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Kreislaufwirtschaft statt Gerätefriedhof Lenovo startet DaaS-Modell mit CO₂-Tracker und Rücknahmeoption

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit TruScale DaaS for Sustainability bringt Lenovo ein Abo-Modell für Hardware auf den Markt, das CO₂-Tracking, Refurbishing und Offset-Services bündelt. Die Lösung richtet sich an Unternehmen, die IT modernisieren und gleichzeitig ESG-Ziele belegen wollen.

Refurbishing statt Entsorgung: Lenovo startet TruScale DaaS for Sustainability mit CO₂-Dashboard, Refurbishing und Rücknahmeoptionen für Unternehmen.(Bild:  KI-generiert)
Refurbishing statt Entsorgung: Lenovo startet TruScale DaaS for Sustainability mit CO₂-Dashboard, Refurbishing und Rücknahmeoptionen für Unternehmen.
(Bild: KI-generiert)

Lenovo hat ein neues Service-Angebot vorgestellt, das IT-Betrieb und Umweltkennzahlen miteinander verzahnen möchte. Der Dienst TruScale Device as a Service (DaaS) for Sustainability kombiniere Hardware-Miete mit Instrumenten zur CO₂-Erfassung, Rückführung und Kompensation. Unternehmen erhalten laut Anbieter Zugriff auf ein Carbon Impact Portal mit Echtzeitdaten pro Gerät, dass etwa für ESG-Reporting oder Ausschreibungen mit Nachhaltigkeitsanforderungen nutzbar ist.

Neben der CO₂-Transparenz will das Modell auch operative Vorteile bieten. Geräte müssten nicht mehr gekauft, sondern könnten mitsamt Support und Services im Abo bezogen werden. In der Praxis könnte das sowohl Beschaffungsprozesse vereinfachen als auch Reparaturzyklen verkürzen. Lenovo verweist auf Kundenerfahrungen, bei denen sich die IT-Kosten pro Arbeitsplatz um bis zu 35 Prozent reduziert hätten. Diese Zahlen stammen aus einem firmeneigenen ROI-Tool.

Geräte länger nutzen, Emissionen senken

Ein zentraler Hebel liege in der Verlängerung der Gerätelebensdauer. Statt Hardware frühzeitig auszutauschen, sollen sich Systeme aufbereiten und wieder in Betrieb nehmen lassen. Lenovo biete dafür generalüberholte Geräte an, die in die eigene Flotte integriert werden könnten. Studien zufolge sinken damit sowohl die Beschaffungskosten als auch der CO₂-Fußabdruck. Laut McKinsey könnten Unternehmen um bis zu 60 Prozent bei längerer Nutzung und reduzierter Geräteanzahl pro Nutzer sparen.

Auch die Rücknahme alter Hardware sei Teil des Pakets. Die sogenannten Asset Recovery Services sollen Datenlöschung und Restwertrückgewinnung rechtssicher ermöglichen. Ergänzend sollen sich über Offset-Dienste die verbleibenden Emissionen ausgleichen lassen. Als Beispiel nennt Lenovo den Fall der Coventry University Group, die 223 Tonnen CO₂ kompensiert habe und zugleich wöchentlich 40 Stunden IT-Aufwand einsparen konnte.

Modulares Baukastensystem für CIOs

Das Angebot umfasse fünf Phasen des Gerätezyklus: Beratung, Implementierung, Support, Verwaltung sowie Rücknahme und Erneuerung. Für die Auswahl passender Module kommen laut Lenovo auch KI-gestützte Tools wie LISSA (Lenovo Intelligent Sustainability Solutions Advisor) zum Einsatz. Das Tool soll bei der Geräteauswahl helfen und Vorschläge für nachhaltige Strategien liefern, und zwar individuell abgestimmt auf Nutzerbedarfe und Geräteprofile.

Hinzu komme mit Care of One ein Ansatz zur Verbesserung der Endnutzererfahrung. Die Lösung analysiere Arbeitsmuster und schlägt Optimierungen etwa bei Geräteeinstellungen oder Supportbedarf vor. Beide Tools seien Teil der übergreifenden TruScale-Architektur, in der Lenovo seit Jahren Abo-Modelle für Geräte, Infrastruktur und Services bündelt.

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