unternehmen zunehmend von ihren Netzwerkanbietern Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeits- und KI-Strategien erwarten. Dies reflektiert den starken Wunsch, digitale Innovationen verantwortungsbewusst voranzutreiben und gleichzeitig die Umweltauswirkungen zu minimieren. Bei Colt sehen wir es als unsere Aufgabe, diesen Wandel aktiv mitzugestalten und unseren Kunden Technologien anzubieten, die sowohl ihre Effizienz steigern als auch ihre ESG-Ziele unterstützen“, sagt Buddy Bayer, Chief Operating Officer, Colt Technology Services.

Weitere Erkenntnisse der Studie:

  • 21 Prozent der befragten IT-Führungskräfte haben Schwierigkeiten, die Vorteile ihrer Umwelt- und Governance-Strategie zu demonstrieren oder den ROI nachzuweisen; 20 Prozent sehen sich mit mangelndem Engagement der Geschäftsleitung konfrontiert und 19 Prozent sind durch Budgets eingeschränkt.
  • Unternehmen werden noch immer durch alte Technologien behindert: 19 Prozent finden, dass sie ein Hindernis für die Verwirklichung von Umwelt- und Governance-Zielen im Zusammenhang mit ihrer Infrastruktur darstellen. Nach Ländern betrachtet werden Luxemburg (26 %) und Deutschland (24 %) am ehesten durch alte Technologien behindert.
  • Auf die Frage, welche Technologien sich am stärksten auf die Erreichung der Kohlenstoffreduzierungsziele auswirken, nannten 83 Prozent der Befragten die Abschaffung veralteter Technologien.
  • 80 Prozent der Befragten aus Deutschland gaben die „zeitliche Optimierung“ an, also z.B. die Durchführung von Software-Updates außerhalb der Arbeitszeit, um Energie besser zu nutzen; 81 Prozent Zero Trust; 81 Prozent NaaS und 81 Prozent Smart-Office-Technologien, die den größten Einfluss auf die Erreichung der Kohlenstoffreduktionsziele haben.
  • 77 Prozent erwähnten NaaS und 81 Prozent intelligente Bürotechnologien, die einen Einfluss auf die Erreichung der Kohlenstoffreduzierungsziele haben (Befragte aus Deutschland).
  • Die Akzeptanz intelligenter Ende-zu-Ende-Infrastrukturen ist im Jahr 2024 auf 40 Prozent gestiegen, verglichen mit 34 Prozent im Jahr 2023, und umfasst Funktionen wie Konnektivität auf Abruf, selbstheilende Netzwerke und traditionelle oder generative KI.

Methodik

Der Report „Digitale Infrastruktur 2024“ basiert auf einer Studie, die von Censuswide im Auftrag von Colt Technology Services unter 1.501 IT-Verantwortlichen in den Beneluxländern, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Italien, Japan, Singapur, USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten durchgeführt wurde. Diese Führungskräfte arbeiten in Unternehmen, die zwischen 2.500 und 15.000+ Mitarbeiter beschäftigen und deren jährliche IT-Ausgaben zwischen weniger als 100.000 Euro und 500 Mio. Euro und mehr liegen.

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