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Globale Skillsoft-Umfrage Kompetenzlücken hemmen Unternehmenswachstum

Von Mihriban Dincel 3 min Lesedauer

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Damit Unternehmen ihre anvisierten Ziele erreichen und wachsen können, müssen Mitarbeitende gewisse Skills mitbringen. Eine globale Skillsoft-Umfrage zeigt jedoch, dass zunehmende Kompetenzlücken in der Belegschaft das Unternehmenswachstum hemmen.

Kompetenzlücken bei Mitarbeitenden stellen ein Wachstumsrisiko für Unternehmen dar. Unter anderem verschärft sich das Problem durch überholte Talententwicklung weiter. Neue Ansätze und ein Fokus auf den Kompetenzerwerb könnten hier Abhilfe schaffen.   (Bild:  Canva / KI-generiert)
Kompetenzlücken bei Mitarbeitenden stellen ein Wachstumsrisiko für Unternehmen dar. Unter anderem verschärft sich das Problem durch überholte Talententwicklung weiter. Neue Ansätze und ein Fokus auf den Kompetenzerwerb könnten hier Abhilfe schaffen.
(Bild: Canva / KI-generiert)

Nur 10 Prozent der 1.000 befragten HR- und L&D-Fachleute aus den USA, Großbritannien, Australien und Deutschland sind sich sicher: Ihre Mitarbeitenden verfügen über die notwendigen Kompetenzen, um die Unternehmensziele in den nächsten ein bis zwei Jahren umzusetzen. Das zeigt die globale Umfrage „2025 Global Skills Intelligence Survey” von Skillsoft.

Skills werden häufig überschätzt

Besonders gravierend sind die Defizite in drei Bereichen: Führungsqualitäten, KI- und Technologiefachwissen. Erschwerend kommt hinzu, dass 96 Prozent der Befragten in Deutschland der Auffassung sind, dass Mitarbeitende ihre Fähigkeiten überschätzen. Das kann dramatische Folgen haben: Sie verschärft Qualifikationslücken, verringert die Produktivität, erhöht den Stress für Führungskräfte, beeinflusst Projektzeitpläne negativ und führt zu einer verzerrten Übersicht über die tatsächlichen Fähigkeiten der Belegschaft. Gerade dieser verzerrte Blick und die fehlenden Skills, können zum zentralen Wachstumshemmnis für Unternehmen werden.

Überholte Strategien bergen Herausforderungen

28 Prozent der Befragten weltweit sehen die Mitarbeiterfähigkeiten als entscheidenden Faktor für Wachstumsperspektiven. Dennoch dominieren veraltete Ansätze in der Talententwicklung. Zwar bieten 85 Prozent der Befragten ein Talententwicklungsprogramm an, jedoch bewerten nur 6 Prozent dieses als „hervorragend" und lediglich knapp 20 Prozent glauben, dass es mit den Unternehmenszielen übereinstimmt.

Fast ein Viertel (24 %) der Umfrageteilnehmenden setzt auf eine einheitliche Plattform für den Überblick über Mitarbeiterfähigkeiten. Doch auch hier zeigen sich Schwächen: Aktuelle Lösungen seien zu fragmentiert, manuell und wenig individualisierbar. Und das kann wiederum ein Hindernis dabei sein, die Belegschaft für das aktuelle Tempo des Wandels fit zu machen.

Bisherige und gewünschte Weiterbildungsmethoden

Laut der Umfrage werden dabei folgende Mittel am häufigsten zu Weiterbildungszwecken genutzt:

  • Online-Training per Video (41 % in Deutschland, 58 % weltweit),
  • Teamtrainings/Gruppentrainings (52 % in Deutschland, 57 % weltweit),
  • Mentoring (40 % in Deutschland, 50 % weltweit),
  • Präsenz-Trainings/Vor-Ort-Trainings mit Trainern (42 % in Deutschland, 50 % weltweit),

Dabei wünschen sich die Befragten unter anderem auch mehr KI-gestützte Lernmöglichkeiten, wie etwa:

  • Adaptives Training (34 % in Deutschland, 43 % global),
  • Echtzeit-Feedback (56 % in Deutschland, 42 % global),
  • Interaktive Simulationen (44 % in Deutschland, 38 % global),
  • Personalisierte Lernpfade (21 % in Deutschland, 33 % global).

KI-Einsatz erfordert mehr Fachwissen

Gleichzeitig haben auch neue Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) einen erheblichen Einfluss, wenn es um das Kompetenzempfinden innerhalb eines Unternehmens geht. 18 Prozent in Deutschland befürchten laut der Skillsoft-Umfrage, dass sich die KI schneller entwickelt als die Weiterqualifizierung des Personals. Beinahe ein Drittel der Deutschen gab an, dass sich das Personal gegen Veränderungen sträube. 16 Prozent der in Deutschland Befragten sehen durch den KI-Einsatz mehr technisches Fachwissen als erforderlich an.

An dieser Stelle kommt das Konzept der Skills Intelligence ins Spiel, welches den Einsatz fortschrittlicher Technologien wie KI und Maschinellem Lernen zur Erfassung, Analyse und Interpretation von Daten über die Fähigkeiten einer Arbeitskraft oder einer Belegschaft, beschreibt. Hier sind 45 Prozent der Teilnehmenden in Deutschland (global 49 %) überzeugt, dass mithilfe von KI Skills-Intelligence-Lösungen verbessert werden können, um präzisere Analysen von Qualifikationslücken zu ermöglichen.

Organisatorische Herausforderungen

Weitere Erkenntnisse liefert die Umfrage, was die organisatorischen Herausforderungen innerhalb der Unternehmen betrifft. Demnach glauben 44 Prozent der Befragten in Deutschland, dass mehr in Technologie als in Mitarbeitende investiert wird. Über ein Viertel (29 % in Deutschland) sehen, dass Mitarbeitende ohne ausreichende Vorbereitung befördert werden. Und beinahe die Hälfte (42 % in Deutschland) befürchten, ihre Top-Talente an agilere Wettbewerber zu verlieren. Auch würden sich einige Unternehmen (15 % in Deutschland) mehr auf die Gegenwart, anstatt die Zukunft fokussieren.

„Die Transformation von Unternehmen hängt von der Stärke, Anpassungsfähigkeit und den Fähigkeiten der Belegschaft ab“, sagt Ciara Harrington, Chief People Officer bei Skillsoft. „Um im Zeitalter des Co-Workings von Mensch und KI wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen den Kompetenzerwerb in den Mittelpunkt ihrer Strategie stellen und auf integrierte Plattformen setzen, die Weiterbildung, Skills Intelligence und Performance miteinander verbinden.“

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Über die Umfrage

2025 Global Skills Intelligence Survey

Die Umfrage „2025 Global Skills Intelligence Survey” wurde durch Skillsoft, einem Anbieter für digitales Lernen in Unternehmen, von Mai bis Juli 2025 online über die Plattform Pollfish durchgeführt. Insgesamt wurden 1.000 HR- und L&D-Fachkräfte aus verschiedenen Branchen in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Australien und Deutschland befragt, die in Vollzeit arbeiten und ein Weiterbildungsprogramm im Unternehmen einsetzen (oder in den nächsten zwölf Monaten ein solches einführen werden).

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